03.05.2021 in Gemeinderat

Aktuelles aus dem Gemeinderat

 

Zeitnahe KITA-Erweiterung in der Froschlach

Gemeinde nutzt Sonderbauförderprogramm

Nachdem der Gemeinderat kürzlich den Bedarf für eine Krippengruppe, eine Kindergartengruppe und eine Mischgruppe festgestellt hatte, soll dieser nun zeitnah gedeckt werden.

Ein Sonderförderprogramm der Staatsregierung stellt dazu eine Förderung in Höhe von 90% in Aussicht. Um alle Förderrichtlinien zu erfüllen ist jedoch ein enger Zeitplan einzuhalten. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, die Erweiterung in der KITA Froschlach umzusetzen. Eine solche war dort bereits beim Neubau mit vorgesehen. Die Gesamtsumme der derzeit notwendigen Plätze lasse sich laut Verwaltung in der Froschlach am ehesten umsetzen. Dabei sollen baulich multifunktionale Gruppen entstehen, um zu einem späteren Zeitpunkt einen Tausch der Funktionen mit anderen Einrichtungen und Trägern zu ermöglichen.

Damit der Erweiterungsbau im Sommer 2021 beginnen kann, hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die erforderlichen Planungen voranzutreiben.

Ausbau des Glasfasernetzes

Bedarf bei insgesamt 264 Adressen ermittelt

Im Rahmen des Glasfaserausbaues sollen Adressen, die Geschwindigkeiten mit weit weniger als 100 Mbit/s aufweisen, mit Glasfaser versorgt werden. Die Mehrzahl der betroffenen Anschlüsse befindet sich in den Ortsteilen.

Dabei soll geprüft werden, ob durch eine Zusammenarbeit mit Heilsbronn und Lichtenau in angrenzenden Gebieten die Förderbeträge für einzelne Anschlüsse erhöht werden können.

Aufstellung von Geschwindigkeitsmessgeräten an den Ortseingängen

Erfassung des Verkehrsaufkommens möglich

Nachdem der Gemeinderat auf Antrag der CSU-Fraktion die Anschaffung von Geschwindigkeitsmessgeräten beschlossen hatte, sollen jetzt fünf Messgeräte an den Ortseingängen in der Nordstraße, Schlauersbacher Straße und Reuther Straße aufgestellt werden. Auch in der Ortsdurchfahrt Reuth ist aus beiden Fahrtrichtungen eine Geschwindigkeitsmessung an den Ortseingängen vorgesehen.

Geräte mit erweiterten Funktionen sollen in der Heilsbronner Straße in Höhe der Klinik sowie in der Haager Straße am Skaterplatz aufgestellt werden. Solche Geräte hatte die SPD-Fraktion vorgeschlagen. Bei diesen Geräten können neben dem üblichen Smiley auch längere Textpassagen variabel eingegeben werden. So kann beispielsweise durch „Achtung Kinder“ oder „Achtung Fußgänger“ auf besondere Situationen hingewiesen werden.

Darüber hinaus empfahl die Verwaltung zusätzlich die Anschaffung eines Seitenradarmesssystems. Mit diesem kann das gesamte Verkehrsaufkommen erfasst werden. Neben den jeweiligen Geschwindigkeiten in beiden Fahrtrichtungen können auch die Fahrzeugarten festgestellt und erfasst werden. Diese Verkehrsdaten können dann auch für ein aktuelles Verkehrsgutachten verwendet werden.

Das bisherige Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde soll wechselweise für mehrere Wochen in den Ortsteilen aufgestellt werden.

 

29.04.2021 in Bildung

Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen

 

Räumliche Kapazitäten völlig ausgeschöpft

In ihrem Jahresbericht zur Situation an der Grund- und Mittelschule berichtete die Schulleitung, Frau Hruschka, dass das gesamte Lehrerkollegium nun schon seit über einem Jahr unter erschwerten Bedingungen arbeite. Durch Corona befindet sich der Unterrichtsbetrieb in einer Ausnahmesituation. Lehrer, Schüler und Eltern müssen sich oft und sehr schnell auf wechselnde Situationen einstellen.

