SPD Neuendettelsau

24.10.2019 in Gemeinderat

Wir sind fairrückt

 

Neuendettelsau ist ab sofort Fair-Trade-Town. Bereits 2008 hat Jürgen Frercks von der Klimaallianz vorgeschlagen, dass sich Neuendettelsau auf den Weg zur Fairtrade-Gemeinde macht. In einer Auszeichnungsfeier im Rathaus wurde nun am Freitag, dem 11. Oktober, die Urkunde an die Gemeinde übergeben. Erfreulich war das Interesse aus der Bevölkerung. Etwa 70 Gäste nahmen an diesem wichtigen Ereignis teil.

Nach anfänglicher Zurückhaltung aus dem Rathaus konnte nach intensiver Diskussion mit einer Mehrheit aller Fraktionen beschlossen werden, dass Neuendettelsau sich als Fairtrade-Gemeinde zertifizieren lässt. Bedenken gab es vor allem im Hinblick auf den Umfang der nötigen Vorarbeit.

Ausschlaggebend war dann unter anderem, dass sich Dirk Sauer (Fraktionssprecher Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Manfred Riedel (Fraktionssprecher SPD) bereit erklärten, die Gemeinde in der Steuerungsgruppe zu vertreten. Dafür bedankte sich Bürgermeister Korn im Rahmen der Auszeichnungsfeier ausdrücklich.

Die Steuerungsgruppe konnte seit Oktober 2018 zahlreiche Mitstreiter aus der Gastronomie, den Kirchen und den Schulen gewinnen, sich zu beteiligen. Seitens des SPD-Ortsvereins haben dabei Leonie Mundkowski und Manfred Riedel mitgearbeitet.

Ziel der Steuerungsgruppe ist es, die Fairtrade Gemeinde Neuendettelsau in fairen und nachhaltigen Projekten weiter voran zu bringen. „Die Grundvoraussetzungen sind geschaffen. Jetzt muss es richtig los- und weitergehen,“ so Fraktionssprecher Manfred Riedel. Das Motto der Steuerungsgruppe ist: Wir wollen die Welt fair ändern (https://www.fairtrade-towns.de/ideenpool/).

Der Gemeinderat hat dazu bereits beschlossen, dass die Kleidung für den Bauhof zukünftig über einen Anbieter beschafft wird, der Wert auf fairen Handel und Nachhaltigkeit legt.

Die Augustana Hochschule ist seit Juni 2017 Fairtrade University. Auch das Laurentiusgymnasium hat sich auf den Weg gemacht und wird im November Fairtrade School werden.

 

 

Mitglieder der Steuerungsgruppe sind:

  • Frau Eva Ansin (Berufliches Schulzentrum Neuendettelsau)
  • Frau Frau Esther Jaksch (Diakonie Neuendettelsau)
  • Frau Beatrix Mettler-Frercks (Mission EineWelt/Weltladen)
  • Frau Leonie Mundkowski (SPD) 
  • Frau Maria Wagenknecht (St. Franziskus)
  • Frau Nina Besenbeck (Jugendrat)
  • Pfr. Friedemann Barniske (Augustana Hochschule)
  • Herr Manfred Riedel (Gemeinderat/SPD)
  • Herr Dirk Sauer (Gemeinderat/Grüne)
  • Herr Jürgen Frercks (St. Nikolai)
  • Herr Rainer Keilwerth (Bund Naturschutz)
 

21.10.2019 in Umwelt

Das Klärwerk als Energieverkäufer?

 

Das Klärwerk als Energieverkäufer

Die Idee vom energieautarken Dorf.

Der Stromverbrauch soll bis 2050 zu 80% durch erneuerbare Energie, d.h. durch Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biogas, möglichst dezentral gedeckt werden. Alle diese alternativen Energien funktionieren nicht immer oder dauerhaft, denn Sonne und Wind stehen nicht regelmäßig zur Verfügung. Es müssen also Speichertechniken entwickelt oder bekannte ausgebaut werden. Dazu brauchen wir außerdem eine bessere Wärmedämmung.

Mit diesen konkreten Antworten auf den Klimawandel beschäftigt sich seit Oktober 2018 der „Arbeitskreis Klimawandel“ innerhalb des SPD-Ortsvereins Neuendettelsau.

Zusammen mit dem Neuendettelsauer SPD-Bürgermeister-Kandidaten Christoph Schmoll, den Vorstandsmitgliedern Andreas Riechelmann und Dietrich Tramsen hatte der Arbeitskreis zu einer Expertenanhörung eingeladen: MdB Carsten Träger, Fürth, Staatssekretär Florian Pronold, München/Berlin, Prof. Dr. Eberhard Schlücker, Erlangen, Jürgen Nadler, Keyou-emission-free-technology, Unterschleißheim.

