20.02.2020 in Gemeinderat

Schritt für Schritt zu einer modernen Grund- und Mittelschule

 

oder „Aans nachng Andern“

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde der Beschluss gefasst, aufgrund neuerer Informationen den Umfang an Planungsleistungen für die Fachplaner nochmals anzupassen. Dabei zeigte sich, dass das Leistungspaket etwas kleiner als vorgesehen wird. Dadurch entstehen für den Variantenvergleich geringere Kosten, ohne dass dabei die Qualität des Ergebnisses leiden muss.

Die Planer sollen nun in einem ersten Schritt belastbare Aussagen über die einzelnen Varianten und Standorte treffen. Dies soll bis Ende des Jahres erfolgen. Erste Gespräche mit Büros fanden durch die Verwaltung und je einen Vertreter der Fraktionen bereits statt. Untersucht werden sollen jetzt eine Sanierungsvariante der bestehenden Schule, ein Neubau am jetzigen Standort oder als dritte Variante ein Neubau am Löhe-Campus. Dabei kann für alle drei Varianten auch eine ungefähre Kostenaussage getroffen werden.

Aufgrund kritischer Nachfragen im Plenum betonte Gemeinderatsmitglied Christoph Schmoll nochmals die Bedeutung eines aussagekräftigen Variantenvergleichs, um in Anbetracht der erwarteten Kosten guten Gewissens eine Entscheidung treffen zu können.

Weiterhin führte er aus, wie wichtig es sei, die Bevölkerung auf dem Weg mitzunehmen und zu informieren, aber nicht zu verängstigen. Es sei derzeit weder eine Entscheidung für einen Standort noch für eine Variante getroffen. Belastbare Aussagen könnten erst Ende des Jahres gemacht werden, wenn die Planer ihr erstes Planungsergebnis vorgelegt hätten.

Nach den Gesprächen mit den verschiedenen Fachbüros steht fest, dass nicht nur die Standorte und Varianten untersucht würden, sondern darüber hinaus die Auswirkungen der Schule auf ihre Umgebung in allen wesentlichen Belangen, wie zum Beispiel Verkehr, Lärm oder auch Sportstätten.

In einem zweiten Schritt sollen die Bürgerinnen und Bürger informiert und in die Diskussion einbezogen werden. Erst dann kann im Gemeinderat eine tragfähige Entscheidung getroffen werden.

Durch eine Arbeitsgruppe der Schule, an der auch Vertreter aller Fraktionen beteiligt sind, soll außerdem in den nächsten Wochen das pädagogische Raumfunktionsbuch nochmals erweitert werden. Dies ist durch die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf einen integrierten Hort erforderlich.

Breitbandausbau in Neuendettelsau

Einer Mitteilung der Deutschen Telekom zufolge soll im Jahr 2020 das Breitbandnetz in den Bereichen Froschlach/Birkig und Rampenstrasse ausgebaut werden. Ziel ist es, die dann ausgebaute Geschwindigkeit VDSL 100 zu Beginn des Jahres 2021 zur Verfügung zu stellen.

 

06.02.2020 in Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat: Fairtrade und Ganztagesbildung

 

Fairtrade-Town Neuendettelsau nimmt Fahrt auf

Den Beitritt zum „Pakt zur nachhaltigen Beschaffung in den Kommunen der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung einstimmig beschlossen.

Fraktionssprecher Manfred Riedel sieht darin eine wichtige Vorbildfunktion der Gemeinde. Allerdings käme durch die Erhebung bezüglich der Beschaffung in der Kommune auch einige Arbeit auf die Verwaltung zu. Riedel begrüßte insbesondere, dass durch entsprechende Beschaffungsleitlinien zukünftig mehr Produkte und Dienstleistungen nach Sozial- und Umweltstandards zu beschaffen sind.

Auch die Qualifizierung von Mitarbeitenden sei eine wichtige Ergänzung. Als einer der Vertreter des Gemeinderates in der örtlichen Fairtrade-Steuergruppe schlug er auch die Schulung von Mitgliedern dieser Gruppe vor.

Die Steuerungsgruppe ist weiterhin sehr aktiv. Für das Jahr 2020 hat sie sich als Schwerpunkt die nachhaltige Verankerung des Fairtrade-Gedankens in der Bevölkerung vorgenommen. Dazu sollen beispielsweise monatliche Tipps veröffentlicht werden. Außerdem soll die Gemeindebücherei Buchtipps zum Thema „Fairtrade“ erhalten. Vorgesehen ist auch ein Fachvortrag über faires Einkaufen sowie eine Teilnahme an der Fairtrade Woche im September.

Konkret geplant ist ein Informationsstand im Rahmen des 40. Sommerbasares an der Grund- und Mittelschule am Samstag, dem 15. Februar von 13.00 bis 15.00 Uhr.

Interessantes Konzept einer kooperativen Ganztagsbildung

Aufgrund aktueller Überlegungen wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung durch die geschäftsführende Leiterin der Dienste für Kinder bei Diakoneo, Petra Hinkl, das Konzept einer kooperativen Ganztagsbildung für die Grundschule vorgestellt.

