Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 28. April 2025

Veröffentlicht am 02.05.2025 in Gemeinderat

Bürgertreff ist wichtig für den Ort und die Vernetzung von Menschen

Bereits im Jahr 2008 wurde das lokale Bündnis für Familie auf Initiative der SPD Neuendettelsau als gemeinnütziger Verein gegründet. Inzwischen haben sich unter diesem Dach der Bürgertreff,

das Dorfkino, das Basarteam, der Sichere Hafen und das Bündnis für Demokratie und Zusammenhalt zusammengefunden.

Aktivitäten des Bündnisses waren in den letzten Monaten beispielsweise die Mitarbeit in der ISEK-Steuerungsgruppe der Gemeinde, die Ausstellung „Einsamkeit“, die Entwicklung der Vortragsreihe „Lichtgestalten“, die Lebensmittelrettung, der Musikalische Frühschoppen im Missionsgarten und die Mitveranstaltung der Ausstellung „Hope in Darkness“.

In der jüngsten Sitzung berichtete der Vorsitzende des Bündnisses für Familie, Eckard Dürr über die bisherige und aktuelle Entwicklung des Bürgertreffs.

https://buergertreff-neuendettelsau.de/

Viele gut angenommene Angebote

Dank der Förderung der Julius-Itzel-Stiftung und des Engagements vieler Ehrenamtlicher konnte dieser im April 2023 in der Passage eröffnet werden. Inzwischen haben sich in kurzer Zeit eine ganze Reihe von Dauer-Angeboten etabliert. Neben Stricken & Plaudern gibt es ein Trauercafé, eine Digital-Sprechstunde und einen Reparaturtreff. Dieser ist besonders gut frequentiert. Ebenso sehr gut angenommen wird das Dorfkino.

Auch der Mittagstisch für Senioren durch den Seniorenbeirat hat im Bürgertreff einen Platz gefunden.

Wichtige Angebote sind außerdem Vorträge und Kulturveranstaltungen.

Der Bürgertreff hat sich durch den Gesprächskreis „Deutsch International“ und durch die Zusammenarbeit mit dem Bereich Wohnen zu einem wichtigen Ort der Integration entwickelt.

Räumlich kommt der Bürgertreff insbesondere durch die Inanspruchnahme verschiedener Vereine an seine Grenzen, so Eckard Dürr. Die Nachfrage würde steigen und manchmal wäre ein zweiter Raum erforderlich. Gerne würde das Bündnis für Familie auch eine Fahrrad-Werkstatt aufbauen, so der Vorsitzende Eckard Dürr.

Vernetzung von Menschen und Gruppierungen

Da die Förderung der Julius-Itzel-Stiftung nur noch drei Jahre läuft und auch der Mietvertrag mit festen Konditionen begrenzt ist, sucht das Bündnis für Familie nach größeren Räumlichkeiten in der Ortsmitte. Eckard Dürr brachte dabei das „Deuerlein-Haus“ ins Gespräch und warb im Gremium um Unterstützung. Er könne sich auch vorstellen, dass sich mehrere Vereine zusammenschließen

Für Christoph Schmoll (SPD) ist der Bürgertreff in und für Neuendettelsau nicht mehr wegzudenken. „Unterschiedliche Menschen und Gruppierungen werden hier vernetzt und zusammengebracht,“ so der Bürgermeister. Im Hinblick auf die Zukunft sagte er zu: “Wir werden eine Lösung finden.“

Gemeinderat Christian Scheuerpflug (SPD) bedankte sich für das große Engagement der Ehrenamtlichen und würdigte was in so kurzer Zeit geleistet wurde.

Mehr Schutz für Fußgänger und Radfahrende

Nachdem die Ortsverbindung zwischen Neuendettelsau und Wernsbach schon seit langem ein Thema im Gemeinderat ist, wurde jetzt auf Beschluss des Gemeinderates durch ein Fachbüro ein Vergleich von zwei verschiedenen Varianten für eine sichere Rad- und Gehwegverbindung zur Wernsmühle vorgestellt. „Schon seit vielen Jahren und mehreren Legislaturperioden beschäftigen wir uns mit einer Verbindung entlang der Kläranlage. Wir brauchen jetzt endlich eine sichere Rad- und Gehwegführung, eine gute Gesamtlösung und auch keine Kompromisse“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.