Andreas Riechelmann hob neben einzelnen Aktivitäten des AK Klimawandels besonders den Besuch des Arbeitskreises bei der Firma „Hydrogeniums Technologies GmbH“ in Erlangen hervor. Die Firma Hydrogenius baut Anlagen zur Speicherung von Wasserstoff in einer Flüssigkeit. Wasserstoff lässt sich leicht mit elektrischer Energie aus Wasser gewinnen. Bei der Nutzung entsteht dann als Verbrennungsprodukt lediglich Wasserdampf oder bei Verwendung in einer Brennstoffzelle wieder elektrischer Strom und Wärme. Wenn Wasserstoff in der Flüssigkeit LOHC gespeichert wird, lässt er sich als Energieträger mit der bestehenden Infrastruktur (z. B. Schiff, Tankfahrzeuge oder Pipelines) gefahrlos transportieren, lagern und mit geringstem Aufwand aus der Flüssigkeit herausholen und nutzen.

Hier knüpfte Prof. Eberhard Schlücker an mit dem Hinweis, dass der zentrale Aspekt der Klimadiskussion die Energie ist. Denn daraus resultiert bevorzugt der nun schon messbare Treibhauseffekt. In diesem Zusammenhang kritisierte er die zu starke auch politische Hinwendung zur Batterie als Energiespeicher. Er wies unter anderem darauf hin, dass Batterien aus Lithium aufgebaut sind. Und dieser Baustein wird in Zukunft Mangelware aufgrund der großflächigen Umweltzerstörung bei dessen Gewinnung werden. Daher ist für ihn aus wissenschaftlicher Sicht der Favorit für eine energetische Grundversorgung der Wasserstoff.

Für Schlücker bieten Kläranlagen eine Fülle von Möglichkeiten. Hier kann Sauerstoff für den Klärprozess und die Abwärme für die Klärschlammtrocknung genutzt werden, während der Wasserstoff eingespeichert und einer Energieverbrauchsnutzung zugeführt wird. Damit sind für Schlücker auch andere Geschäftsmodelle möglich, wenn beispielsweise eine Kläranlage zum Energieverkäufer werden kann. Er plädiert daher für eine dezentrale Energieversorgung und für Teilhabe der Menschen einer Gemeinde am Energiezentrum „in der Mitte“.  Nur so sind die Menschen daran interessiert, dieses Energiesystem wirtschaftlich, effizient und nachhaltig zu machen.

Aus diesen Überlegungen heraus hat Schlückers die Idee eines „Energie-autarken-Dorfes“ entwickelt. Diesen Überlegungen sagten die beiden Bundespolitiker, Staatssekretär Florian Pronold und MdB Carsten Träger ihre Unterstützung zu.

 Ergänzend dazu stellte Jürgen Nadler, Keyou, seine Ausführungen unter das Thema: „der Verbrennungsmotor wird als Wasserstoffverbrenner grün“. Keyou liefert Ingenieurdienstleistungen, damit Fahrzeughersteller, besonders für Nutzungsfahrzeuge, mit Hilfe des Wasserstoffmotors einen fast emissionsfreien Motor herstellen können. Und so bezeichnet Nadler den Wasserstoff als das Öl der Zukunft. Die beiden Bundestagsabgeordneten wollen den Wasserstoffverbrenner ebenso mit in ihre politische Arbeit nehmen wie die Überlegungen von Prof. Dr. Eberhardt Schlücker zum energieautarken Dorf.

 

15.10.2019 in Kommunalpolitik

Erfolgreiche Zukunftswerkstatt

 

Über 60 Neuendettelsauerinnen und Neuendettelsauer fanden sich in der Aula der Grund- und Mittelschule zur ersten Zukunftswerkstatt am Samstag, den 12.10. ein, darunter auch 7 Mitglieder des SPD Ortsvereins. Das Ziel war die Zukunft Neuendettelsaus gemeinsam zu gestalten. Die Mitarbeiter der Planungsbüros Sesselmann und Vogelsang leiteten gemeinsam mit zwei weiteren Moderatoren die Veranstaltung. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Korn erläuterte Christoph Schmoll noch einmal die bisherigen Schritte die schließlich zur Zukunftswerkstatt „Neuendettelsau Visionen 2040“ führten.

Die Teilnehmer teilten sich zunächst in vier Gruppen ein und sammelten zahlreiche Vorschläge. Daraus bildeten die Gruppen dann Überpunkte der gesammelten Vorschläge. Einige Beispiele: Klimaneutralität, Energie autarkes Neuendettelsau, Kunst-Kultur-Konzerte, Miteinander stärken und zusammenbringen, fahrradfreundliches Neuendettelsau, lebendige Ortsmitte, integriertes Verkehrskonzept, Zone 30, Vernetzung aller Akteure, menschenfreundlich u.v.m.

Daraufhin wurden aus allen Ergebnissen in den Gruppen vier Schwerpunkte für den Nachmittag gebildet. Diese waren:

  • Ein Leitbild für Neuendettelsau
  • Neuendettelsau hat eine lebendige Ortsmitte
  • Alle Funktionen sind für alle einfach erreichbar
  • Neuendettelsau lebt vernetzte Vielfalt.

Bei Leitbild kristallisierten sich Begriffe wie Bildung, Soziales, Gesundheit, Pflege, Handel & Handwerk, Familienort und Wohlfühlort heraus. Als eine Art Slogan entwickelten die Teilnehmer „gelebtes Miteinander“ und „miteinander leben lernen arbeiten“.