Laut Schulleitung Hruschka habe man das bisher immer gut gemeistert. Die Schulleiterin bedankte sich in diesem Zusammenhang bei der Gemeinde für das zur Verfügung gestellte Hygienematerial, Co2-Messgeräte, Leihcomputer und die personelle Hilfe in verschiedenen Situationen.

Derzeit werden Grundschüler der drei vierten Klassen in Gruppen im täglichen Wechsel und die Abschlussklassen beschult. Zusätzlich werde täglich eine Notbetreuung für die Schüler der 1.-7. Klasse angeboten. Die Schüler werden dabei in bis zu 6 Kleingruppen bei den Arbeiten des Distanzunterrichts betreut. Die Notbetreuung besuchen täglich zwischen 20-35 Kinder. Diese würden durch die Leitung der Ganztagsbetreuung, die Schulsozialarbeit sowie eine Förderlehrerin unterstützt. Zusätzlich würden Lehrkräfte aus der Mobilen Reserve die Notbetreuung unterstützen, so die Schulleitung.

Alle anderen Klassen werden im Distanzunterricht beschult und erhalten durch die Lehrkräfte Unterricht über Videokonferenzen. Außerdem wird Unterrichtsmaterial in Papierform zur Verfügung gestellt.

Nach Auskunft der Schulleitung muss zunehmend festgestellt werden, dass es Kinder und Familien gibt, die trotz intensiver Anstrengungen nur sehr schlecht zu erreichen sind und somit Lerndefizite aufgebaut werden.

Mehr Schülerorientierung und Individualisierung

Seit neun Jahren wird an den Grund- und Mittelschulen nach dem Lehrplan PLUS unterrichtet. Das bedeutet insbesondere mehr Schülerorientierung und Individualisierung. In der praktischen Unterrichtsarbeit ergeben sich damit weniger frontale Unterrichtsformen hin zu differenziertem Unterrichtsmaterial, das Schüler eigenständig im eigenen Lerntempo auf unterschiedlichen Lernwegen bearbeiten können. Die Lehrer sind dabei insbesondere Lernwegbegleiter.

Dadurch würden jedoch andere Anforderungen an die räumlichen Gegebenheiten von Schule notwendig, so die Schulleitung. Erforderlich wären dabei beispielsweise unterschiedliche Lernnischen für Einzelarbeit, Gruppenarbeit, klassenübergreifendem Lernen sowie praktischem und entdeckendem Lernen. Voraussetzungen dafür würde das Lernkonzept der Marktplatzorganisation bieten, das in einem Schulneubau umsetzbar wäre und in einem zwischen Lehrern und dem Gemeinderat mit Fachleuten erarbeiteten Raumfunktionsbuch ausgearbeitet wurde.

Vorausschauend werden auch jetzt schon die Lehrkräfte in einem intensiven Weiterqualifizierungsprogramm für zeitgemäße pädagogische Herausforderungen fortgebildet.

Die räumlichen Kapazitäten sind laut Schulleitung seit Jahren vollkommen ausgeschöpft. Es fehlen Räumlichkeiten zur Differenzierung und Individualisierung für das Schulprofil Inklusion. Für das Profil “Musikalische Schule“ stünde derzeit kein Musikraum zur Verfügung. Das bestehende Schulgebäude sei eine Flurschule mit Klassenzimmern für Frontalunterricht und böte weder die ausreichende Anzahl an Räumen, noch die räumlichen pädagogischen Erfordernisse für zeitgemäßen Unterricht, so Schulleiterin Hruschka.

