
Steigerung der Energieautarkie
Bericht des Gewässerschutzbeauftragten
Der Gewässerschutzbericht 2024/2025 der Gemeinde Neuendettelsau unterstreicht den Erfolg konsequenter Kanalsanierungen durch einen geringen Fremdwasseranteil. Der Umbau des Pumpwerks Haag wurde im Februar 2024 abgeschlossen, während bis Mai 2025 die Modernisierung der pneumatischen Pumpwerke Watzendorf, Bechhofen, Wernsbach und Wollersdorf erfolgreich erfolgte. Die Übernahme und geplante Sanierung der PV-Anlage auf dem Betriebsgebäude für ca. 18.250 EUR verspricht eine Leistungssteigerung auf 22.000 kWh/a, was zu einer jährlichen Stromkosteneinsparung von etwa 3.500 EUR führt, die Amortisation erfolgt nach ca. 5 Jahren. Diese Maßnahme dient als erster Schritt zur Erfüllung der EU-Abwasserrichtlinie, wobei zukünftig die Nutzung des „Alten Tropfkörpers“ für vertikale PV-Paneele zur Steigerung der Energieautarkie geprüft wird.
Aktuelle Informationen zum Westbayernring
Zu dem aktuellen Stand hat er Netzbetreiber TENNET der Gemeinde mitgeteilt, dass die Planung in den Verantwortungsbereich der Bundesetzagentur (BNetzA) übergegangen ist. Der Ausbau des Westbayernrings befindet sich aktuell in einer wichtigen Prüfphase.
Entscheidung steht noch aus
Ob das Projekt „Westbayernring“ endgültig gebaut wird, entscheidet die Bundesnetzagentur voraussichtlich erst Ende 2026. Bis dahin wird geprüft, wie hoch der Bedarf für diese Stromleitung tatsächlich ist.
Planungen laufen weiter
Damit keine Zeit verloren geht, werden die bisherigen Untersuchungen zur Umwelt und zur Streckenführung (die sogenannte Raumverträglichkeitsprüfung) geordnet zu Ende geführt. Das sorgt dafür, dass die bisherige Arbeit nicht umsonst war und regionale Hinweise festgehalten werden.
Datenabfrage vor Ort
In den nächsten Wochen werden Fachfirmen auf die Kommunen und Behörden zukommen, um wichtige Daten für die mögliche Trassenführung abzufragen (z. B. Naturschutz- oder Baugebiete).
Insgesamt ist es noch nicht sicher, ob die Leitung kommt, aber die Vorbereitungen laufen weiter, um für eine spätere Entscheidung alle Fakten auf dem Tisch zu haben.
https://www.tennet.eu/de/projekte/westbayernring
Fahrzeug für die Kläranlage
Das aktuelle Kläranlagenfahrzeug (Baujahr 2010) ist aufgrund eines Turboladerschadens und Abgasproblemen nicht mehr wirtschaftlich zu reparieren. Da Neufahrzeuge derzeit extrem lange Lieferzeiten haben, wurde kurzfristig nach einer sofort verfügbaren Alternative gesucht.
Die Wahl fiel auf ein gebrauchtes Elektro-Vorführfahrzeug der Marke Peugeot vom Autohaus Oppel in Ansbach. Das Fahrzeug (EZ 2025, 800 km) erfüllt mit seinem Elektroantrieb und einer zusätzlichen Seitenscheibe für bessere Sicht alle Anforderungen der Mitarbeiter. Um die Einsatzfähigkeit der Kläranlage sicherzustellen, hat Bürgermeister Schmoll den Kaufvertrag zeitnah unterzeichnet.
Mehr Sicherheit für Rad und Fuß
Ein Verkehrsversuch
Ab dem 1. Juni 2026 testet die Gemeinde Neuendettelsau in Zusammenarbeit mit dem Landkreis auf der Hauptachse (Heilsbronner bis Schlauersbacher Straße) markierte Schutzstreifen, um den Radverkehr sicherer auf die Fahrbahn zu führen und Gehwege zu entlasten. Der Versuch soll zeigen, ob getrennte Wege für das Miteinander sicherer und das Radfahren attraktiver machen.
Laut Bürgermeister Schmoll werde man darauf achten, dass sich Breitbandausbau und Verkehrsversuch nicht ins Gehege kommen. Über den Verkehrsversuch werde regelmäßig über die Homepage der Gemeinde informiert.
Das Wichtigste im Überblick:
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Ziel: Radfahrer sollen runter von den engen Gehwegen und sichtbar auf die Straße. Das verhindert Konflikte mit Fußgängern und macht Radler für ausparkende Autos besser sichtbar.
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Was sind Schutzstreifen? Das sind die markierten Bereiche mit der gestrichelten Linie. Autos dürfen sie bei Bedarf befahren, müssen aber 1,50 m Sicherheitsabstand beim Überholen von Rädern einhalten.
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Wichtige Änderung beim Parken: Auf den Schutzstreifen herrscht Parkverbot (besonders relevant für die Schlauersbacher Straße). In der Heilsbronner Straße werden Parkplätze schräg markiert und teils zeitlich begrenzt (3 Std.), um Dauerparken zu vermeiden.
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Wissenschaftliche Begleitung: Die TH Nürnberg untersucht während der Testphase genau, wie sich das Verhalten und die Sicherheit im Ort verändern.
Im Rahmen der der wissenschaftlichen Begleitung werde vor und nach dem Verkehrsversuch untersucht, wie viele gefährliche Situationen es zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern gibt. Insgesamt dauere der Verkehrsversuch ein Jahr, um valide Ergebnisse zu bekommen, so Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD). Anschließend solle dann im Rahmen der Auswertung entschieden werden, ob die Schutzstreifen dauerhaft bestehen bleiben.
Erfolgte Auftragsvergaben
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Grundwassermonitoring - Altdeponie Neuendettelsau– Weinstraße –
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Malerarbeiten - Sanierung Gemeindewohnung – Weidenweg 1
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Schallschutztüren - Grund- u. Mittelschule
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Rundholz-Palisaden - Bauhof – Parkplätze
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Frühjahrs- u. Sommerbepflanzung



