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SPD Neuendettelsau

Geschichte - Die Chronik des Ortsvereins

Die Vorgeschichte

Zeugnisse über die Arbeiterbewegung in Neuendettelsau sind aus den 20er und 30er Jahren nur spärlich vorhanden. Es hat einen Arbeiter-, Turn- und Sportverein gegeben. Das jedenfalls geht aus den Protokollen des Gemeinderats hervor. Er wurde vermutlich aufgelöst, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Jedenfalls wurden seine Geräte konfisziert. Niederschriften und andere Unterlagen sind über ihn ebensowenig vorhanden wie über die Arbeit der Gewerkschaft oder der Partei. Gewerkschaftsmitglieder hatten es damals schwer in Neuendettelsau. Georg Hönig (Jahrgang 1906) berichtet anschaulich, wie er und Hans Muschler (geb. 1907) in Nürnberg Arbeit suchen mußten, nachdem sie während der Errichtung des Friedenshorts 1928 der IG Bau-Steine-Erden beigetreten waren.

 

In Neuendettelsau wurden sie geschnitten. Fünf Jahre fuhren die beiden Männer mit dem Fahrrad nach Nürnberg. Oft waren sie bei der Ankunft auf der Baustelle vom Regen so durchnäßt, daß erst die Klamotten am Ofen in der Baubude getrocknet werden mußten, bevor der Zehnstundentag angetreten werden konnte. Insgesamt war man von 5.00 Uhr früh bis etwa 20.00 Uhr unterwegs. Rund zehn Jahre hielten die Männer dieses Leben aus. Schließlich fanden sie bei der Firma Högner in Neuendettelsau Arbeit. Sicher waren es diese Erfahrungen, die beide - nach Kriegs - und Nachkriegszeit - bewogen, 1951 in den inzwischen aktiven SPD-Ortsverein einzutreten. Die Wahlergebnisse für die SPD in Neuendettelsau waren nicht überwältigend: Bei den letzten freien Walhlen 1932 um die 5%. Die Sozialdemokratie galt als marxistische Partei, als Ausruck des Proletariats, dem man Sinn für wichtigere Werte wie Kunst, Familie, Beruf, Vaterland regelrecht absprach, nur die wirtschaftliche Lage sei für die Sozialdemokraten interessant. So sinngemäß der damalige Rektor der "Anstalt" Hans Lauerer.

 

Die Gründung

Interessanterweise kam die Initiative zur Gründung eines SPD-Qrtsvereins nicht von "unten" , sondern von der Gemeindeverwaltung. Fritz Reichelt, wohnhaft Baustraße 1, wurde von Bürgermeister Errerd angeschrieben mit dem Wunsch, "die für die Einreichung von Wahlvorschlägen bestehenden Fragen mit den maßgeblich interessierten Kreisen der Bevölkerung zu besprechen" . Denn am 25. April 1948 sollten Kommunalwahlen stattfinden, und es war offenbar erwünscht, daß mehrere Listen zur Wahl gestellt wurden.

 

Elf Männer gingen am 25. März 1948 das Wagnis ein, in Neuendettelsau einen Ortsverein der SPD zu gründen. Die Zeit drängte, man wollte bis zur Kommunalwahl mit einer sozialdemokratischen Liste dabei sein. Folgender provisorischer Vorstand wurde gewählt: 1. Vorstand: Robert Held, Bahnhofstraße 20 Kassier: Fritz Reichelt, Baustraße 1 Schriftführer: Kurt Thiel, Heilsbronner Straße 3 Der Wahlvorschlag umfaßte die Namen Robert Held, Johann Lang, Gustav Hensel, Fritz Reichelt, Kurt Thiel und Johann Burkhardt.

 

Das Wahlergebniss: Liste 1 SPD 1030 Stimmen 0 Sitze Liste 2 FDP 849 Stimmen 0 Sitze Liste 3 Notgemeinschaft 5945 Stimmen 4 Sitze Liste 4 Liste der kleinen Leute 337 Stimmen 0 Sitze Liste 5 Einigkeit 18022 Stimmen 12 Sitze