Grundidee des Konzeptes ist die Integration der Räumlichkeiten des Hortes in die Schule. Dies biete sowohl räumliche als auch pädagogische Vorteile.

Für Bürgermeisterkandidat Christoph Schmoll ist dies ein interessantes Konzept mit vielen Chancen. Wichtig ist ihm allerdings die Verzahnung des Personals der unterschiedlichen Träger gut zu klären. Außerdem müsse das bereits erstellte Raumfunktionsbuch nochmals überprüft werden. Für Schmoll ist das Konzept unabhängig vom Standort umsetzbar. Es habe in jedem Fall viel zu bieten.

Auch Gemeinderätin Birgit Bischof sieht in dem Kooperationsmodell viele Synergieeffekte um die Nachmittagsbetreuung zu gestalten.

Fraktionssprecher Manfred Riedel lobte die vorausschauenden Überlegungen, da im Jahr 2023 die Genehmigung für das Provisorium in der Baustraße mit 50 Plätzen ausläuft.

„Rein finanziell betrachtet kann mit diesem Modell ein Schulneubau nur billiger werden, da kein zusätzliches Gebäude für einen Hort errichtet werden muss.“ so die wirtschaftliche Einschätzung von Christoph Schmoll.

 

04.02.2020 in Gemeinderat

Rottlergässchen wird fahrrad- und fußgängerfreundlicher

 

Innerortsentwicklung durch Änderung des Bebauungsplanes

Mit der Änderung des Bebauungsplanes „Nördliche Bahnhofstraße“ soll ein lang gehegter Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden. Das Rottlergässchen soll zukünftig als befestigte Wegverbindung für Fußgänger und Radfahrer konzipiert werden. Der Weg bleibt für Kraftfahrzeuge aber weiterhin gesperrt.

Um eine Innerortsverdichtung zu erreichen, soll der künftige Bebauungsplan eine Mindestfestsetzung von zwei bis maximal drei Vollgeschossen vorsehen. Außerdem soll mit den für unseren Kernort typischen Satteldächern eine harmonische Einbindung der zukünftigen Häuser in das Ortsbild erreicht werden.

Fraktionssprecher Manfred Riedel forderte, dass eine Versiegelung durch Steingärten mit dem Bebauungsplan verhindert werden sollte.

Den Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat mehrheitlich gefasst. Nach der Aufstellung folgt nun die Beteiligung der Öffentlichkeit, durch öffentliche Bekanntmachung und Möglichkeit der Abgabe von Einwendungen, insbesondere auch durch die Grundstückseigentümer. Der Entwurf des Bebauungsplans wird daraufhin nochmals überarbeitet. Näheres dazu wird im Amtsblatt der Gemeinde mitgeteilt.

 

02.02.2020 in Gemeinderat

SPD vor Ort in Aich

 

Interessante Fragen gepaart mit hohen Besucherzahlen machten den Abend in Aich zu einem großen Erfolg im Wahlkampf der SPD Neuendettelsau.

Am Abend des 28.01.2020 war Bürgermeisterkandidat Christoph Schmoll mit seinen Kandidatinnen und Kandidaten im „Aurach Stüberl“ in Aich, um sich und das Wahlprogramm der SPD Neuendettelsau vorzustellen. Bereits vor Beginn der Veranstaltung musste der Raum umgeräumt und in Richtung Schankstube geöffnet werden, um allen Interessierten Platz zu bieten. Einige Kandidatinnen und Kandidaten räumten Ihren Platz, um allen Besuchern die Möglichkeit zu bieten, der Veranstaltung gut zu folgen.

Nach der Begrüßung durch Vorstand Alexander Wöhnl hat Manfred Riedel die Erfolge der SPD Neuendettelsau der letzten Jahre hervorgehoben. Besonders erwähnt hat der Fraktionssprecher die Qualitäten und Vorteile des Bürgermeisterkandidaten, ebenso die außergewöhnlich gute Stimmung der Kandidaten auf der Liste und den großen Kompetenzbereich, den diese abdecken.
Das Wahlprogramm wurde durch Christoph Schmoll vorgestellt, der alle Punkte erläuterte und erklärte, wie sich diese umsetzen ließen.

Beispielsweise waren das:
-Ortskernentwicklung
-Sturzflutkonzept
-Grund- und Mittelschule
-Energieautarke Gemeinde
-Bürgerbus

Die Belange der Ortsteile liegen Christoph Schmoll ebenfalls sehr am Herzen. Er selbst wohnt in Wollersdorf und kann die Sorgen und Gedanken der Anwohner nachvollziehen.

