03.03.2026 in Topartikel Gemeinderat
Der Schulverbund Ansbach-Ost bereitet sich auf eine strukturelle Neuausrichtung vor. Mit einem nun abgestimmten Änderungsvertrag schaffen die beteiligten Kommunen die rechtliche Sicherheit für den Fortbestand des Verbunds, während die Mittelschule Heilsbronn-Petersaurach planmäßig zum Ende des laufenden Schuljahres aufgelöst wird.
Rechtliche Absicherung durch „Änderungsvertrag“ Um einen nahtlosen Übergang in einen neuen Schulverbund Ansbach-Ost zu gewährleisten, einigte sich die Verbundversammlung zunächst auf einen sogenannten „Auflösungsvertrag“ als notwendigen Zwischenschritt.
Im Anschluss sollte von den Sachaufwandsträgern der Schule ein neuer Verbundvertrag ausgehandelt und abgeschlossen werden.
Damit wird sichergestellt, dass zu keinem Zeitpunkt ein vertragsloser Zustand eintritt, bevor die Regierung von Mittelfranken die endgültige Neugliederung des Sprengels per Rechtsverordnung abgeschlossen hat.
Weiterhin stabile wohnortnahe Mittelschullandschaft Durch einen Änderungsvertrag ist der Weg frei für die Neuverhandlung eines umfassenden Verbundvertrages zwischen den verbleibenden Partnern. Ziel ist es, die Mittelschullandschaft in der Region stabil aufzustellen und den Schülern aus Neuendettelsau, Windsbach und den umliegenden Gemeinden weiterhin eine gute wohnortnahe Mittelschulbildung zu garantieren.
Der Gemeinderat stimmte dem 2. Änderungsvertrages zu.
Der Gemeinderat Neuendettelsau hat in der jüngsten Sitzung der Beschaffung eines gemeinsamen Pools an mobilen Straßensperren für Veranstaltungen, darunter zwei „Armis One“ und vier „CitySafes“, in Kooperation mit Windsbach, Petersaurach und Sachsen bei Ansbach zugestimmt. Mit diesem Absperrmaterial kann die jeweilige Kommune ihr bisheriges Absperrkonzept ergänzen und Veranstaltungen absichern.
https://conselgroup.com/wp-content/uploads/2024/08/ARMIS-ONE-new-version-2024.pdf
https://www.silbitz-group.com/de/silbitz-secure.html
Durch die interkommunale Zusammenarbeit, die auch die Einbringung von Bestandsgeräten der Stadt Windsbach beinhaltet, wird die Veranstaltungssicherheit optimiert. Der Anteil für Neuendettelsau beträgt rund 20.000 Euro.
Generationswechsel bei der Feuerwehr Aich-Mausendorf
Gemeinderat bestätigt neue Kommandantur
Nachdem das langjährige Führungsduo der Freiwilligen Feuerwehr Aich-Mausendorf, Jürgen Schwarz und Harald Mayer, im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 6. Dezember 2025 ihre Ämter zur Verfügung gestellt hatten, bestätigte der Gemeinderat Neuendettelsau in seiner jüngsten Sitzung nun offiziell die Wahl der Nachfolger. Beide traten vorzeitig zurück, um den Weg für die jüngere Generation freizumachen. Die aktive Mannschaft wählte Tony Hohenleitner zum neuen Kommandanten und Benjamin Braun zu seinem Stellvertreter.
Die offizielle Bestätigung durch die Gemeinde erfolgte nach vorliegendem Einvernehmen des Kreisbrandrates. Da beide Führungskräfte neu in diese Rollen hineinwachsen, ist die Bestätigung mit der Auflage verbunden, die erforderlichen Qualifikationen – den Lehrgang „Gruppenführer“ innerhalb eines Jahres sowie den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ innerhalb von zwei Jahren – nachzuweisen.
Die Gemeinde Neuendettelsau beabsichtigt, das im Gemeindeeigentum befindliche Areal nördlich der Weißenbronner Straße im Ortsteil Aich als neues Wohngebiet zu entwickeln.
Auf ca. 0,8 Hektar Nettobauland sollen mindestens 13 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Der Ausgleich für den Naturschutz soll direkt vor Ort durch die Aufwertung bestehender Grünflächen und Streuobstwiesen erfolgen. Die Entwässerung wird nachhaltig über Retentionszisternen und Versickerung geregelt.
Entlastung für Bauamt und Haushalt Da das kommunale Bauamt durch Großprojekte wie den Schulneubau derzeit personell voll ausgelastet ist, soll die die Planung und Umsetzung des Gebiets „Aich Nord“ an einen externen Projektierer werden.
„Ein Aufschub ist angesichts der hohen Nachfrage unserer Bürger nach Bauland nicht zielführend“, so Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD). Zudem sichert der zeitnahe Verkauf der Flächen den Rückfluss bereits investierter Finanzmittel in den Haushalt.