Aus Sicht der Fachplaner wäre es eine Möglichkeit die Verbindung zwischen der Windsbacher Straße auf der nördlichen Waldseite bis zur Kläranlage mit einer Straßenüberquerung zu dem vorhandenen Fuß- und Radweg zu führen. Die zweite Variante schlägt eine Verschiebung der Straße nach Norden auf die Waldseite vor. Dabei wäre keine Querung erforderlich. Diese Möglichkeit würde unter Einbeziehung der staatlichen Förderung für die Gemeinde allerdings 900.000 Euro kosten.

Kosten sparen

Nachdem während der Sitzung der Vorschlag kam, die Maßnahme mit einer Sanierung der Ortsverbindungsstraße zu verbinden, wurde jetzt eine zweistufige Vorgehensweise beschlossen. Zunächst soll geprüft werden, ob der derzeitige Straßenzustand einer Sanierung bedarf. Dabei kämen die Gesamtkosten für die Verschiebung und Sanierung der Straße nach Abzug der Fördermittel auf Kosten von ca. 600.000 Tausend Euro. Falls es keiner nachweisbaren Straßensanierung bedarf soll die Variante mit einer Querung mit Kosten für die Gemeinde in Höhe von 400.000 Euro weiter final geplant werden.

Seitens des Gremiums war man sich einig, dass insbesondere durch die zunehmende Rennstrecke von Motorrad- und Autofahrern, mehr Schutz für Fußgänger und Radfahrende nötig ist.

Zuschuss für den Turn- und Sportclub Neuendettelsau e. V. (TSC)

Einen Zuschuss für den Fensteraustausch im Vereinsheim des TSC an der Heilsbronner Straße

in einer Höhe von bis zu 10 % der nachgewiesenen Kosten bis insgesamt maximal 2.602 € hat das Gremium in Aussicht gestellt.

Voraussetzung sind die gleichzeitige Bezuschussung durch den Bayerischen Sportverband und durch das Landratsamt Ansbach.

Bauangelegenheiten

Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage

Im Rahmen einer Bauvoranfrage wurden Befreiungen von den Festsetzungen des

Bebauungsplanes in der „Froschlach Birkig“ hinsichtlich der Überschreitung der Baugrenze, der

Kniestockhöhe und der Dachüberstände zugestimmt.

Neubau einer Beherbergungsstätte in Wollersdorf

Einer Bauvoranfrage über den Neubau einer Beherbergungsstätte mit Fremdenzimmern mit insgesamt 10 Betten in Wollersdorf wurde eine Zustimmung in Aussicht gestellt.

Einbau einer Ferienwohnung in eine bestehende Scheune

Dem Einbau einer Ferienwohnung in eine bestehende Scheune in Haag stimmte das Gremium zu.

Anbau eines Einfamilienhauses

Dem Abbruch einer alten Halle sowie dem Anbau eines Einfamilienhauses in Wollersdorf wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Tätigkeitsbericht der Integrationsbeauftragten

Nach einer siebenmonatigen Tätigkeit hat die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Susanne Wittmann, ihren ersten Tätigkeitsbericht vorgelegt.

Durch die Belegung der Gemeinschaftsunterkunft in der Johann-Flierl-Straße 27 (Selma-Haffner-Haus) im September war sie hauptsächlich mit der Begrüßung der Geflüchteten, dem Erstkontakt mit ihnen sowie der Unterstützung ihrer Eingewöhnung betraut.

Parallel zu diesen Tätigkeiten betrieb sie intensive Vernetzungsarbeit, unter anderem

mit Verantwortlichen im Sportverein, der örtlichen Gemeindeverwaltung, der

kommunalen Jugendarbeit, den Ehrenamtlichen des Sicheren Hafens, den Leitungen

der Kindertagesstätten und der Schulen sowie den Kolleginnen und Kollegen im Landkreis

Seit Jahresbeginn 2025 hat Frau Wittmann feste Sprechzeiten für die Geflüchteten eingeführt.