Anschließend haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Gemeinderat vorgestellt. „Ein tolles Team und eine schöne Veranstaltung habt ihr da auf die Beine gestellt! Es hat Spaß gemacht euch zuzuhören.“ berichtet ein Listenkandidat einer anderen Partei im späteren Verlauf des Abends.
Eine lebhafte Diskussion mit Fragen an den Bürgermeisterkandidaten und sein Kompetenzteam hat im Anschluss noch interessante Punkte wie die Instandhaltung der Feldwege oder eines Lärmschutzes an der Autobahn stattgefunden. Das Thema Grund- und Mittelschule wurde mit vielen Fragen und Gedanken der Bürger versehen. Ebenso wurde die Ortskernentwicklung hinterfragt und wie diese umsetzbar wäre. Diese und viele weitere Fragen ließen die Zeit nur so dahinfliegen.
Bevor es zu den persönlichen Einzelgesprächen mit den Kandidaten ging bedankte sich Christoph Schmoll noch bei allen für das zahlreiche Erscheinen. Der große Anteil an Neuendettelsauern aus dem Kernort wurde ebenfalls erwähnt.
Bedankt hat sich der Bürgermeisterkandidat auch für das zahlreiche Erscheinen von Listenkandidaten anderer Parteien. Im Scherz erwähnte Christoph Schmoll diese als „seinen persönlichen Fanclub“.

„Die hohe Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger geben uns die Möglichkeit näher am Menschen zu sein und deren Gedanken und Sorgen zu verstehen und mit einzubinden. Es war ein toller Abend mit interessanten Gesprächen.“, so Schmoll im Anschluss über die Veranstaltung.

 

19.12.2019 in Gemeinderat

Gemeinderatssitzung 2019 – die Letzte

 

Rechnungsprüfung ohne Beanstandungen

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, 2. Bürgermeister Gottwald Dötzer, erläuterte den Prüfbericht für das Jahr 2018 und bedankte sich bei der Kämmerin für die sehr gute Arbeit.

Der Prüfungsausschuss hatte keine Beanstandungen. Es gab lediglich geringfügige Verbesserungsvorschläge um die Arbeit zu erleichtern.

Bürgermeister Korn betonte, dass die Prüfberichte für eine kontinuierliche Weiterentwicklung wichtig seien.

Isolierte Befreiung vom Bebauungsplan

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bauanträge“ gab es wieder eine Reihe von Anträgen auf isolierte Befreiung vom Bebauungsplan. Diese wurden individuell beurteilt und entsprechend abgelehnt oder zugestimmt. Grundsätzlich wurde Bauwerbern empfohlen, sich im Vorfeld an das Bauamt zu wenden, um im Einzelfall auch Kompromisse zu finden.

Handlungsempfehlungen für eine fahrradfreundliche Kommune

Die Ergebnisse der Vorbereisung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) wurden dem Gemeinderat mit dem entsprechenden Protokoll mitgeteilt. Insgesamt hat sich gezeigt, dass sich die Gemeinde Neuendettelsau schon gut mit dem Thema Radverkehr auseinandergesetzt hat. Dabei wurde unter anderem die wegweisende „grüne Beschilderung“ für das Radwegenetz als positiv gewertet.

Allerdings gab es auch eine Reihe von Handlungsempfehlungen.

So sollte beispielsweise alle 5-7 Jahre eine Haushaltsbefragung stattfinden. Zunächst bedarf es auch noch eines Grundsatzbeschlusses des Gemeinderates zur Förderung und Steigerung des Radverkehrs. Auch eine Netzplanung zur Lenkung der Verkehrsströme unter Beteiligung der Bürger wurde empfohlen. Für die Bauleitplanung wurde angeregt zukünftig vermehrt auch an Abstellanlagen für Fahrräder zu denken. Dabei wurde auch die Prüfung von Fördermöglichkeiten für Fahrradabstellanlagen mit Schließfächern für Helme angeregt.

Für die Öffentlichkeitsarbeit empfahl die Bewertungskommission verschiedene Aktionen, wie beispielsweise Stadtradeln, Zertifizierung „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ oder Möglichkeiten eines Lastenrades zum Verleih. Hilfreich für Alltagsradler wären auch die Veröffentlichung von Räum- und Streuplänen für Radwege auf der Homepage der Gemeinde sowie Routenpläne.

Insgesamt hat die Bewertungskommission der Gemeinde Neuendettelsau die Erfüllung der Erfordernisse für die Aufnahme in die AGFK bescheinigt. Die Auszeichnungsveranstaltung fand am 22. November in München statt. Vertreten war die Gemeinde dabei auch auf der Mitgliederversammlung der AGFK.

Ausbau der BAB 6

Im Zuge des Ausbaus der BAB6 waren die Gemeinden aufgefordert mitzuteilen, in welchen Bereichen der Bauwerkskreuzung künftig Geh- und Radwege zu berücksichtigen wären. Aus Sicht der Gemeinde bestehe hier kein Bedarf, da die Verbindung von Neuendettelsau nach Aich gut über Geichsenhof möglich ist. Bürgermeister Korn betonte dabei, dass man sich auch weiterhin für eine Abbiegespur an der Auffahrt zur Autobahn einsetze.

Im Anschluss an die letzte Sitzung des Jahres traf sich das Gremium traditionell zum zwanglosen Austausch mit Bratwurstessen in der Bahnhofswirtschaft.

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