
Feuerwehrführungen in Neuendettelsau und Wernsbach bestätigt
Die Weichen für den Brandschutz im Hauptort und im Ortsteil Wernsbach sind gestellt: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die neugewählten Kommandanten beider Feuerwehren offiziell im Amt bestätigt.
Kontinuität und Verstärkung in Neuendettelsau
Bei der Feuerwehr Neuendettelsau setzen die Aktiven auf bewährte Kräfte und eine erweiterte Führungsebene. Christian Loy wurde in seinem Amt als Kommandant bestätigt, ebenso wie Robert Maier als stellvertretender Kommandant. Neu im Führungsteam ist Michael Schaub, der zum weiteren Stellvertreter gewählt wurde. Der Kreisbrandrat erteilte hierzu sein Benehmen ohne weitere Auflagen.
Neuer Schwung für die Feuerwehr Wernsbach
In Wernsbach übernimmt ein neues Duo die Verantwortung: Markus Maurer wurde zum Kommandanten und Robert Schmidt zu seinem Stellvertreter gewählt. Da für die offizielle Anerkennung noch spezifische Qualifikationen erforderlich sind, erfolgte die Bestätigung unter der Auflage, die Lehrgänge zum „Gruppenführer“ sowie zum „Leiter einer Feuerwehr“ zeitnah innerhalb der nächsten zwei Jahre nachzuweisen.
Die Bestätigung durch die Gemeinde ist laut Bayerischem Feuerwehrgesetz (BayFwG) der abschließende formale Schritt nach den Wahlen in den Jahreshauptversammlungen.
Haushalt 2026 verabschiedet
Steigende Kosten fordern strikte Ausgabendisziplin
Im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2026 vorgestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 20.151.000 € im Verwaltungshaushalt steht die Gemeinde vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Trotz stabiler Einnahmen verringert sich die „Freie Finanzspanne“ spürbar. Dies ist ein wichtiger Indikator für die Handlungsfähigkeit einer Kommune.
Kostensteigerung im laufenden Betrieb
Die Ausgaben für den laufenden Betrieb steigen um rund 937.000 €. Haupttreiber sind die angehobene Kreisumlage (plus 575.000 €), gestiegene Energiekosten sowie Tarifanpassungen. Da diese Mehrbelastungen nicht vollständig durch die höhere Einkommensteuerbeteiligung und geringere Schlüsselzuweisungen aufgefangen werden können, sinkt die planmäßige Zuführung zum Vermögenshaushalt auf 578.000 €.
Investitionen trotz enger Spielräume
Der Vermögenshaushalt umfasst 10.369.000 €. Davon fließen 8.645.000 € direkt in Investitionen. Zu den Schwerpunkten 2026 gehören:
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Planungskosten für die neue Grund- und Mittelschule am Sportpark
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Sanierungen der Sporthallen und der Kita „Bunte Oase“
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Pflichtaufgaben und Sanierungen im Straßenbau und bei der Abwasserbeseitigung
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Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete
Bürgermeister Christoph Schmoll meint, dass der Haushalt ein Spagat zwischen sinkenden finanziellen Spielräumen und Gestaltungsspielraum für den nächsten Gemeinderat ist. Dieser sei aber trotzdem gut gelungen. Die notwendigen Mittel für eine angemessene Handlungsfreiheit sind demnach vorhanden.
Betrieb und laufende Projekte gesichert
Aus Sicht von Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) ist zukünftig eine strikte Haushaltsdisziplin erforderlich. Dabei müssen insbesondere auch Schwerpunkte gesetzt werden. Wichtig ist für die SPD-Fraktion, dass durch die Grund- und Mittelschule vor allem in Bildung und durch die regelmäßige Sanierung der Straßen, Gehwege, Kanäle und Sporthallen in die Infrastruktur investiert wird.
Riedel betonte, dass der Haushalt 2026 den Betrieb und die laufenden Projekte sichert, aber wenig Raum für zusätzliche Wünsche lässt. „Wir investieren, um einen Sanierungsstau zu verhindern, dürfen dabei aber die langfristige Tragfähigkeit nicht aus den Augen verlieren“, so der Fraktionssprecher.
Neue Bushaltestelle für die Reuther Straße
Planung für barrierefreien Ausbau steht
In der Reuther Straße, auf Höhe der Einmündung zum Holunderweg, wird eine neue, moderne Bushaltestelle errichtet. Die Planungen durch das beauftragte Ingenieurbüro sind nun abgeschlossen und ausführungsreif.
