
Größte Stärke – an einem Strang ziehen
In der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr blickte Bürgermeister Schmoll auf das vergangene Jahr und machte Mut für die Zukunft. Dabei forderte er dazu auf, das Positive in den Fokus zu rücken.
Vorsorge für den Notfall
Das abgelaufene Jahr war wie die ganze Legislaturperiode aus seiner Sicht geprägt von zahlreichen weitreichenden Entwicklungen, die in den meisten Fällen nicht zu beeinflussen waren.
Im Hinblick auf die globalen Entwicklungen habe man mit der Erarbeitung eines Notfallplans begonnen und diesbezüglich auch Ausstattung wie beispielsweise Notstromaggregate beschafft.
Hinsichtlich der regionalen Situation, insbesondere bei AN-Regiomed und beim öffentlichen Nahverkehr sei nicht ausgeschlossen, dass der Landkreis höhere Kreisumlagen fordert. Bürgermeister Schmoll hofft jedoch, dass die steigenden Abgaben durch höhere Schlüsselzuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs kompensiert werden.
Kostenoptimierung in Kernfranken durch Zentralstruktur
Um Kosten im Verwaltungsbereich zu optimieren, arbeite man in Kernfranken an einer schlagkräftigen Zentralstruktur, in der Aufgaben wie beispielsweise Förderanträge und Datensicherheit effizienter bearbeitet werden können.
Zielgerichtete Impulse für die Ortsentwicklung
Aufgrund der schwierigen Situation von Diakoneo und der negativen Folgen für die Arbeitsplatzsituation in der Gemeinde plane man die Ausweisung eines Gewerbegebietes, um Unternehmen anzusiedeln. Gleichzeitig nehme die Ausweisung von Wohnbauland mittlerweile ganz konkrete Züge an.
Außerdem sei inzwischen das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) als Grundlage für die langfristige Entwicklung von Neuendettelsau abgeschlossen und kann schrittweise umgesetzt werden.
Lebensqualität und attraktive Standortfaktoren
Durch die Umsetzung all dieser Maßnahmen werde sich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen. Gleichzeitig werden ein attraktiver Ort und ein passendes Umfeld für Handel, Dienstleistung und Gastronomie geschaffen.
Weitere wichtige Maßnahmen seien der Glasfaserausbau, der abgeschlossene Neubau der Mittelspannungs-Einspeisung, die Beteiligung am Windkraftausbau und die Neugründung des kommunalen Gesundheitszentrums Neuendettelsau.
Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen
All diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Erhalt und der Verbesserung der Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern sind gleichzeitig auch attraktive Standortfaktoren, so Bürgermeister Schmoll. Diese würden sowohl einem gesunden Bevölkerungswachstum als auch dem Erhalt und der Ansiedlung von Gewerbe und damit Arbeitsplätzen dienen.
Aus seiner Sicht wurden im abgelaufenen und in den Jahren davor durch unparteiliche und kollegiale Zusammenarbeit für alle schwierigen Fragen Antworten gesucht, gefunden und deren Umsetzung in Angriff genommen haben. „Ich denke, dass Sie darauf durchaus stolz sein dürfen“, lobte er das Gremium.
Das Positive in den Fokus rücken
Mit dem Projekt Dorfplatz und Gemeindezentrum, dem Kernfrankenfest und dem Dorffest habe man wieder gezeigt, dass man unabhängig von Zugehörigkeiten im Ort zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen könne, lobte der Bürgermeister die Neuendettelsauer Bevölkerung.
„Unverändert haben wir beobachten können, wie unsere Vereine und ehrenamtlichen Initiativen in ihrer Freizeit intensiv arbeiten und dadurch unseren Ort schöner und lebenswerter machen“, so Christoph Schmoll. Dabei rief er dazu auf, nicht das Negative, sondern das Positive in den Fokus zu rücken. Trotz aller Schwierigkeiten und Differenzen leben wir gemeinsam in einem schönen und lebenswerten Ort, in dem vieles in die richtige Richtung läuft. Es gibt keinen Grund zu verzagen, sondern nur Ansporn weiter gemeinsam an möglichen Verbesserungen zu arbeiten.
Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde
Hinsichtlich der Kommunalwahl forderte er das Gremium auf Profil zu zeigen, Stellung zu beziehen, Erfolge zu präsentieren und Visionen zu benennen. „Die Wahl ist nur eine Notwendigkeit und es kommt darauf an, dass alle von uns, die dann noch dabei sind, wieder gut und einvernehmlich zum Wohle der Gemeinde zusammenarbeiten können“. so der Schlussappell des Bürgermeisters.
Bericht zum Förderzentrum-Elternbrief von Diakoneo
Hoffnung für Förderzentrum
In einem aktuellen Elternbrief informierte Diakoneo über den aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich der Sanierung und des Erhalts des Förderzentrums Neuendettelsau.
Analyse sämtlicher potenzieller Diakoneo-Räumlichkeiten
Laut der Vorständin Bildung, Verena Bikas, verfolge Diakoneo das Ziel, tragfähige Alternativ-Vorschläge zu entwickeln. Begutachtet wurden unter anderem
einzelne Gebäudeteile am bisherigen Standort und die Aufteilung von Klassenstufen
auf mehrere Gebäude. Geprüft werde auch die Nutzung von Räumen des Förderzentrums St. Martin sowie weitere theoretisch verfügbare Objekte in Neuendettelsau und Ansbach. In einem engen Zusammenwirken mit dem Landkreis und den Behörden soll überlegt werden, wie die Beschulung der rund 210 Schüler*innen sowie die sonderpädagogische Versorgung im Landkreis bestmöglich organisiert werden kann.
Engagierte Unterstützung durch Bürgermeister Schmoll
In einer dritten Abstimmungsrunde mit dem Landratsamt, der Schulbehörde und Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) wurden Lösungsvorschläge vorgestellt. Dabei wurde darauf hinwiesen, dass Diakoneo aktuell noch auf die Zahlung von ca. 9,5 Mio. Euro Förderzusagen aus verschiedenen Projekten wartet.
Die Vorständin Verena Bikas, dankte dabei ausdrücklich Bürgermeister Schmoll. Er würde Diakoneo und den betroffenen Familien äußerst engagiert beistehen. Schmoll prüfe derzeit mit Hochdruck, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen kommunale Mittel aus Rücklagen zur Überbrückung der Finanzierung zur Verfügung gestellt werden könnten. Hierfür bedarf es allerdings einer verbindlichen rechtlichen Absicherung durch den Landkreis. Parallel dazu werden auch auf Landes- und kommunaler Ebene weitere Finanzierungswege geprüft.
Schulauftrag liegt beim Landkreis
Ziel ist es in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit dem Landkreis eine Lösung zu finden, mit der die finanziellen Voraussetzungen für eine Generalsanierung des Schulgebäudes umgesetzt werden kann.
Falls keine Lösungen gefunden werden, müsse Diakoneo den Schulauftrag an den Landkreis zurückzugeben, so die Vorständin.