Eine erfahrene Baufirma als Projektierer soll das gesamte Bauleitplanverfahren, die Erschließung sowie den Verkauf übernehmen.
Aus Sicht von Gemeinderat Manfred Riedel (SPD) ist es wichtig, dass in einem städtebaulichen Vertrag ein entsprechendes Punktesystem geregelt wird, dass auch Einheimische eine Chance haben ein Baugrundstück zu erwerben.
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einen Entwurf für einen städtebaulichen Vertrag zu erstellen. Damit kann anschließend dann eine Ausschreibung an entsprechende Projektierer erfolgen.
Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zum Bauantrag für ein Vorhaben im Baugebiet „Nördlich der Bahnhofstraße“ obwohl dieser vom Bebauungsplan abweicht. Ein versetztes Pultdach soll die optimale Nutzung von Photovoltaik und Wärmepumpe ermöglichen. Zudem sind geringfügige Überschreitungen der Baugrenzen vorgesehen, um eine spätere Nachverdichtung auf dem Grundstück zu erleichtern. Da die Verkehrssicherheit gewährt bleibt und eine 9,6 m³ große Zisterne geplant ist, bewertete das Bauamt das Vorhaben als städtebaulich sinnvoll.
Die Gemeinde muss am Bahnhofsvorplatz zwei Robinien aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernen. Während bei einer Kugelrobinie die Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist, weist eine 17 Meter hohe Robinie starken Pilzbefall und Kronenschäden auf. Eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht vertretbar und böte keine dauerhafte Erhaltungsgarantie.
Im Sinne der kommunalen Selbstverpflichtung leistet die Gemeinde vollumfänglichen Ersatz. Insgesamt sollen vier neue Bäume gepflanzt werden. Zwei davon direkt am Bahnhofsvorplatz und zwei weitere am Spielplatz an der Eichenstraße.
Der Gemeinderat stimmt der Fällung der Bäume und der Ersatzpflanzungen zu
Die Gemeinde Neuendettelsau setzt ein klares Zeichen für Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb hat der Gemeinderat eine ergänzende Regelung zur Sporthallennutzung beschlossen. Inklusionssportangebote werden künftig mit einem Nachlass von 80 % gefördert.
Gezielte Unterstützung für integrative Sportveranstaltungen Sportangebote, die überwiegend der Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit Migrationshintergrund dienen, zahlen künftig nur noch 20 % der regulären Benutzungsgebühr. „Integrationssport leistet einen wesentlichen Beitrag zur Chancengleichheit. Mit der reduzierten Gebühr unterstützen wir gezielt Gruppen, die besonderen Rückhalt für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben benötigen“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.
Laut Gemeinderat Manfred Riedel betreffe das insbesondere den Internationalen Neuendettelsau Cup, der im Januar 2026 bereits zum vierten Mal stattfand. Diese Fußballveranstaltung ist beispielhaft und vorbildlich für eine gelungene Integration, so Riedel.
- Einfachturnhalle Friedhofstraße
Ingenieurleistungen für die energetische Sanierung
- Kindergarten – Rampenstraße
Ingenieurleistungen für die energetische Sanierung
- Rathaus
Büroausstattung
- Grund- u. Mittelschule
Elektroarbeiten
27.02.2026 in Gemeinderat
Nachdem im Sommer letzten Jahres eine Befragung der über 60-jährigen Bürgerinnen und Bürger durchgeführt wurde, stellte jetzt ein Vertreter der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (afa) die Ergebnisse vor.
Zentrale Fragestellungen für die Seniorenpolitik in Neuendettelsau waren die Fragen nach einem selbstbestimmten und bedarfsgerechten Wohnen im Alter, die soziale Teilhabe sowie die Weiterentwicklung und Stärkung nachbarschaftlicher Unterstützungsstrukturen und des bürgerschaftlichen Engagements.
Die Beteiligung sei bei der Befragung vergleichsweise hoch gewesen, insbesondere bei den „jüngeren Senioren“. Ein Anstieg dieser Altersgruppe sei ein besonders prägender demografischer Trend für Neuendettelsau. Daraus ergebe sich eine Chance für eine ehrenamtliche Tätigkeit, so die Forschenden. Es würden sich 116 der Befragten gerne ehrenamtlich engagieren. Diese Altersgruppe ist häufig noch aktiv, mobil und engagiert, steht jedoch zugleich vor neuen Lebensübergängen. Um Einsamkeit frühzeitig vorzubeugen und soziale Teilhabe zu sichern, ist es laut der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung von zentraler Bedeutung, diese Gruppe frühzeitig in tragfähige soziale Strukturen einzubinden und ihnen passende Beteiligungs-, Engagement- und Begegnungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Gefragt sind laut den Studienergebnissen auch Beratungsangebote, insbesondere für ältere Senioren und Seniorinnen. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist auch, dass die zukünftigen Herausforderungen in der Weiterentwicklung, der besseren Vernetzung und in der zielgerichteten Nutzung der vorhandenen Angebote liegen. Daraus ergäbe sich der klare Auftrag, Information, Beratung und Orientierung weiter zu stärken und vorhandene Angebote transparenter und zugänglicher zu gestalten, so die Fachleute.