So ging's weiter

Die Zeiten waren unsicher - politisch und wirtschaftlich. Tauschhandel und "Zigarettenwährung" blühten, für Geld bekam man fast nichts. Kein Wunder, daß auch die Organisatoren der Partei an die Kasse dachten, wie uns eines der wenigen erhaltenen Schreiben an den jungen Ortsverein kundtut: "Werte Genossen! Wie uns von zuverlässiger Seite bekanntgegeben wurde, ist mit der Durchführung der Währungsreform in den nächsten Tagen zu rechnen. Damit unsere Ortsvereine finanziell keine Pleite erleben, bitten wir alles vorhandene Geld auf ein Konto einzuzahlen". (10. Juni 1946) Wir wissen heute, daß die Währungsreform vom 18. Juni 1948, so notwendig sie war, die Teilung des ehemaligen Reiches voranbrachte: Sowjetzone einerseits, Westzonen andererseits, "Trizonesien", wie ein Spaßvogel sang; von Bundesrepublik war zunächst keine Rede. In den folgenden Monaten bestimmte die Auseinandersetzung um die Neugestaltung eines demokratischen deutschen Staates die große Parteiarbeit. Käte Strobel, damals Landtagsabgeordnete, verkündete in Ansbach: "Wir wollen teilnehmen an dem Aufbau einer neuen Demokratie, aber einer wirklich wahren Demokratie". Am 14. August 1949 ging die Bevölkerung an die Urnen, um das erste freie deutsche Parlament seit mehr als 16 Jahren zu wählen. Rund 11% der Stimmen gaben die hiesigen Bürger der SPD ein "gutes Ergebnis", wie man erfreut nach Ansbach meldete. Ein Jahr später bei den Landtagswahlen, am 26. November 1950, war der Stimmenanteil auf 16 % gestiegen. Mit Ludwig Ritter von Rudolph hatte die SPD in Neuendettelsau damals sogar einen Landtagsabgeordneten in ihren Reihen.

 

 

Von links: Karl Großberger, Rudolf Welsch, Hugo Dienelt, Hans Scheuerpflug, Otto Künneth, Franz Flügl, Willibald Weinhardt. Rudolf Welsch war einige Jahre der Motor des Vereins. Er organisierte die Versammlungen, war Schriftführer und Kassier. Der Mitgliederzuwachs in den 50er Jahren ist ein Ergenbis der damaligen Aktivitäten.

 

Sie zog 1952 zum ersten Mal mit einem Gemeinderat ins Rathaus ein: Hans Scheuerpflug. Die Liste "Einheit" stellte 13, der BHE zwei Sitze. Noch ein Mann aus unseren Reihen war damals erfolgreich: Hans Muschler wurde Kreisrat und blieb es bis zu seinem Tode 1969. Unter den Unterfangen für das Jahr 1952 findet sich ein Schriftstück mit Trauerrand. Es handelt sich um die Ankündigung des Todes von Kurt Schumacher. Erich Ollenhauer übernahm das Vermächtnis, die Partei in die Bundestagswahlen 1953 zu führen. Das Wahlergebnis brachte der SPD den Tiefpunkt in der Geschichte der Bundesrepublik, während CDU/CSU zu ihrem bis 1965 andauernden Höhenflugansetzte. Das Ergebnis bei uns: CSU 66 %, SPD 12 %!