Insgesamt herrsche großer Raummangel. Alle Klassenzimmer seien belegt. Fachräume wie der Musiksaal, der Computer-Raum sowie der Ganztagsaufenthaltsraum seien derzeit zu Klassenzimmern umgewidmet. Zusätzlich findet in der Schulküche und in den Mensaräumen Unterricht in Religion und Ethik statt. Die Raumsituation in der ganzen Schule sei äußerst beengt. Neue Unterrichtsmethoden sind nur äußerst eingeschränkt möglich. Trotz der vielfältigen Einschränkungen und Herausforderungen würden sich alle bemühen, mit viel Kreativität immer wieder zu praktikablen Lösungen zu kommen. Man freue sich jedoch auf einen Schulneubau, der eine pädagogisch zeitgemäße Beschulung der Kinder und Jugendlichen in Neuendettelsau ermögliche.


Prävention und Unterstützung durch Schulsozialarbeit

Schwierige Rahmenbedingungen durch Raumnot

Die Schulsozialarbeit ist ein von der Gemeinde selbst getragenes Angebot, das sich inhaltlich wie methodisch an den allgemeinen und individuellen Entwicklungsaufgaben, Alltagsherausforderungen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientiert. Sie findet immer dort statt, wo Kinder und Jugendliche einen erheblichen Teil ihres Tages verbringen. Deshalb wird auch vom „Lebensraum Schule“ gesprochen.

Die Schulsozialarbeit an der Grund- und Mittelschule baut auf präventiven Angeboten wie z.B. dem Fach „Soziales Lernen“ auf sowie auf den Unterstützungs-, Beratungs-, und Betreuungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Laut der Sozialpädagogin, Richarda Stahl, startete das Sozialen Lernen mit zwei fünften und einer sechsten Klasse. Inhaltliche und methodische Umstellungen und eine gute Zusammenarbeit mit den Klassenleitungen ermöglichten eine intensive Gruppenarbeit und sichtbar nachhaltige Entwicklungen, die auch in das Klassengeschehen hineinwirkten. Die größte Herausforderungen waren dabei die schwierigen Rahmenbedingungen durch die akute Raumnot im Schulgebäude. Dies erforderte einen hohen Organisations- und Zeitaufwand, um Soziales Lernen stattfinden zu lassen. Versuche, den Flur mit einzubeziehen, funktionierten nur mäßig, da es in den Wintermonaten dort zu kalt ist, um sich länger aufzuhalten. Der Shutdown im März brachte den abrupten Abbruch der laufenden Prozesse mit sich. Die Schulsozialarbeiterin arbeitete nach dem Lockdown im Team der Notbetreuung mit. Der Ansatz in der Notbetreuung ist es, den Kindern gerade in den verunsichernden Zeiten, einen stabilen Rahmen zu geben und wichtige pädagogische Grundprinzipien beizubehalten. Dies sind beispielsweise Lerngruppen und möglichst immer die gleichen Betreuungspersonen sowie ein guter Kontakt mit den Eltern.

Wichtig sei es, so Ricarda Stahl, als Schulsozialarbeiterin im Schulhaus sichtbar und erreichbar für die Schüler*innen zu sein.

Die Zahl der Nachfrage nach Einzelfallhilfe bei den Jugendlichen sei enorm gestiegen. Neu sei auch, dass die meisten Jugendlichen auf Vermittlung ihrer Klassenleitungen zur Schulsozialarbeiterin kommen. Dies hänge damit zusammen, dass Schüler auffallen, weil sie nicht mehr am Videounterricht teilnehmen und auch keine Arbeitsblätter mehr einsenden. Die individuellen Problemlagen mit denen Jugendliche zurzeit die Beratung und Unterstützung suchen seien im Vergleich mit normalen Schuljahren grundsätzlicher und gravierender, so Stahl. Eine mögliche Erklärung sei, dass Herausforderungen zu Problemen wachsen können, weil das soziale Umfeld, in dem Jugendliche entwicklungs-entsprechend ihre Dinge klären, durch Corona sehr beschnitten ist oder fehlt. Schule sei ein Raum, in dem Jugendliche ihre Probleme mit Gleichaltrigen besprechen oder Lösungsmöglichkeiten bei anderen abschauen und dadurch ihre Selbstlösungskompetenzen erweitern können. An diesem Punkt setzte die sozialpädagogische Beratung mit dem Ziel an, die Jugendlichen und ihre Lebenssituation zu stabilisieren, so Ricarda Stahl.