Die Auswertung der Befragung zeigt, dass die Gemeinde Neuendettelsau für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des demografischen Wandels insgesamt gut aufgestellt ist. Im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden verfügt Neuendettelsau über tragfähige und gut ausgebaute Strukturen in der Seniorenarbeit sowie über eine überdurchschnittlich gute Versorgungslandschaft. Diese gewachsenen Strukturen würden eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung der kommunalen Seniorenpolitik bilden, so das Fazit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung.
Die Ergebnisse der Studie werden demnächst auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.
Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) zeigte sich einerseits erfreut über den Umstand, dass die hohe Teilnahme an der Studie zu repräsentativen Ergebnissen geführt habe. Andererseits auch darüber, dass die Bewertung der Gemeinde Neuendettelsau bereits jetzt einen vergleichsweise guten Stand attestiert. Nun müsse überlegt werden, welche konkreten Verbesserungen noch möglich wären.
Die kompletten Ergebnisse der Studie werden jetzt den Fraktionen zur internen Besprechung und Weiterarbeit zur Verfügung gestellt.
Zu Beginn der aktuellen Wahlperiode wurden durch Bürgermeister Schmoll Beauftragte für bestimmte Bereiche des sozialen Miteinanders geschaffen, die aus dem Gremium gewählt wurden. In der letzten Sitzung berichteten sie über die Aktivitäten von 2020 bis 2026.
Die soziale Arbeit in Neuendettelsau steht aktuell im Zeichen wachsender Herausforderungen in den Bereichen Integration, Jugend und Seniorenarbeit, so die Beauftragte für Soziales Birgit Bischoff (SPD).
Um diesen zu begegnen, setzt die langjährige Gemeinderätin auf eine verstärkte Vernetzung und die Bündelung bestehender Angebote, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Unterstützung für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Als zentrale Ansprechpartnerin berät sie zu Themen wie Pflege, barrierefreiem Wohnen und Kinderbetreuung, während sie gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Vereinen, kirchlichen Trägern und dem Unterstützungskreis „Sicherer Hafen“ im Blick hat.
Besondere Meilensteine bilden die Sicherung der lokalen Infrastruktur: Mit der Eröffnung des bayernweit ersten kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Februar 2025 wurde ein wegweisender Schritt zur hausärztlichen Versorgung getan. Ergänzt wird dieses Angebot durch die neue Zweigstelle der Pflegeberatung des Landratsamtes direkt vor Ort.
Für die Zukunft müsse laut Birgit Bischoff das Augenmerk auf dem Ausbau niedrigschwelliger Beratungsangebote sowie der Etablierung eines Behindertenbeauftragten und von Gemeindenotfallsanitätern liegen. Ein zentrales Anliegen bleibt dabei die Pflege der Vereinskultur, die mit 54 Organisationen das Rückgrat des sozialen Lebens bildet.
Der Beauftragten für Soziales ist es wichtig, dass trotz voranschreitender Digitalisierung der persönliche Kontakt im Rathaus – besonders für Menschen mit Behinderung und Senioren – gewahrt bleibt, um das zwischenmenschliche Gespräch als festen Bestandteil der Gemeindekultur zu sichern. Den Bericht schließt Gemeinderätin Birgit Bischoff mit einem herzlichen Dank an Bürgermeister Schmoll, die Verwaltung und dem Seniorenbeauftragten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
In einem umfassenden Rückblick präsentierte der Seniorenbeauftragte des Gemeinderates, Manfred Riedel (SPD), die Entwicklung der Seniorenarbeit in Neuendettelsau. Sein Bericht im Gemeinderat verdeutlichte den Wandel von einer pandemiebedingt eingeschränkten Phase hin zu einer dynamischen, eng vernetzten Struktur, die unter dem Leitmotiv steht: „Gemeinsam gelingt’s besser.“
Ein entscheidender Erfolgsfaktor der letzten Jahre war die enge Verzahnung zwischen dem Seniorenbeirat und dem „Lokalen Bündnis für Familie“. Durch personelle Brücken – wie Wolfgang Kinkelin, der in beiden Gremien aktiv ist – wurden Synergien geschaffen und Projekte auf kurzem Weg realisiert. Den Grundstein für diese erfolgreiche Arbeit legten eine Strategieklausur im Jahr 2022 sowie eine Zukunftswerkstatt im November 2024, in denen gezielt Arbeitsgruppen für die Schwerpunkte gebildet wurden.
