13.01.2020 in Umwelt

Klimaschutz in Neuendettelsau – aber wie?

 

Am Montag, 20. Januar um 18 Uhr findet im Hotel Sonne Neuendettelsau eine Veranstaltung mit MdB Carsten Träger, Umweltpolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion und Christoph Schmoll, SPD Bürgermeisterkandidat statt.

Dabei geht es um Konzepte für Neuendettelsau, wie wir hier vor Ort den Klimaschutz aktiv voranbringen können und welche Vorgehensweisen dafür geeignet sind. MdB Träger schildert, was die Bundespolitik für die Menschen auf der kommunalen Ebene getan hat, aktuell macht bzw. in Zukunft machen könnte. Christoph Schmoll erklärt die konkret in Neuendettelsau initiierten und noch geplanten Vorhaben.

 

Nach den beiden Kurzvorträgen besteht die Möglichkeit für Fragen und den Austausch untereinander.

 

21.10.2019 in Umwelt

Das Klärwerk als Energieverkäufer?

 

Das Klärwerk als Energieverkäufer

Die Idee vom energieautarken Dorf.

Der Stromverbrauch soll bis 2050 zu 80% durch erneuerbare Energie, d.h. durch Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biogas, möglichst dezentral gedeckt werden. Alle diese alternativen Energien funktionieren nicht immer oder dauerhaft, denn Sonne und Wind stehen nicht regelmäßig zur Verfügung. Es müssen also Speichertechniken entwickelt oder bekannte ausgebaut werden. Dazu brauchen wir außerdem eine bessere Wärmedämmung.

Mit diesen konkreten Antworten auf den Klimawandel beschäftigt sich seit Oktober 2018 der „Arbeitskreis Klimawandel“ innerhalb des SPD-Ortsvereins Neuendettelsau.

Zusammen mit dem Neuendettelsauer SPD-Bürgermeister-Kandidaten Christoph Schmoll, den Vorstandsmitgliedern Andreas Riechelmann und Dietrich Tramsen hatte der Arbeitskreis zu einer Expertenanhörung eingeladen: MdB Carsten Träger, Fürth, Staatssekretär Florian Pronold, München/Berlin, Prof. Dr. Eberhard Schlücker, Erlangen, Jürgen Nadler, Keyou-emission-free-technology, Unterschleißheim.

Andreas Riechelmann hob neben einzelnen Aktivitäten des AK Klimawandels besonders den Besuch des Arbeitskreises bei der Firma „Hydrogeniums Technologies GmbH“ in Erlangen hervor. Die Firma Hydrogenius baut Anlagen zur Speicherung von Wasserstoff in einer Flüssigkeit. Wasserstoff lässt sich leicht mit elektrischer Energie aus Wasser gewinnen. Bei der Nutzung entsteht dann als Verbrennungsprodukt lediglich Wasserdampf oder bei Verwendung in einer Brennstoffzelle wieder elektrischer Strom und Wärme. Wenn Wasserstoff in der Flüssigkeit LOHC gespeichert wird, lässt er sich als Energieträger mit der bestehenden Infrastruktur (z. B. Schiff, Tankfahrzeuge oder Pipelines) gefahrlos transportieren, lagern und mit geringstem Aufwand aus der Flüssigkeit herausholen und nutzen.

Hier knüpfte Prof. Eberhard Schlücker an mit dem Hinweis, dass der zentrale Aspekt der Klimadiskussion die Energie ist. Denn daraus resultiert bevorzugt der nun schon messbare Treibhauseffekt. In diesem Zusammenhang kritisierte er die zu starke auch politische Hinwendung zur Batterie als Energiespeicher. Er wies unter anderem darauf hin, dass Batterien aus Lithium aufgebaut sind. Und dieser Baustein wird in Zukunft Mangelware aufgrund der großflächigen Umweltzerstörung bei dessen Gewinnung werden. Daher ist für ihn aus wissenschaftlicher Sicht der Favorit für eine energetische Grundversorgung der Wasserstoff.