Bei den Landtagswahlen des folgenden Jahres ändert sich kaum etwas: CSU 63%, SPD 13%. Hans Scheuerpflug entwickelte damals im Gemeinderat große Aktivität. Seiner Initiative ist es mit zu verdanken, daß erstmals im Ort Gelände und Mittel für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wurden. "Vereinslokal" war übrigens in jenen Zeiten zeitweise die Gaststätte "Rübezahl" in der Muna, an die sich bestimmt viele erinnern werden, Heute steht an der Stelle das Heim der Amateurfunker. Bei den Gemeinderatswahlen 1956 schaffte die SPD einen neuerlichen "Durchbruch", fortan war man mit zwei Gemeinderäten vertreten: Hans Scheuerpflug und Hans Muschler. Bei den gleichzeitig stattfindenden Bürgermeisterwahlen erreichte keiner der Kandidaten Alfred Kolb, Michael Errerd und Konrad Raum die absolute Mehrheit. So war auch diesmal ein zweiter Wahlgang erforderlich, aus dem am 8. April Alfred Kolb (CSU) als Sieger hervorging, der von allen politischen Gruppen geachtet 1960 und 1966 als einziger Bewerber mit großer Stimmenzahl im Amt bestätigt wurde. Es ist nahezu unmöglich, über die Geschicke des Ortsvereins im kommenden Jahrzehnt zu berichten. Es sind kaum Akten vorhanden. Immerhin fanden von Zeit zu Zeit Wahlen statt, und deren Ergebnisse lassen erkennen, daß auch bei uns der "Genosse Trend" zu Gast war. Die 57er Bundestagswahlen brachten der SPD hier mit 12% zwar keinen Verlust, aber die Union kam im Ort auf 75%- astronomisch selbst für eine anerkannte Staatspartei, was die Partei Adenauers damals eben war. Landtag 58 brachte der CSU Einbußen (62%), der SPD mäßige Gewinne (14%). Seit 1960 gibt es für die Kommunalparlamente den Sechsjahresrhythmus. Unsere Freunde Hans Muschler, Georg Hönig sen. und Herbert Elsner, die am 27. März 1960 erfolgreich waren, hatten also sechs Jahre Zeit, ihre Vorstellungern mit in die Gemeindepolitik einzubringen. Mit einem Wahlprogramm, das an Aktualität kaum etwas eingebüßt hat, hatte man sich kurz vor dem Wahlsonntag gestellt: "1.Weiterer Ausbau der Ortsstraßen und Fußsteige - 2. Fortführung des sozialen Wohnungsbaus,im verstärkten Maße, Beschaffung und Erschließung von Baugelände - 3. Verschönerung des Ortsbildes - 4. Die gemeindlichen Werke (Strom, Wasser, Abwasser) müssen dringend verstärkt und leistungsfähig gestaltet werden. Daher wählt Männer in den Gemeinderat und Kreistag, die keine persönlichen, geschäftlichen oder Gruppeninteressen wahrzunehmen haben, sondern frei, objektiv und unabhängig an die Arbeit gehen können, zum Besten der Gemeinde, zum Wohle aller ihrer Bürger". Die letzten Adenauer- und ersten - nicht erfolgreichen - Brandt -Wahlen 1961 brachten der CSU am Ort wieder 62%, der SPD einige Gewinne (16%), bei den Landtagswahlen 62 hielt sich die CSU, die SPD stieg auf 21%. Dieses Ergebnis ergab sich auch bei den Bundestagswahlen von 1965. Als 1966 wieder Landtagswahlen stattfanden, blieb die CSU mit 53% weit unter dem Vorjahresergebnis, die SPD verbesserte sich erneut geringfügig (24%). Bei den Bundestagswahlen von 1969 errang die SPD ihren bisher schönsten Erfolg: 29%. Die CSU kam auf ca. 58%. Landtag 1970 und Bundestag 1972 brachten uns 22 bzw. 28%, der CSU 56 bzw. 59% und der FDP 15 und 12%. Dazu muß angemerkt werden, daß die Wahl nach der Gebietsreform stattfand, die Neuendettelsau eine Reihe von traditionell der CSU fest verbundenen Ortsteilen bescherte. Da es sich um eine Neuendettelsauer Chronik handelt, wollen wir nicht versäumen, noch einen Blick auf die Kommunalwahlen zu werfen. Die Wahl vom 13. März 1966 brachte der SPD gegenüber 1960 zwar einen Stimmengewinn, aber den Verlust eines Sitzes. Georg Hönig sen. und Hans Muschler, nach dessen Tod Herbert Elsner nachrückte, waren unsere Stammhalter.

 

Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Vorsitzender wurde Hans Muschler 1968 von Gerhard Feustel abgelöst. Die Mitglieder dankten es dem Scheidenden, indem sie ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden wählten. Gerhard führte den OV bis zu seinem Wegzug 1977. In der Jahreshauptversammlung 1978 wurde Georg Hönig jun. gewählt und seitdem immer wieder bestätigt.