In ihrer Integrationsarbeit konzentriert sie sich auf die Bereiche Bildung, Ausbildung und Beruf. Sie Strebt dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen, Kindergärten und der kommunalen Jugendarbeit an.

In Zusammenarbeit mit dem Migranten Herrn Moneer Ballish plant sie Workshops und Kunstprojekte zu seinem Kinderbuch „Rahil - Flucht in ein neues Leben“.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die konkrete kommunale Integration von Geflüchteten. So konnte sie inzwischen einige junge Männer im Unified-Fußball-Team von Diakoneo unterbringen. Auch beim vom TSC Neuendettelsau und dem Sichern Hafen veranstalteten „Internationalen Neuendettelsau Cup“ war die Beteiligung Geflüchteter hoch.

Daneben konnte sie bereits ein Dutzend gespendeter Fahrräder an Geflüchtete

weitergeben und damit zum einen deren Mobilitätsradius erhöhen, zum anderen aber

auch über Hilfe bei der Fahrradreparatur durch eine Privatperson persönliche

Kontakte knüpfen. Diese Kontakte sollen durch das Angebot von regelmäßig stattfindenden Fahrrad-Reparatur-Workshops intensiviert werden.

Außerdem organisierte sie, dass ein Teil der Wanderausstellung „Hope in Darkness“ nach

Neuendettelsau kam.

Ziel der Integrationsbeauftragten Susanne Wittmann ist es, in den nächsten Wochen und Monaten die Kontakte zu den Geflüchteten zu erweitern und Migranten aus allen Unterkünften und den Privatwohnungen zu erreichen. Geplante Aktionen dabei sind integrative Projekte wie Treffen zu gemeinsamem Handwerken oder Handarbeiten mit dem Ziel, verkaufbare Gegenstände herzustellen, gemeinsames Kochen von jeweils landetypischen Speisen und anschließendem gemeinschaftlichen Essen, lockere Treffen zum Sprechen-Üben im Rahmen eines Sprach-Cafés, Hausaufgabenhilfe sowie Bastel- und Spieltreffs für Kinder.

Auch plant sie die Vorbereitung und Durchführung von Ständen bei verschiedenen gemeindlichen

Veranstaltungen (Fest der weltweiten Kirche, Gemeindefest, Weihnachtsmarkt) und

ein Kunstprojekt mit einem afghanischen Fotografen zum Thema „Meine

Geschichte“. Auch mögliche Tandemprojekte mit deutschen und ausländischen Kindern sind in der Planung.

Ehrenamtsarbeit von Geflüchteten

Ab 1. Mai wird die vakante Stelle der Flüchtlings- und Integrationsberatung für das Übergangswohnheim in der Wilhelm-Löhe-Straße 6 und die Gemeinschaftsunterkunft in der Heilsbronner Straße 1 a neu besetzt. Die Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Ansbach wird auch für aus den Unterkünften ausgezogene Personen und Familien im Gemeindegebiet von Neuendettelsau zuständig sein. Angestellt ist sie vom Diakonischen Werk Ansbach.

In Zusammenarbeit mit dem Bereich Wohnen von Diakoneo startete die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Susanne Wittmann, im März das Projekt „Ehrenamtsarbeit für Geflüchtete“. Hier wurde den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft in der Johann-Flierl-Straße 27 das Angebot gemacht, gegen Erhalt einer Ehrenamtsurkunde unentgeltlich in die Bereiche Küche, unmittelbare Arbeit mit Menschen mit Behinderung und hausmeisterliche Tätigkeiten hineinschnuppern zu dürfen. Dabei besteht die Option einer späteren Anstellung.

Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge in der Feuerwehr, der Grund- und Mittelschule sowie dem Bauhof werden von der Gemeindeverwaltung organisiert.