Ein Meilenstein der Amtsperiode ist die Erstellung eines passgenauen Seniorenkonzeptes in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA). Herzstück war eine breit angelegte Befragung der Generation 60+, die im Juli 2025 abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse liegen nun vor und definieren die Prioritäten für die kommenden Jahre: Mobilität, Information, Ehrenamt sowie moderne Wohnformen. Eine Sondersitzung des Seniorenbeirates zur konkreten Umsetzung dieser Maßnahmen ist bereits für den 11. März 2026 terminiert.
Der Bericht des Seniorenbeauftragten Manfred Riedel zeigte, wie Theorie in gelebte Praxis umgesetzt werden kann.
Das Projekt „Bürgerbus“ hat enorme Fahrt aufgenommen. Über 30 Bürger zeigten bei einem Treffen Interesse an einer Mitarbeit, wobei sich spontan 17 Personen als Fahrer und Fahrerin zur Verfügung stellten. Ein umfassendes Konzept wurde bereits erarbeitet.
Mit den ersten Neuendettelsauer Demenzwochen im November 2025 wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt. Unterstützt durch den Bayerischen Demenzfonds sollen künftig weitere Veranstaltungen und Projekte durchgeführt werden.
Der 2023 eröffnete Bürgertreff hat sich mit Angeboten wie dem Senioren-Mittagstisch und den „Offenen Treffen“ als feste Instanz gegen Einsamkeit etabliert.
Dass Seniorenpolitik auch Freude macht, zeigte die erfolgreiche Teilnahme am Kernfrankenfest 2025. Der „Wünsche-Baum“ des Seniorenbeirats wurde zum Ort für generationenübergreifende Gespräche und unterstrich die Sichtbarkeit des Seniorenbeirates im öffentlichen Leben. Auch im digitalen Bereich wurde mit Schulungen und der Nutzung der Plattform „Crossiety“ der Anschluss an die Zukunft sichergestellt.
Manfred Riedel schloss seinen Bericht mit einem herzlichen Dank an den Gemeinderat, die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, das Bündnis für Familie sowie insbesondere an die Mitglieder des Seniorenbeirates. „Die Begleitung durch einen Seniorenbeauftragten hat sich als essenzielles Bindeglied erwiesen, um Projekte nicht nur zu planen, sondern erfolgreich umzusetzen“, resümierte Riedel. In Neuendettelsau ist die Seniorenarbeit längst keine bloße Pflichtaufgabe mehr, sondern ein lebendiger Teil der Dorfgemeinschaft.
Bereits 2019 wurde Neuendettelsau als Fairtrade Town zertifiziert. Der Beauftragte, Thilo von Livonius Freiherr von Eyb (CSU), vertritt dabei den Gemeinderat innerhalb der Fairtrade-Steuerungsgruppe und fungiert als Bindeglied zur Kommune. Vertreten wird er durch Gemeinderat Manfred Riedel. Die Steuerungsgruppe koordiniert die Erfüllung der Kriterien für den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ und sorgt für die regelmäßige Rezertifizierung (zuletzt im September 2023 bestätigt). Sie vernetzt lokale Akteure wie Geschäfte, Gastronomie, Schulen und Kirchengemeinden. Die Steuerungsgruppe organisiert Informationsveranstaltungen und Aktionen, um das Bewusstsein für fairen Handel und nachhaltigen Konsum in der Bevölkerung zu stärken.
Der Beauftragte Thilo von Livonius erläuterte zunächst den Grundgedanken und die Bedeutung von Fairtrade und zeigte neben dem Bereich der Nahrungsmittel auch fair gehandelte Kleidung auf. Anschließend berichtete er über Aktionen und Projekte seit 2020.
Unter dem Motto „Fair und Nachhaltig“ wurde ein Leitfaden für eine nachhaltige, öko-soziale und regionale Beschaffung in der Gemeinde Neuendettelsau erstellt. Dazu zählt beispielsweise auch die Beschaffung einer fairen Arbeitskleidung für die Mitarbeitenden des Bauhofs und der faire Einkauf bei Geschenkkörben. Außerdem hat sich die Gemeinde dem Pakt für nachhaltige Beschaffung in der Metropolregion Nürnberg angeschlossen.
Im Rathaus fand auch mehrmals eine faire Kaffeepause für Mitarbeitende und in der Bücherei ein Infotisch zum fairen Konsum statt. Auf Dauer ist in der Gemeindebücherei ein Fair-o-mat aufgestellt, bei dem es Fairtrade Kaffee und faire Snacks gibt.