 

20.04.2021 in Gesundheit

Anmeldung zur Corona Schutzimpfung bei Hausärzten

 

Die Gemeindeverwaltung stellt auf ihrer Homepage ein zentrales Formular für die Anmeldung zur Corona-Schutzimpfung bei den Neuendettelsauer Hausärzten zur Verfügung.

Wenn Sie Patient in einer der betreffenden Praxen sind (Praxis Dr. Grünsteidel, Dr. Köhler, Dr. Leuchs oder Praxis Frau Monteiro) und ein Angebot für einen Impftermin wünschen, können Sie sich darüber melden.

Hier geht es zum Onlineformular: https://www.neuendettelsau.eu/verwaltung-service/formular-corona-impfung

 

 

19.04.2021 in Gemeinderat

Aktuelles aus dem Gemeinderat

 

Aktualisierung des Raumprogrammes für die Schule

Anpassung an aktuelle Schülerprognosen und Zusammenarbeit mit Hort

Um vorausschauend zu planen wurde das Raumfunktionsbuch für den Schulbau auf die aktuellen Erfordernisse angepasst.

Dabei wurde der steigende Bedarf an Hortplätzen und die Einführung einer offenen Mittagsbetreuung berücksichtigt.

Neu sind auch zusätzliche Räumlichkeiten für den Werk- und Technikunterricht. Hierdurch soll insbesondere das Interesse der Schulabgänger an handwerklichen Berufen gefördert werden.

Auf Anregung von Gemeinderätin Birgit Bischoff wurde zusätzlich ein Gymnastikraum aufgenommen, der in der Schule bisher auch schon für die unterschiedlichsten Angebote zur Verfügung steht. Bewegungsangebote seien für die Entwicklung aller Schüler von großer Bedeutung und sollten nicht unterschätzt werden. Birgit Bischoff schlug außerdem vor, in den Gymnastikraum eine Kletterwand zu integrieren, da Klettern die Motorik sowie die Konzentration fördere und somit die kognitive, physische und psychische Leistungsfähigkeit anrege.Der Gymnastikraum sollte wie bisher für den Vereinssport und die VHS zur Verfügung gestellt werden, so Bischoff.

Zusätzlich erforderlich ist auch ein Inklusionsraum, der beispielsweise für Ergo- oder Logotherapie vor Ort genutzt werden kann. Ebenso wird der Bedarf an einem Musik- und Übungsraum für die Musikschule berücksichtigt. Voraussichtlich sind weder der Inklusionsraum noch die Musikräume förderfähig. Fraktionssprecher Manfred Riedel regte deshalb an, nach weiteren Fördermöglichkeiten bezüglich Inklusion und Musikförderung zu suchen.

Das Raumfunktionsbuch ist Grundlage für die Planer und für die Beantragung von Fördermitteln. Der Gemeinderat stimmte den Änderungen zu.

 

Nach Variantenvergleich neuer Schulstandort möglich

Digitale Bürgerbeteiligung geplant

Neben dem Altstandort und dem Standort an der Bezzelwiese wurde nun seitens der Verwaltung ein dritter Standort eingebracht. Nach einem Variantenvergleich durch die beauftragten Architekten kam man zu dem Entschluss, dass sich die im Eigentum der Gemeinde befindlichen Grundstücke nördlich des Sportplatzes am besten für einen Schulneubau eignen. Bei dem von Fachleuten durchgeführten Variantenvergleich wurden die Bebaubarkeit, die Erschließung der Grundstücke, die Verkehrsbelastung, der Bauablauf, die Kosten, die Stellplatzsituation, die Verfügbarkeit der Sportflächen sowie die technische Anbindung untersucht.

