
Meilenstein für die neue Schule
Vorplanungen für Neubau der GMS Neuendettelsau abgeschlossen
Ein entscheidender Schritt für das aktuell größte Bauprojekt der Gemeinde ist getan: In der Sondersitzung des Gemeinderats wurden die Ergebnisse der Leistungsphase 2 für den Neubau der Grund- und Mittelschule (GMS) am Sportpark offiziell präsentiert. Diese Vorplanung ist der erste Schritt, in dem aus einer bloßen Idee ein konkretes Planungskonzept entstand.
Optimale Lernumgebung durch kooperative Planung
Basierend auf dem Beschluss des Gemeinderates vom 23. Juni 2025 hat das Architekturbüro aIsh (https://www.a-sh.de/) gemeinsam mit Fachplanern für Statik und Haustechnik das Konzept präzisiert. In enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem pädagogischen Fachbüro LERNLANDSCHAFT (https://lern-landschaft.de/ueber-uns/) und der Verwaltung wurde aus verschiedenen Varianten der Entwurf ausgewählt, der die besten Voraussetzungen für das moderne pädagogische Konzept bietet. Ziel war es, ein Lernumfeld zu schaffen, das funktional und zukunftsorientiert zugleich ist. Architekt Stefan Peters stellte dabei die Grundrisse und die technischen Komponenten der Planung vor. Außerdem zeigte er Skizzen für die Gestaltung der Pausenhöfe, getrennt nach Grund und Mittelschule.
Barrierefreiheit und Fahrradfreundlichkeit
In der anschließenden Aussprache wurde seitens des Gremiums zahlreiche Fragen gestellt und Anregungen eingebracht. Gemeinderätin Natalie Ernst (SPD) erkundigte sich nach der Beschattung der Fenster insbesondere im Sommer. Hier solle laut Planer mit Jalousien gearbeitet werden. Auch die Fenstergröße sei bereits so angepasst, dass Sonneneinfall reduziert werde.
Aus Sicht von Gemeinderat Christian Scheuerpflug (SPD) sei der barrierefreie Zugang zur Dreifachsporthalle bei der aktuellen Planung noch nicht vollständig geklärt. Außerdem schlug er vor, den Radweg von Richtung Friedhof kommend zukünftig östlich der Dreifachhalle zu verlegen, um die Situation am Zugang zur Sporthalle zu entschärfen. Die geplanten Fahrradstellplätze an der Schule und den Hallen sollten laut Christian Scheuerpflug grundsätzlich überdacht werden. Auch Gemeinderätin Birgit Bischoff (SPD) plädierte für die Fahrradfreundlichkeit durch mehr Fahrradstellplätze am Alfred-Kolb-Sportzentrum.
Verkehrsgutachten im Rahmen der Bauleitplanung
Durch das Gremium wurden auch zahlreiche Fragen zur verkehrlichen Situation in der Haager Straße, in der Feldstraße und am Sportpark gestellt. Bürgermeister Schmoll (SPD) erläuterte hierzu, dass diese Fragen innerhalb der noch zu erarbeitenden Bauleitplanung geklärt werden müssen. Derzeit würde bereits ein Verkehrsgutachten erarbeitet, das sowohl zu den Fragen des fließenden, als auch zu Fragen des ruhenden Verkehrs (Parkplätze) Aussagen liefern wird, so Christoph Schmoll.
Förderaussichten und Risiken durch Zeitverzug
Im Zuge der Vorplanung wurde erstmals eine Kostenschätzung vorgelegt. Die Gesamtkosten für den Neubau werden aktuell auf rund 47,9 Mio. Euro beziffert. Auf Basis des aktuellen Raumprogramms und geltender Kostenrichtwerte geht die Verwaltung von einer staatlichen Förderung zwischen ca. 22,6 Mio. Euro und 23,9 Mio. Euro aus. Diese Prognose bedarf allerdings noch der abschließenden Verifizierung durch die Regierung von Mittelfranken, die im Zuge der nächsten Planungsphase mit einer detaillierten Kostenberechnung erfolgt.
Die Kostenplanung löste auch Besorgnis aus. Gemeinderat Scheuerpflug wies darauf hin, dass sich die Kosten vermutlich erhöhen werden, weil eine Preissteigerung bis zum tatsächlichen Baubeginn seitens des Planers bisher nicht berücksichtigt sei.
Meilensteine bis zur Realisierung
Neben dem architektonischen Konzept stellte der Planer auch den vorläufigen Terminplan vor, der die wesentlichen Meilensteine bis zur Realisierung des neuen Schulzentrums definiert.
So soll nach derzeitigem Stand die Ausführungsplanung bis Herbst 2027 vorliegen. Die Bauphase für den Neubau ist von Juli 2027 bis September 2029 vorgesehen.
Einbindung der Schulbaukommission
Der Gemeinderat nahm das Planungskonzept zustimmend und einstimmig zur Kenntnis. Dabei wurde auch vereinbart, dass in der weiteren Planung sowohl hinsichtlich der Bauweise, Holzhybrid- oder Massivbauweise, als auch des energetischen Konzepts ein Variantenvergleich erstellt wird, um die sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung für Bau und Betrieb der Schule festzulegen.
Aus Sicht des Gremiums sollten bei der nun folgenden detaillierten Entwurfsplanung die Fachleute der Fraktionen im Rahmen der Schulbaukommission eng eingebunden werden.
Sicherheit durch Entwurfsplanung
Mit dem Beschluss des Gemeinderates wurde der Bürgermeister ermächtigt, die Leistungen der Vorplanung abzunehmen, sobald alle noch ausstehenden Leistungen zur Vervollständigung der Leistungsphase durch die Planer vorgelegt wurden.
Aus Sicht von Bürgermeister Schmoll muss nun der nächste Schritt, die Erarbeitung der Entwurfsplanung getan werden, um Sicherheit über die Finanzierbarkeit des Projekts zu erlangen.