 

In den Jahren 1971 - 1972 erlebte der Ortsverein einen großen Aufschwung, der bis zum heutigen Tag spürbar ist. Auf der Suche nach gleichgesinnten Kandidaten für die Gemeinderatsliste traten 13 Frauen und Männer in den Ortsverein ein. Es war der größte Zuwachs in der Dettelsauer SPD-OV Geschichte, der Generationswechsel war vollzogen. Die Kommunalwahlen 1972 brachten der SPD einen großen Erfolg. Was niemand glaubte war eingetreten, mit Hans Werner Landshuter, Friedrich Weiß, Georg Hönig jr. und Herbert Elsner rückten zum ersten Mal vier Sozialdemokraten in den Gemeinderat ein. Hans Werner Landshuter erreichte als einziger SPDler aus dem Altlandkreis Ansbach ein Kreistagsmandat. Bedingt durch die bayerische Gebietsreform 1970 wurde der Großlandkreis Ansbach aus den ehemaligen Landkreisen Ansbach, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg gebildet. Die Übernahme der Bundesregierung 1969 brachte der SPD auch an der Basis einen spürbaren Motivationsschub. Steigende Wahlergebnisse und wachsende Mitgliederzahlen waren der Beleg. Gestärkt durch das gute Ergebnis bei den Kommunalwahlen 1972 feierte der Ortsverein 1973 seinen 25. Geburtstag. Die Festansprache hielt Konrad Porzner, Bundestagsabgeordneter aus Ansbach und parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. Die 1972 bei den Gemeindewahlen errungenen vier Mandate wurden 1978 gehalten. 1984 erhielten fünf Sozialdemokraten das Vertrauen der Wähler und zogen in den Gemeinderat ein, auch drei Kreisräte kamen aus unseren Reihen. Am 01. Oktober 1988 feierte der SPD- OV sein 40 jähriges Gründungsfest. Im dicht besetzten Sonnensaal hielt Karl Heinz Hiersemann MdL aus Erlangen die Festrede. Er war Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzender des Bezirkes Mittelfranken.

 

Landtagsabgeordneter Klaus Sommerkorn und Bürgermeister Dr. Herrmann Schreiber ehren Georg Hönig sen. ,bei der Feier zum 40 jährigem Gründungsfest, für seine lange Tätigkeit.

 

Mit Klaus Sommerkorn MdL, Gretl Schneider, Vorsitzende der SPD-Bezirkstagsfraktion, einigen SPD-Bürgermeistern, Kreisräten, Stadt- und Gemeinderäten und Abordnungen benachbarter Ortsvereine, kam viel Prominenz, um dieses Jubiläum mit uns zu feiern. Es war ein Höhepunkt unserer politischen Veranstaltungen. Die erfolgreiche Arbeit der SPD-Kommunalpolitiker wurde bei den Kommunalwahlen 1990 wieder mit einem sehr guten Ergebnis belohnt. Sieben Mandate wurden für den Gemeinderat errungen und wiederum zogen drei Dettelsauer SPDler in den Kreistag ein. Hans Werner Landshuter wurde vom Gemeinderat zum zweiten Bürgermeister von Neuendettelsau gewählt. Ein großer Erfolg für die Dettelsauer Sozialdemokraten. Zweihundert Stimmen fehlten Landshuter bei der Stichwahl zum ersten Bürgermeister. Doch feierten die Ortsvereins-Mitglieder und viele Wähler im Gasthof zur Sonne eine zünftige Wahlparty. Mit gewohnt politischer Verantwortung der SPD-Gemeinderäte wurde die Arbeit im Gemeinderat vorwärts gebracht.

Ein erneuter Erfolg bei den Kommunalwahlen 1996 blieb nicht aus. Der Wahlkampf war sehr stark auf das Bürgermeisteramt ausgerichtet, es bewarben sich schließlich drei Kandidaten: Der amtierende Bürgermeister Klenner CSU, der zweite Bürgermeister Landshuter SPD und Roth von den Freien Wählern. Es kam am 24. März zur Stichwahl, und hier ging Hans Werner Landshuter mit einer Mehrheit von 103 Stimmen als Sieger hervor, er wurde erster sozialdemokratischer Bürgermeister von Neuendettelsau. Bei der anschließenden Wahlparty gratulierten auch Wolfgang Gartzke MdL, Wolfgang Seidel, Bürgermeister aus Windsbach und wieder viele SPD-Wähler. Einen Sitz im Gemeinderat mußte die SPD zwar abgeben, jedoch mit Bürgermeister Landshuter als Verwaltungschef bleibt die SPD weiterhin zweitstärkste Fraktion im Gemeindeparlament. Wir werden weiterhin unsere politische Arbeit zum Besten der Gesamtgemeinde Neuendettelsau fortsetzen. Je ein Kreistagsmandat errangen wieder Hans Werner Landshuter und Friedrich Weiß für die SPD, Susanne Hoerner, die 16. Jahre im Kreistag für die SPD mitarbeitete, hatte nicht mehr kandidiert. Es muß noch hinzu gefügt werden, daß Hans Werner Landshuter seit 1990 auch Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion ist.