Besonders hingewiesen hat der Beauftragte Thilo von Livonius auch auf den „Neuendettelsauer Weltkaffee“.
Auch regelmäßige Vorträge zu Themen wie Kleidung, FAIRreisen, faire Fußbälle, und Kakaoproduktion haben den Fair-Trade-Gedanken unterstützt.
Weitere Aktionen waren regelmäßige Artikel im Amtsblatt, faires Frühstück im Weltladen und Infostände, beispielsweise beim Dorffest und beim Kernfrankenfest.
Ein weiterer Baustein der Steuerungsgruppe ist die Zusammenarbeit innerhalb Westmittelfrankens, mit der Metropolregion sowie lokal mit der Fairtrade University Augustana und der Fairtrade School Laurentiusgymnasium.
Der Beauftragte Thilo von Livonius bedankte sich herzlich für die konstruktive Unterstützung durch die Gemeinde. Ein besonderer Dank galt Beatrix Mettler-Frercks und Jürgen Frecks. Sie sind die zentralen Ansprechpartner und Organisatoren der Steuerungsgruppe.
Bürgermeister Schmoll dankte am Ende allen drei Beauftragten für ihre engagierte Arbeit und betonte, dass die Berichte deutlich zeigen, wie wichtig die Arbeit der Beauftragten tatsächlich ist. Aus diesem Grund wünsche er sich auch für die kommende Wahlperiode wieder die Berufung der Beauftragten.
30.01.2026 in Gemeinderat
Aufgrund der personellen Stärke und der zunehmenden Aufgaben genehmigte der Gemeinderat die Bestellung eines weiteren stellvertretenden Kommandanten. Dies dient auch der Sicherstellung einer jederzeit leistungsfähigen Führungsstruktur. Außerdem kämen laut Bürgermeister Schmoll (SPD) auf die Feuerwehr künftig zusätzliche Aufgaben der Notfallplanung dazu. Aus Sicht von Gemeinderat Rudolf Buchinger (SPD) koste die Bürokratie viel Zeit. Auch durch den Katastrophenschutz entstehe ein Mehraufwand, so der ehemalige Feuerwehrkommandant.
Damit die Einfachturnhalle auch weiterhin längerfristig genutzt werden kann, ist sowohl eine energetische Sanierung als auch eine Sanierung des Dachtragewerkes erforderlich.
Dafür genehmigte der Gemeinderat eine Interessensbekundung für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Bei einem Zuschlag beteiligt sich der Bund mit bis zu 45% an den in der Projektskizze angegebenen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Bürgermeister Schmoll hob die gute Bausubstanz des Gebäudes hervor. „Wenn die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt sind, ist die Halle langfristig erhaltbar und weiter zu nutzen“, so Schmoll.
Der Gemeinderat fasste einen Grundsatzbeschluss zur vorrangigen Innenentwicklung. Damit kann die Gemeinde in die Initiative „Innen statt Außen“ aufgenommen werden.
Durch diesen Beschluss erhöht sich die staatliche Förderung für den Dorfplatz und das Löhe-Haus auf 80%.
Auch für weitere Maßnahmen im Rahmen der Innerortsentwicklung (ISEK) kann dieser erhöhte Fördersatz in Anspruch genommen werden. Christian Scheuerpflug (SPD) freute sich darüber, dass das ISEK bereits nach so kurzer Zeit Früchte trägt und kein leeres Konzept für die Schublade bleibt. In private Eigentumsrechte wird laut Bürgermeister Christoph Schmoll nicht eingegriffen. Hier könne die Gemeinde nur beraten und informieren. Grundsätzlich plane die Gemeinde jedoch im Rahmen des ISEK kommunale Fördermittel zur Verfügung zu stellen.
Der Siedlungsbereich auf dem ehemaligen Sellner-Gelände soll im Westen durch ein ca. 1,5 Hektar großes Baugebiet mit vier Wohneinheiten abgeschlossen werden. Das angrenzende Biotop mit Grünfläche und einem stehenden Gewässer sowie Waldflächen bleiben dabei unberührt.
Die Kosten für das Planverfahren und für die Erschließungsarbeiten werden von den betroffenen Grundstückseigentümern übernommen.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu.
Neuer Standort im Gewerbegebiet
Nachdem die räumliche Situation des Dialysezentrums an der Heilsbronner Straße unbefriedigend ist, wurde seitens des Betreibers an die Gemeinde der Wunsch herangetragen im Gewerbegebiet einen Neubau zu errichten. Bedauerlicherweise konnte trotz intensiver Suche im Kernort kein entsprechendes Grundstück gefunden werden.