Für Gemeinderat Christian Scheuerpflug gilt es allerdings noch zu klären, wie die Verkehrssituation gelöst werden soll.

Der Gemeinderat hat auf Basis des Variantenvergleichs die Durchführung einer Bürgerbeteiligung beschlossen.

 

Kindergartenbedarf festgestellt

Krippenplätze nicht ausreichend

Im Rahmen einer Bestandsermittlung durch die Verwaltung wurde festgestellt, dass derzeit die Errichtung einer Krippengruppe sowie einer Kindergartengruppe erforderlich ist.

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wurde allerdings seitens der Verwaltung vorgeschlagen, mit einer Reserve von zusätzlichen fünf Prozent zu planen. Dadurch soll mehr Flexibilität und ein mittelfristig ausreichendes Betreuungsangebot sichergestellt werden. Der Gemeinderat stimmte der Bedarfsfeststellung zu.

 

Hybride Ausschuss- und Gemeinderatssitzungen

Öffentlichkeit gewährleisten und Hygiene sicherstellen

Insbesondere aufgrund der aktuellen Pandemiesituation wurde seitens des Bayerischen Landtages eine Änderung der Gemeindeordnung beschlossen. Dabei können Gremiumsmitglieder zukünftig durch eine audiovisuelle Zuschaltung an den Sitzungen teilnehmen. Da jedoch im Hinblick auf die Öffentlichkeit der Sitzungen auch weiterhin Präsenzsitzungen erforderlich sind, muss mindestens der Vorsitzende im Sitzungssaal anwesend sein. Allerdings darf kein Mitglied des Gremiums von der Präsenz im Sitzungssaal ausgeschlossen werden. Das Gremium wurde jedoch gebeten, derzeit überwiegend audio-visuell teilzunehmen. Damit soll möglichst vielen Bürgern die Möglichkeit gegeben werden an der öffentlichen Sitzung teilzunehmen. Wegen der Infektionsgefahr muss die Teilnehmerzahl derzeit begrenzt werden.

Christian Scheuerpflug befürwortet diese Entwicklung auch mit dem Hinweis auf eine Zeit nach der Corona-Pandemie. Das gibt beispielweise jungen Eltern die Möglichkeit an Sitzungen von zuhause aus teilzunehmen. Somit würden sich in Zukunft eventuell mehr junge Menschen für den Gemeinderat aufstellen lassen.

 

Haushaltsplan 2021 beschlossen

Gesamtverschuldung liegt weit unter dem Landesdurchschnitt

Nach ausführlicher Beratung im Haushalts- und Finanzausschuss wurde jetzt der Haushaltsplan für 2021 einstimmig beschlossen. Dabei wurde der Verwaltung, insbesondere Kämmerin, Frau Katharina Seitzinger, eine vorausschauende und solide Haushaltsführung bescheinigt.

So können die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen der Gehsteige, Straßen und der Kanalisation weitergeführt werden.

Ebenso können die Weiterentwicklung der Schule, die Ortsentwicklung und die Gewinnung von bebaubaren Grundstücken angegangen werden. Die Gemeinde verfolgt dabei erfolgreich die Strategie, Vorhaben und Projekte durch Fördermittel mitzufinanzieren.

Diese müssen jedoch vorfinanziert werden, weil Fördermittel erst im Nachhinein ausgezahlt werden. Deshalb ist ein Zurückgreifen auf die Rücklagen erforderlich. Aus Sicht von Fraktionssprecher Manfred Riedel ergibt das durchaus Sinn, da für Geldanlagen derzeit Strafzins verlangt wird.

Erfreulich zeigte sich die SPD-Fraktion, dass ihre Vorschläge für die Schaffung von E-Bike-Garagen am Bahnhof, Outdoorsportgeräte für Senioren und Menschen mit Behinderung sowie Mittel für die Planung eines Wohnmobilstellplatzes in den Investitionsplan aufgenommen wurden.