Für Schlücker bieten Kläranlagen eine Fülle von Möglichkeiten. Hier kann Sauerstoff für den Klärprozess und die Abwärme für die Klärschlammtrocknung genutzt werden, während der Wasserstoff eingespeichert und einer Energieverbrauchsnutzung zugeführt wird. Damit sind für Schlücker auch andere Geschäftsmodelle möglich, wenn beispielsweise eine Kläranlage zum Energieverkäufer werden kann. Er plädiert daher für eine dezentrale Energieversorgung und für Teilhabe der Menschen einer Gemeinde am Energiezentrum „in der Mitte“.  Nur so sind die Menschen daran interessiert, dieses Energiesystem wirtschaftlich, effizient und nachhaltig zu machen.

Aus diesen Überlegungen heraus hat Schlückers die Idee eines „Energie-autarken-Dorfes“ entwickelt. Diesen Überlegungen sagten die beiden Bundespolitiker, Staatssekretär Florian Pronold und MdB Carsten Träger ihre Unterstützung zu.

 Ergänzend dazu stellte Jürgen Nadler, Keyou, seine Ausführungen unter das Thema: „der Verbrennungsmotor wird als Wasserstoffverbrenner grün“. Keyou liefert Ingenieurdienstleistungen, damit Fahrzeughersteller, besonders für Nutzungsfahrzeuge, mit Hilfe des Wasserstoffmotors einen fast emissionsfreien Motor herstellen können. Und so bezeichnet Nadler den Wasserstoff als das Öl der Zukunft. Die beiden Bundestagsabgeordneten wollen den Wasserstoffverbrenner ebenso mit in ihre politische Arbeit nehmen wie die Überlegungen von Prof. Dr. Eberhardt Schlücker zum energieautarken Dorf.

 

13.08.2019 in Umwelt

Wasserstoff – schon länger ein Thema im AK Klima der SPD Neuendettelsau

 

Nicht erst seit Söders Ankündigung in Mittelfranken ein Wasserstoff Zentrum zu gründen beschäftigt sich der AK Klima der SPD Neuendettelsau mit dem Thema Wasserstoff. Unter Federführung von Dietrich Tramsen und Andreas Riechelmann wurden Konzepte zur Energieversorgung erarbeitet, die auch für Neuendettelsau Antworten liefern können.

Alternative Energiekonzepte müssen auf Grund der geplanten Ausstiege aus konventioneller Technik vorangebracht werden. Dabei wird neben Biogas, Windkraft, Solar- und -wasserkraft besonders Wasserstoff an Bedeutung gewinnen. Wasserstoff als Energieträger und Alternative zum Verbrennungsmotor, scheint eine weitaus bessere Technologie im Vergleich zu Lithium-Ionen Zellen zu sein. Denn neben der noch fehlenden Infrastruktur und den massiven Menschenrechtsverletzungen bei der Rohstoffbeschaffung, soll die einzige Batteriefabrik von dem chinesischen Unternehmen CATL errichtet werden.

Wasserstoff lässt sich leicht mit elektrischer Energie aus Wasser gewinnen. Bei der Nutzung entsteht dann als Verbrennungsprodukt lediglich Wasserdampf oder bei der Verwendung einer Brennstoffzelle wieder elektrischer Strom und Wärme.

Problematisch am Wasserstoff ist nur der Transport oder die Lagerung, denn Wasserstoff ist höchst entzündlich. Die sogenannte „Liquid Organic Hydrogen Carriers“ (LOHC) beheben dieses Problem. Diese Flüssigkeit selbst reagiert nicht und der darin gespeicherte Wasserstoff ist ebenfalls nicht mehr brennbar oder explosiv. Damit lässt sich Wasserstoff als Energieträger mit der bestehenden Infrastruktur weltweit gefahrlos transportieren und mit geringstem Aufwand aus der Flüssigkeit herausholen und nutzen.

Wir werden uns im Gemeinderat dafür einsetzen, diese Technologie auch für Neuendettelsau nutzbar zu machen. Das wird ein sehr langer Prozess, der aber jetzt angegangen werden muss, damit unsere Kinder zukünftig davon profitieren können.