Gemeinderätin Natalie Ernst (SPD) betonte, dass auch ihr am Erhalt der Dialysepraxis in Neuendettelsau sehr gelegen wäre. Das Gewerbegebiet käme als Standort für eine Arztpraxis für sie aber nicht in Frage, da dies eine typische Einrichtung für ein Mischgebiet wäre und in derselben Sitzung ein Grundsatzbeschluss "innen vor außen" gefasst worden wäre. „Ausnahme von der vorgesehenen Nutzung im betreffenden Gewerbegebiet wären auch im Hinblick auf die zukünftige Ausweisung neuer Gewerbeflächen nicht zu vertreten", so Gemeinderätin Natalie Ernst.
Bürgermeister Christoph Schmoll sähe das Dialysezentrum grundsätzlich auch lieber in Zentrumsnähe. Um aber nicht die Abwanderung des Betriebs zu riskieren, empfahl er, der Änderung zuzustimmen. Auch vor dem Hintergrund, dass damit eine Nachverdichtung im bestehenden Gewerbegebiet stattfindet, die an der Stelle sehr zu begrüßen ist.
Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) begrüßte die neue Standortwahl, weil dadurch auch die Verkehrsbelastung im Kernort entlastet würde.
Für das Bauvorhaben musste allerdings der Bebauungsplan entsprechend geändert werden, da diese Art der baulichen Nutzung bisher nicht vorgesehen war.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu, damit Neuendettelsau weiterhin ein regionaler Gesundheitsstandort bleibt.
Die Voranfrage für den Teilumbau des ehemaligen Tauscher-Geländes in der Muna lehnte der Gemeinderat ab.
Insgesamt wurde die Nutzung für Wohnzwecke begrüßt. Christian Scheuerpflug nannte das Vorhaben grundsätzlich beispielhaft. Es würde eine Industriebrache aufgewertet und für Wohnzwecke nutzbar gemacht. Die sogenannte „graue Energie“ des Gebäudes könnte genutzt werden und es würden keine zusätzlichen Flächen versiegelt. Der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung ermögliche solch unbürokratische Verfahren.
Allerdings sind neben der verkehrsrechtlichen Erschließung und der Kanalsituation noch weitere Fragen offen.
Aus Sicht von Bürgermeister Christoph Schmoll müsse zuallererst für des gesamte Gebiet der Chemnitzer Straße ein Bebauungsplan erstellt werden.
Dem Einbau einer eigenständigen 5-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss einer Lagerhalle im Ortsteil Mausendorf stimmte das Gremium zu.
Über das Himmelfahrtswochenende kommen wieder Gäste aus Treignac zu Besuch.
Am Samstag, dem 16. Mai, findet ein Bürgerfest mit dem Thema „30 Jahre Partnerschaft Neuendettelsau – Treignac“ statt. Dabei wird auch der bis dahin neu gestaltete Treignac-Platz am Bahnhof eingeweiht.
Außerdem kommen bereits am Montag, dem 11. Mai, einige Schülerinnen und Schüler vom Collége Lakanal nach Neuendettelsau um die Jugendbegegnungen der Vorjahre
fortzusetzen.
Laut Verwaltung hat der Netzbetreiber TENNET die Raumverträglichkeitsprüfung (RVP) für den Westbayernring gestoppt. Allerdings soll die bereits begonnene Erhebungen noch zu Ende geführt werden.
Bürgermeister Christoph Schmoll bedauerte den Stopp, da Neuendettelsau dringend einen weiteren Netzausbau braucht.
- Gemeindehaus „Am Zapfengarten 3“
Sanierung EG rechts
- Gemeindehaus „Weidenweg 1“
Sanierung Estrich- und Fliesenbelagsarbeiten
- Neubau Grund- u. Mittelschule – „Am Sportpark“
Grundleistungen für Wärme- u. Schallschutz sowie Raumakustik
- Planung „Neue Dorfmitte“
Honorar für die Betreuung der Mehrfachbeauftragung
- Benzin Stampfer für den Bauhof
22.12.2025 in Gemeinderat
Größte Stärke – an einem Strang ziehen
In der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr blickte Bürgermeister Schmoll auf das vergangene Jahr und machte Mut für die Zukunft. Dabei forderte er dazu auf, das Positive in den Fokus zu rücken.
Vorsorge für den Notfall
Das abgelaufene Jahr war wie die ganze Legislaturperiode aus seiner Sicht geprägt von zahlreichen weitreichenden Entwicklungen, die in den meisten Fällen nicht zu beeinflussen waren.
Im Hinblick auf die globalen Entwicklungen habe man mit der Erarbeitung eines Notfallplans begonnen und diesbezüglich auch Ausstattung wie beispielsweise Notstromaggregate beschafft.
Hinsichtlich der regionalen Situation, insbesondere bei AN-Regiomed und beim öffentlichen Nahverkehr sei nicht ausgeschlossen, dass der Landkreis höhere Kreisumlagen fordert. Bürgermeister Schmoll hofft jedoch, dass die steigenden Abgaben durch höhere Schlüsselzuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs kompensiert werden.