In den anderen drei Gruppen wurde nach „Was hindert uns?“, „Was ist zu tun?“ und „Akteuren“ gefragt. Als Hinderungsgründe für eine lebendige Ortsmitte wurden u. a. die Besitzverhältnisse, die Kreisstraße, der fließende Verkehr, ein fehlendes Gesamtkonzept und die geringe Wohndichte identifiziert. Als Lösungsansätze wurden beispielsweise ein Vorkaufrecht der Gemeinde, Verkehrsberuhigung und Quartierkonzepte vorgeschlagen.

Beim Thema „einfach erreichbar“ wurden der hausgemachte Verkehr, die Priorität der Autos und das schlechte Angebot bei Bus und Bahn besonders abends und am Wochenende gerügt. Lösungen könnten eine Bewusstseinsänderung aller Verkehrsteilnehmer, ein Radwegekonzept sowie ein regelmäßiger Busverkehr Neuendettelsau-Heilsbronn sowie die bessere Vernetzung der Verkehrsmittel sein.

Die „vernetze Vielfalt“ hindern persönliche Ressourcen, nicht frei zugängliche Orte sowie die Kosten. Lösungsansätze könnten Themenabende, ein neutraler Treffpunkt, ein lebendiger Kalender, Orte für Jugendliche sowie ein Zentralmuseum sein. Dazu sollten auch die vorhandenen Strukturen gestärkt werden und Kleinkunst gefördert werden.

Zum Abschluss fassten Korn und Schmoll die schon angegangen Themen des Gemeinderates zusammen und bedankten sich bei allen Teilnehmern sehr herzlich. Das Planungsbüro Sesselmann wird die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt ausarbeiten und dem Gemeinderat übergeben. Dieser wird dann Beschlüsse darüber zu fassen haben, wie die Themen kurzfristig weiterverarbeitet werden können.

 

11.10.2019 in Gemeinderat

Neues aus dem Gemeinderat

 

Zuschuss Jugendzentrum

Einstimmig und ohne weitere Diskussionen beschloss der Gemeinderat einstimmig die Auszahlung des alljährlichen Zuschusses zum Betriebskostendefizit des Jugendzentrums.

Schlussabrechnung KiTa Froschlach

Auch einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Schlussabrechnung zum Neubau der KiTa Froschlach. Gemäß dem Bericht der Verwaltung belaufen sich die Mehrkosten gegenüber der Kostenberechnung auf rund 3,2 %, was letztlich als Punklandung betrachtet werden kann. Unter Berücksichtigung der erheblichen Baupreissteigerungen in den letzten Jahren, sind die geringen Mehrkosten sogar als Erfolg zu sehen.

Vorsorge für Stromausfälle

Seitens der Feuerwehr wurde bei der Gemeinde ein Antrag auf die Beschaffung eines mobilen Notstromerzeugers mit Beleuchtungsanlage für Einsatzorte gestellt. Einerseits soll mit dem Gerät die Beleuchtungssituation im Einsatzfall, über die bestehende Lichtausrüstung auf den Fahrzeugen hinaus, noch verbessert werden. Andererseits soll das Aggregat im Feuerwehrhaus sicherstellen, dass bei einem Stromausfall die Alarmierbarkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr uneingeschränkt aufrechterhalten werden kann.

Ein der Feuerwehr nahestehender Gemeinderat hat die Notwendigkeit der Beschaffung in Zweifel gezogen, wodurch eine kontroverse Diskussion innerhalb des Gemeinderates in Gang gesetzt wurde. Um zu vermeiden, dass der Antrag der Feuerwehr in der Sitzung abgelehnt wird, hat SPD Gemeinderat Bernd Meyer schließlich vorgeschlagen, die Entscheidung über die Beschaffung zu vertagen und von der Feuerwehr nochmals vertiefende Informationen über die Notwendigkeit des Gerätes einzuholen.

Dem Vorschlag wurde vom Gremium mehrheitlich zugestimmt.

Umnutzung der ehemaligen Metzgerei Neukamm in einen Imbiss

Die im Erdgeschoss gelegenen Räumlichkeiten werden zukünftig als Döner-Imbiss mit Verkaufsladen genutzt. Allgemein hat sich im Gremium die Begeisterung über die neu geplante Nutzung in Grenzen gehalten. Seitens des SPD Gemeinderates Christoph Schmoll wurde das Bedauern über den Verlust eines traditionellen Handwerksbetriebes zum Ausdruck gebracht. Aufgrund der baurechtlichen Einschätzung der Verwaltung lagen keine Versagensgründe vor, so dass dem Antrag stattgegeben werden musste.

Mehr Aufmerksamkeit für Novamare

Einstimmig beschloss der Gemeinderat eine Werbestele für das Novamare an der Nordstraße.

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02.10.2019 in Kommunalpolitik

Christoph Schmoll einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt!

 

Wir gratulieren Christoph zu seiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten. Alle Infos zu Christoph findet ihr hier auf seiner Seite.