Fokus auf Barrierefreiheit und Komfort
Ein besonderes Augenmerk liegt beim Neubau auf der Barrierefreiheit. Um Fahrgästen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen einen nahezu stufenlosen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen, wird ein sogenannter „Kasseler Bord“ verbaut. Dieser spezielle Profilbetonstein erlaubt es Bussen, besonders nah und bündig an die Haltekante heranzufahren. Zudem ist ein moderner Fahrgastunterstand geplant, der Schutz vor Witterung bietet.
Sicherung von Fördermitteln
Die Gemeinde setzt bei der Finanzierung auf die Unterstützung durch den Freistaat Bayern. Bei der Regierung von Mittelfranken werden derzeit entsprechende Fördermittel beantragt.
Christian Scheuerpflug (SPD) erinnerte daran, dass in einer vorangegangenen Sitzung zu diesem Thema beschlossen wurde, eine Querungshilfe an der Einmündung Sonnenstraße / Gartenstraße zu prüfen. Diese wäre eine sinnvolle Ergänzung zur Bushaltestelle und ein wichtiger Beitrag für die sichere Querung von Schulkindern.
„Mit der neuen Haltestelle schließen wir eine Lücke im Liniennetz und investieren direkt in die Mobilität und Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.
„Treignac-Platz“ am Bahnhofsvorplatz
Ein Zeichen der Freundschaft
Die langjährige Partnerschaft zwischen Neuendettelsau und der französischen Gemeinde Treignac erhält ein sichtbares Zeichen. Der Gemeinderat hat beschlossen, den Bahnhofsvorplatz offiziell als „Treignac-Platz“ zu benennen und dort ein lebendiges Symbol der Verbundenheit zu pflanzen.
Ehrenplatz an zentraler Stelle
Ursprünglich war die Anlage des Platzes im Bereich der Baumallee (Heilsbronner Straße) angedacht. Nach einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Treignac-Verein sowie dem Bauamt fiel die Wahl nun auf den Bahnhofsvorplatz. Der Standort überzeugt durch seine zentrale Lage und beherbergt bereits einen Partnerschaftsstein.
Symbole der Verbundenheit
Das Herzstück des neuen Platzes bildet die Pflanzung eines Baumes an der Stelle einer ehemaligen Robinie. Damit soll ein Symbol für Widerstandskraft, Hoffnung und tiefe Freundschaft gesetzt werden– Werte, welche die Partnerschaft mit Treignac seit jeher prägen. Zusätzlich wird der Treignac-Verein einen neuen Entfernungsstein setzen, der die Kilometerdistanz zur französischen Partnergemeinde anzeigt.
Feierliche Einweihung im Mai
Die offizielle Namensgebung erfolgt durch die Aufstellung eines Schildes mit der Aufschrift „Treignac-Platz“. Der feierliche Rahmen steht bereits fest: Die Einweihung des „Treignac-Platzes“ und die gemeinsame Baumpflanzaktion sollen am 16. Mai 2026 im Zuge des geplanten Partnerschaftsfestes stattfinden.
„Mit der Neugestaltung am Bahnhof schaffen wir einen würdigen Ort der Begegnung, der unsere europäische Freundschaft für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sichtbar macht“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.
Verbundenheit durch Gemeindewappen zeigen
Die Partnerschaft zwischen Neuendettelsau und der französischen Gemeinde Treignac wird künftig noch sichtbarer: Der „Freundeskreis Treignac e.V.“ hat die offizielle Genehmigung erhalten, das Gemeindewappen auf seinen neu gestalteten Poloshirts zu verwenden.
Da der Verein eine große Öffentlichkeitswirkung entfaltet – sowohl lokal als auch bei Besuchen in Frankreich – unterstreicht das Wappen auf der Vereinskleidung die enge Verbindung zwischen der Kommune und dem Partnerschaftsverein.
Unterstützung des örtlichen Gewerbes
Mit zwei zusätzlichen Ladenöffnungszeiten soll auch in diesem Jahr wieder das örtliche Gewerbe unterstützt werden. Anlässlich der Kirchweih und des Dorffestes gelten folgende Öffnungszeiten:
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Kirchweih am 05. Juli 2026 von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr und
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Dorffest am 20. September 2026 von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr
Wasserabgabesatzung an gesetzliche Formvorschriften angepasst
Mehr Transparenz
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Neuerlass der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung (BGS-WAS) beschlossen. Hintergrund der Neufassung ist eine notwendige formale Korrektur aufgrund gesetzlicher Vorgaben.
Nach Hinweisen des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes (BKPV) entsprach die bisherige Satzung in der Darstellung der Gebühren nicht mehr vollumfänglich der aktuellen Preisangabenverordnung. Diese schreibt vor, dass Gebühren künftig explizit sowohl in Netto als auch in Brutto ausgewiesen werden müssen.