Kostenoptimierung in Kernfranken durch Zentralstruktur
Um Kosten im Verwaltungsbereich zu optimieren, arbeite man in Kernfranken an einer schlagkräftigen Zentralstruktur, in der Aufgaben wie beispielsweise Förderanträge und Datensicherheit effizienter bearbeitet werden können.
Zielgerichtete Impulse für die Ortsentwicklung
Aufgrund der schwierigen Situation von Diakoneo und der negativen Folgen für die Arbeitsplatzsituation in der Gemeinde plane man die Ausweisung eines Gewerbegebietes, um Unternehmen anzusiedeln. Gleichzeitig nehme die Ausweisung von Wohnbauland mittlerweile ganz konkrete Züge an.
Außerdem sei inzwischen das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) als Grundlage für die langfristige Entwicklung von Neuendettelsau abgeschlossen und kann schrittweise umgesetzt werden.
Lebensqualität und attraktive Standortfaktoren
Durch die Umsetzung all dieser Maßnahmen werde sich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen. Gleichzeitig werden ein attraktiver Ort und ein passendes Umfeld für Handel, Dienstleistung und Gastronomie geschaffen.
Weitere wichtige Maßnahmen seien der Glasfaserausbau, der abgeschlossene Neubau der Mittelspannungs-Einspeisung, die Beteiligung am Windkraftausbau und die Neugründung des kommunalen Gesundheitszentrums Neuendettelsau.
Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen
All diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Erhalt und der Verbesserung der Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern sind gleichzeitig auch attraktive Standortfaktoren, so Bürgermeister Schmoll. Diese würden sowohl einem gesunden Bevölkerungswachstum als auch dem Erhalt und der Ansiedlung von Gewerbe und damit Arbeitsplätzen dienen.
Aus seiner Sicht wurden im abgelaufenen und in den Jahren davor durch unparteiliche und kollegiale Zusammenarbeit für alle schwierigen Fragen Antworten gesucht, gefunden und deren Umsetzung in Angriff genommen haben. „Ich denke, dass Sie darauf durchaus stolz sein dürfen“, lobte er das Gremium.
Das Positive in den Fokus rücken
Mit dem Projekt Dorfplatz und Gemeindezentrum, dem Kernfrankenfest und dem Dorffest habe man wieder gezeigt, dass man unabhängig von Zugehörigkeiten im Ort zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen könne, lobte der Bürgermeister die Neuendettelsauer Bevölkerung.
„Unverändert haben wir beobachten können, wie unsere Vereine und ehrenamtlichen Initiativen in ihrer Freizeit intensiv arbeiten und dadurch unseren Ort schöner und lebenswerter machen“, so Christoph Schmoll. Dabei rief er dazu auf, nicht das Negative, sondern das Positive in den Fokus zu rücken. Trotz aller Schwierigkeiten und Differenzen leben wir gemeinsam in einem schönen und lebenswerten Ort, in dem vieles in die richtige Richtung läuft. Es gibt keinen Grund zu verzagen, sondern nur Ansporn weiter gemeinsam an möglichen Verbesserungen zu arbeiten.
Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde
Hinsichtlich der Kommunalwahl forderte er das Gremium auf Profil zu zeigen, Stellung zu beziehen, Erfolge zu präsentieren und Visionen zu benennen. „Die Wahl ist nur eine Notwendigkeit und es kommt darauf an, dass alle von uns, die dann noch dabei sind, wieder gut und einvernehmlich zum Wohle der Gemeinde zusammenarbeiten können“. so der Schlussappell des Bürgermeisters.
Bericht zum Förderzentrum-Elternbrief von Diakoneo
Hoffnung für Förderzentrum
In einem aktuellen Elternbrief informierte Diakoneo über den aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich der Sanierung und des Erhalts des Förderzentrums Neuendettelsau.
Analyse sämtlicher potenzieller Diakoneo-Räumlichkeiten
Laut der Vorständin Bildung, Verena Bikas, verfolge Diakoneo das Ziel, tragfähige Alternativ-Vorschläge zu entwickeln. Begutachtet wurden unter anderem
einzelne Gebäudeteile am bisherigen Standort und die Aufteilung von Klassenstufen
auf mehrere Gebäude. Geprüft werde auch die Nutzung von Räumen des Förderzentrums St. Martin sowie weitere theoretisch verfügbare Objekte in Neuendettelsau und Ansbach. In einem engen Zusammenwirken mit dem Landkreis und den Behörden soll überlegt werden, wie die Beschulung der rund 210 Schüler*innen sowie die sonderpädagogische Versorgung im Landkreis bestmöglich organisiert werden kann.