Ein Zeichen der größer werdenden Anerkennung der SPD waren auch die Ergebnisse der Landtags- und Bundestagswahlen. 1990 und 1994 kam die SPD in Neuendettelsau über die 30 % Hürde. Hier die Zweitstimmenergebnisse von 1994: Landtag: SPD 38,9 % CSU 45,2 % Grüne 6,1 % FDP 3 % Bundestag: SPD 32,7 % CSU 44,8 % Grüne 8,8 % FDP 6,9 % Zur Ortsvereinschronik gehören auch die internen gesellschaftlichen Veranstaltungen. Die alljährliche Grillparty, in den Anfängen nur von Mitgliedern und Familienangehörigen gefeiert, entwickelte sich mit den Jahren zu einem gut besuchten öffentlichen Grillfest. 1995 feierte der SPD-OV das 25ste Grillfest bei herrlichem Wetter mit der Neuendettelsauer Blaskapelle. Bürgermeister-Kandidat Hans Werner Landshuter verschenkte an die Frauen unter den Gästen rote Rosen. Begeistert waren die Grillgäste im Jahre 1996 von einem Auftritt des Tudiko-Chores aus Zaire. Ihre tänzerischen und vom Gesang begleiteten Darbietungen werden wohl einmalig bleiben. Dieser Chor, er war Gast des Missionswerkes, war mehrere Wochen in Bayern unterwegs. Großen Zulauf hat jedes Jahr die Kinderfaschingsveranstaltung des SPD-OV, als einzige öffentliche Kinderveranstaltung in Neuendettelsau.

Ermutigt durch die erfolgreiche Kommunalwahl 1996, veranstaltete der Ortsverein am 09. Februar 1997 einen Jahresempfang. Renate Schmidt aus Nürnberg, die Landesvorsitzende der Bayern SPD und Vorsitzende der Landtagsfraktion, wurde ihrem Ruf mit einer eindrucksvollen politischen Rede gerecht. Es war für die Dettelsauer SPD eine großartige Veranstaltung, über die große Zahl der Zuhörerinnen und Zuhörer haben wir uns gefreut. Zu einem Fest- und Ehrenabend lud der Ortsverein alle Mitglieder am 19. April 1997 in den Saal des Freizeitenheimes ein. Bei kaltem Büfett und Freibier war auch hier die Stimmung gut. Geehrt wurden Frauen und Männer für 25 Jahre, 30 Jahre und 45 Jahre treue Mitgliedschaft in der SPD. Die Ehrungen wurden vom Vorsitzenden Hönig, Bürgermeister Landshuter und Landtagsabgeordneten Wolfgang Gartzke vorgenommen, die Geehrten erhielten eine Urkunde und die silberne SPD-Ehrennadel. Im Augenblick ist der Ortsverein Neuendettelsau mit 83 Mitgliedern im Unterbezirk Ansbach der Viertgrößte. Am Sonntag, dem 28. März 1998 feierte der SPD-Ortsverein Neuendettelsau sein 50stes Gründungsfest, die Festrede hielt Ludwig Stiegler MdB, Vorsitzender der SPD-Landesgruppe Bayern.

 


Unser langjähriger Vors. Georg Hönig jun.

Nach dem plötzlichen Tod unseres langjährigen Vorsitzenden Georg Hönig jun. übernahm Klaus Müller 2001 den SPD-Vorsitz.

 

In der Kommunalwahl vom 03.03.2002 wurde unser 1. Bürgermeister Hans-Werner Landshuter mit 56,23 % klar in seinem Amt bestätigt. Irmgard Track, Helga Laich und Friedrich Weiß kandidierten für den Gemeinderat aus Altersgründen nicht mehr, trotzdem verlief die Wahl zum Gemeinderat äußerst erfolgreich. So konnten wir neben den "alten" Gemeinderäten Gerhard Templer, Jürgen Demas und Gottwald Dötzer auch die neuen Bischoff Birgit, Bettina Stein-Müller, Christoph Schmoll und Hartmut Schlund als Gemeinderäte beglückwünschen. Der Generationswechsel ist uns damit hervorragend gelungen. 30,25% bekamt die SPD bei der Kreistagswahl. Dies war im Landkreisschnitt ebenfalls ein gutes Ergebnis.