 

Änderung des Flächennutzungsplanes

Voraussetzung für einen Bebauungsplan „Grünstromkraftwerk Wernsbach“

Damit die Photovoltaik-Freiflächenanlage nahe Wernsbach umgesetzt werden kann, wurde jetzt eine Änderung des Flächennutzungsplanes mit der Ausweisung einer Sonderbaufläche für „Freiflächen-Photovoltaik“ beschlossen.

Daraus kann jetzt durch den Investor ein vorhabenbezogener Bebauungsplan entwickelt werden.

 

Bebauungsplan „Tauschergelände“

Zahlreiche Stellungnahmen

Nach Abwägung der Einwände durch die Behörden und die Träger öffentlicher Belange sollen jetzt zusätzliche Gutachten vorgelegt werden. Dies betrifft einen Überflutungsnachweis, eine detaillierte Untersuchung der Boden-Mensch Wirkung sowie eine schallschutztechnische Untersuchung.

Durch Bürger wurde auch eine Erweiterung der zu überplanenden Fläche angeregt. Dies ist derzeit jedoch nicht möglich, da aktuell seitens der Gemeinde ausschließlich das Tauschergelände überplant wird. Außerdem wurde die Festsetzung einer Begrünung der Flachdächer angeregt. Wegen der Statik der Bestandsbauten ist dies jedoch nicht zielführend. Aufgenommen wurde auf Bürgeranregung auch eine Festsetzung über die Beschränkung von Werbeanlagen, um eine Lichtverschmutzung zu reduzieren.

Gemeinderat Christian Scheuerpflug plädierte noch einmal dafür, die Flächen möglichst zu entsiegeln und die Dächer von Neubauten zu begrünen. Dadurch würde bei Niederschlägen die Kanalisation entlastet.

 

13.04.2021 in Gemeinderat

Interessante Entwicklung zum Schulstandort

 

Nach Variantenvergleich neuer Standort für Grund- und Mittelschule

Digitale Bürgerbeteiligung geplant

In der Sitzung wurde der vom Gemeinderat beauftragte Variantenvergleich für mögliche Schulstandorte von den beauftragten Architekten vorgestellt. Neben dem Altstandort und dem Standort an der Bezzelwiese wurde nun seitens der Verwaltung ein dritter Standort eingebracht. Nach umfangreicher Prüfung kamen die Architekten zu dem Schluss, dass sich die im Eigentum der Gemeinde befindlichen Grundstücke nördlich des Sportplatzes am besten für einen Schulneubau eignen.

Nach Aussage der beauftragten Architekten wäre am bisherigen Standort eine sinnvolle Grundstückseinteilung mit Schulgebäude, Pausenhof, Bushaltestelle und Parkplätzen nur schwierig machbar. Außerdem müssten die Schüler während der relativ langen Bauphase in Containeranlagen unterrichtet werden, was neben der gestörten Lernatmosphäre zu sehr hohen zusätzlichen Kosten führen würde.

Bei der Variante an der Bezzelwiese müsste zunächst das bestehende Gebäude abgerissen werden, was zu einer Verlängerung der Bauzeit und zu einer Erhöhung der Kosten führen würde. Außerdem müssten dort zusätzlich neue Sportanlagen gebaut werden.

Am Standort „Sportplatz“ könnte sofort gebaut werden. Die Sportstätten können weiter genutzt und es müssten auch keine kostenträchtigen Container aufgestellt werden. Außerdem könnte der Neubau an die bereits vorhandene Nahwärmeleitung angeschlossen werden.

Im Vergleich der Varianten sprechen die von Fachleuten durchgeführten Untersuchungen eindeutig für einen Schulneubau am Sportpark. Neben der kurzfristig möglichen Bebaubarkeit und den kurzen Wegen zu den Sportstätten sprechen insbesondere auch die Kostenvorteile für diesen neuen Standort.

Der Gemeinderat favorisierte deshalb in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich diese Variante. Jetzt wurde die Verwaltung beauftragt eine digitale Bürgerbeteiligung durchzuführen.