Engagierte Unterstützung durch Bürgermeister Schmoll
In einer dritten Abstimmungsrunde mit dem Landratsamt, der Schulbehörde und Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) wurden Lösungsvorschläge vorgestellt. Dabei wurde darauf hinwiesen, dass Diakoneo aktuell noch auf die Zahlung von ca. 9,5 Mio. Euro Förderzusagen aus verschiedenen Projekten wartet.
Die Vorständin Verena Bikas, dankte dabei ausdrücklich Bürgermeister Schmoll. Er würde Diakoneo und den betroffenen Familien äußerst engagiert beistehen. Schmoll prüfe derzeit mit Hochdruck, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen kommunale Mittel aus Rücklagen zur Überbrückung der Finanzierung zur Verfügung gestellt werden könnten. Hierfür bedarf es allerdings einer verbindlichen rechtlichen Absicherung durch den Landkreis. Parallel dazu werden auch auf Landes- und kommunaler Ebene weitere Finanzierungswege geprüft.
Schulauftrag liegt beim Landkreis
Ziel ist es in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit dem Landkreis eine Lösung zu finden, mit der die finanziellen Voraussetzungen für eine Generalsanierung des Schulgebäudes umgesetzt werden kann.
Falls keine Lösungen gefunden werden, müsse Diakoneo den Schulauftrag an den Landkreis zurückzugeben, so die Vorständin.
12.12.2025 in Gemeinderat
In der jüngsten Sitzung wurde dem Gemeinderat durch das Planungsbüro die überarbeitete „Rahmenplanung OBERER SCHALTENGARTEN“ vorgestellt. Das Gremium stimmte dieser einstimmig zu. Im Vorfeld konnten die Fraktionen entsprechende Änderungsvorschläge einbringen.
In dem neuen Baugebiet westlich der Bahnlinie sollen in drei Bauabschnitten insgesamt rund 260 Wohneinheiten (WE) entstehen. Davon 65 WE (25%) in Einfamilienhäusern und ca. 197 WE (75%) in Mehrfamilienhäusern. Bebaut werden soll in den nächsten Jahren von Ost nach West.
Außerdem ist unabhängig von den Bauabschnitten die Errichtung einer Kindertagesstätte an der Waldstraße möglich.
Auf Anregung von Christian Scheuerpflug (SPD) sind in der endgültigen Fassung jetzt statt Reihenhäusern sogenannte Kettenhäuser geplant. Diese sind nicht direkt miteinander verbunden, sondern durch niedrigere, untergeordnete Bauteile wie Garagen oder Carports getrennt. Dadurch entsteht ein besserer Sichtschutz und ein erhöhter Wohnkomfort. Die Anordnung ermöglicht oft auch eine bessere Belichtung und Gestaltung der Gärten im Vergleich zu Reihenhäusern. Das Konzept vereint die Vorteile eines Einfamilienhauses mit der flächensparenden Bauweise eines Reihenhauses.
Das Baugebiet ist zukunftsorientiert als Schwammdorf geplant, das darauf abzielt, die Siedlung an die Folgen des Klimawandels anzupassen, insbesondere an Starkregenereignisse und Dürreperioden. Vorgesehen ist auch die Pflanzung von über 170 klimagerechten Bäumen.
Ein wesentlicher Punkt der Überarbeitung war die Anzahl und Verortung der Stellplätze.
Pro Wohneinheit sind 1,5 Stellplätze vorgesehen. Bei Einfamilienhäusern soll ein Stellplatz (insgesamt 65) oberirdisch neben dem Gebäude liegen. Bei Mehrfamilienhäusern sind Tiefgaragenstellplätze (insgesamt 206) geplant. Für weitere 0,5 Stellplätze (insgesamt 143) ist ein offener „Parkstadl“ mit natürlicher Belüftung vorgesehen. Dadurch sollen Stellplätze gebündelt werden um mehr Grünflächen und weniger Verkehr innerhalb des Wohnbereichs zu haben.
Die Zufahrten erfolgen über einen verkehrsberuhigten Wohnweg, der primär dem Anliegerverkehr und der Erschließung der angrenzenden Grundstücke dient. Eine Durchgangsstraße ist nicht vorgesehen.
Ziel ist ein autofreier Park- und Waldrand sowie ein zentraler Dorfanger.
Der Dorfplatz ist das Herz des Baugebietes und dient als zentraler Treffpunkt. Neben Sitzbänken, einem Wasserspiel und Spielgeräten können dort auch Gemeinschaftsräume und ein Nachbarschaftscafé entstehen.
Auf dem Park- und Waldrand soll ein öffentlicher Spielplatz entstehen, der auch den umliegenden Quartieren dienen soll.
In seinem Schlusswort sprach der Planer von einem einzigartigen Ort für Neuendettelsau und seine Umgebung.