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15.07.2019 in Umwelt

Energieversorgung der Zukunft

 

Die SPD Fraktion Neuendettelsau stellt folgenden Antrag im Gemeinderat: Der Bürgermeister wird beauftragt zur Information des Gemeinderates über regenerative Energiesysteme und Energieeffizienz einen ausgewiesenen Fachmann/eine Fachfrau zu beauftragen.

Mögliche Themen können dabei sein:

  • Regenerative Energiespeicherung
  • Wasserstoff für die energetische Versorgung
  • Liquid-Organic-Hydrogen-Carrier
  • Energieautarke Kommune

Auch für Neuendettelsau müssen wir Antworten darauf finden, wie wir auf gemeindlicher Ebene dem Klimawandel entgegentreten. Dazu bedarf es umfassender wissenschaftlicher Fachinformationen.

 

08.05.2019 in Umwelt

Der Klimawandel geht alle an

 

SPD Neuendettelsau gründet Arbeitskreis Klimawandel

Auch für Neuendettelsau müssen wir Antworten darauf finden, wie wir auf gemeindlicher Ebene dem Klimawandel entgegentreten. Fragen zur Wärmeerzeugung und Versorgung, Vorgaben des Gemeinderates an Neubauten und der gemeindliche Fuhrpark sind nur eine kleine Auswahl dieses Themenkomplexes.

Im Herbst 2018 gründete der Ortsverein deshalb den Arbeitskreis Klimawandel, dessen Sprecher Andreas Riechelmann und Dietrich Tramsen sind. Im Arbeitskreis wurden folgende Themen konzeptionell behandelt und begonnen diese auszuarbeiten: Energieversorgung/Verkehr, Arbeitsmarkt, Landwirtschaft, Grundversorgung, Gesundheit und Ernährung. Auch in der Kreis- und Bezirks-SPD wurde das Konzept inzwischen beraten und grundlegend angenommen.

Bei der Energieversorgung gilt es die bundesweiten Konzepte auf kommunaler Ebene anzuwenden oder anzupassen. Alternative Energiekonzepte müssen auf Grund der geplanten Ausstiege aus konventioneller Technik vorangebracht werden. Dabei wird neben Biogas, Windkraft, Solar- und -wasserkraft besonders Wasserstoff an Bedeutung gewinnen. Wasserstoff als Energieträger und Alternative zum Verbrennungsmotor, scheint eine weitaus bessere Technologie im Vergleich zu Lithium-Ionen Zellen zu sein. Denn neben der noch fehlenden Infrastruktur und den massiven Menschenrechtsverletzungen bei der Rohstoffbeschaffung, soll die einzige Batteriefabrik von dem chinesischen Unternehmen CATL erreichtet werden.

Deswegen haben wir uns bei der Firma Hydrogenious Technologies GmbH in Erlangen zu Wasserstoff als alternativem Energieträger erkundigt. Hydrogenius wurde aus einem Forschungsvorhaben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ausgegliedert. Wir haben die SPD-Oberbürgermeister aus Fürth und Erlangen, sowie zwei SPD-Bundestagsabgeordnete zum Besuch der Firma eingeladen. Wasserstoff lässt sich leicht mit elektrischer Energie aus Wasser gewinnen. Bei der Nutzung entsteht dann als Verbrennungsprodukt lediglich Wasserdampf oder bei der Verwendung einer Brennstoffzelle wieder elektrischer Strom und Wärme.

Problematisch am Wasserstoff ist nur der Transport oder die Lagerung, denn Wasserstoff ist höchst entzündlich. Hydrogenious baut Anlagen zur Speicherung von Wasserstoff als Flüssigkeit, die sogenannte „Liquid Organic Hydrogen Carriers“ (LOHC). Diese Flüssigkeit selbst reagiert nicht und der darin gespeicherte Wasserstoff ist ebenfalls nicht mehr brennbar oder explosiv. Damit lässt sich Wasserstoff als Energieträger mit der bestehenden Infrastruktur weltweit gefahrlos transportieren und mit geringstem Aufwand aus der Flüssigkeit herausholen und nutzen.

Wir werden hinterfragen, warum diese Technik politisch nicht intensiver beworben und genutzt wird. Natürlich werden wir im Arbeitskreis auch die anderen genannten Themen intensiv und von alles Seiten beleuchten.