Im März 2005 wurde Frank Landshuter als neuer Vorsitzender gewählt, gleichberechtigte Stellvertreter wurden Robert Haderlein und Manfred Riedel.

 

Für die Kommunalwahl 2008 konnten wir ein neues SPD-Mitglied Diakon Manfred Riedel als Bürgermeisterkandidaten gewinnen. Unser SPD-Bürgermeister Hans-Werner Landshuter kandidierte aus Altersgründen nicht mehr. Von 3.665 abgegebenen Stimmen erhielt Manfred Riedel 1.079 Stimmen somit reichte es leider nicht zum ersten Bürgermeister. Neben Manfred Riedel wurden Birgit Bischoff, Gerhard Templer, Hartmut Schlund, Bettina Stein-Müller und Christoph Schmoll in den neuen Gemeinderat gewählt.

Nach der Kommunalwahl 2008 bis 2010 übernahm Erwin Jungmann den SPD Vorsitz, gleichberechtigte Stellvertreter waren Jan Kramer und Frank Landshuter.

Der Nachfolger für den 2010 ausscheidenten Gemeinderat Gerhard Templer wurde Bernd Meyer.

Am 9. Oktober 2010 fand im Hotel Gashaus Sonne unsere Hauptversammlung mit Neuwahlen statt. Gewählt wurden:

1. Vorsitzender: Jan Kramer

2. Vorsitzende: Erwin Jungmann und Frank Landshuter

Schriftführerin: Leonie Mundkowski- Link

Kassier: Beate Frey

2012 schied Bettina Stein-Müller aus dem Gemeinderat aus ihr Nachfolger wurde Frank Landshuter.

Im März 2012 wurde Frank Landshuter als 1. Vorsitzender gewählt. Sein Vertreter wurde Jan Kramer.

Neues Auszählungsverfahren kostete einen Sitz im Gemeinderat
Das zur Kommunalwahl 2014 neu eingeführe Auszählungsverfahren nach "Hare-Niemeyer" kostete der SPD Gemeinderatsfraktion einen Sitz. Es fehlten nur 242 Stimmen für sechs SPD Gemeinderäte. Gemeinderat Hartmut Schlund trat nicht mehr an. Dass 2014 kein SPD Bürgermeisterkandidat gefunden wurde hätte nur geringe Auswirkungen auf die Sitzverteilung gehabt. Es wäre dann sogar ein zusätzlicher Sitz für die CSU möglich gewesen. Folgende Gemeinderäte wurden wieder gewählt: Birgit Bischoff, Manfred Riedel, Gottwald Dötzer, Bend Meyer und Christoph Schmoll.

In der Hauptversammlung am 23. Oktober 2014 wurde 1. Vors. Frank Landshuter einstimmig in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter wurde Jürgen Hönig.

 

1. Bürgermeister der SPD

1996 - 2008 Hans-Werner Landshuter

Kreisräte der SPD

1952 - 1969 Hans Muschler

1972 - 2008 Hans-Werner Landshuter

1978 - 2002 Friedrich Weiß

1978 - 1984 Susanne Hoerner

1986 - 1996 Susanne Hoerner

2008 - 2014 Bettina Stein-Müller

Gemeinderäte der SPD

1952 - 1960 Hans Scheuerpflug

1956 - 1969 Hans Muschler

1960 - 1972 Georg Hönig sen.

1960 - 1966 Herbert Elsner

1969 - 1975 Herbert Elsner

1972 - 1996 Hans-Werner Landshuter

1972 - 2002 Friedrich Weiß

1972 - 2001 Georg Hönig jun.

1975 - 1984 Gerhard Czorniak

1984 - 2010 Gerhard Templer

1984 - 1996 Friedrich Langholf

1990 - 2002 Helga Laich

1990 - 1993 Ulrich Mittelstädt Dr.

1993 - 2002 Irmgard Track

1996 - 2008 Jürgen Demas

2002 - 2011 Bettina Stein-Müller

2001 - heute Gottwald Dötzer

2002 - heute Bischoff Birgit

2002 - heute Christoph Schmoll

2002 - 2014 Hartmut Schlund

2008 - heute Manfred Riedel

2010 - heute Bernd Meyer

2011 - 2014 Frank Landshuter