08.05.2026 in Topartikel Gemeinderat
Am 04. Mai 2026 trat der neu gewählte Gemeinderat das erste Mal zusammen und Bürgermeister Christoph Schmoll eröffnete die konstituierende Sitzung.
Die neu in den Gemeinderat gewählten Mitglieder Thomas Aulitzky, Christoph Frank, Andreas Götz, Anja Strauß, Fabian Hahn, Markus Högner und Tobias Lang wurden von Bürgermeister Christoph Schmoll vereidigt.
Zur 2. Bürgermeisterin wurde in geheimer Wahl einstimmig Theresa Korn gewählt. Die beiden Kandidaten für den Posten des 3. Bürgermeisters vereinten jeweils die Hälfte der Stimmen auf sich, so dass per Los Andreas Götz zum 3. Bürgermeister bestimmt wurde. Anschließend wurden beide Stellvertretende in ihrem Amt vereidigt.
Der Gemeinderat beschloss zusätzlich zu den Pflichtausschüssen Rechnungsprüfungsausschuss und Werkausschuss die Einrichtung eines Haupt- und Finanzausschusses, eines Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses (jeweils vorberatend) und eines Ferienausschusses, der in Ferienzeiten die Aufgaben des Gemeinderates wahrnimmt. Die personelle Besetzung wird in der ersten Arbeitssitzung beschlossen.
In der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts wurde die Höhe des Sitzungsgeldes angepasst. Für jede Sitzungsteilnahme sollen die Gemeinderatsmitglieder in der neuen Wahlperiode 35 € erhalten, seit 2014 waren dies 30 €. Selbstständige und Personen, denen z. B. durch die Notwendigkeit einer Kinderbetreuung finanzielle Aufwendungen entstehen, erhalten zusätzlich eine Entschädigung von 25 €/Stunde (bisher: 20 €). Die Pauschalentschädigung für Fraktionssprecher*innen, die auf Anforderung des 1. Bürgermeisters zusätzlich zu Sitzungen zusammentreten, beträgt wie gehabt 25 €/Stunde.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte einen Antrag zur Sitzungsteilnahme durch Ton-Bild-Übertragung, um Gemeinerät*innen trotz Verhinderung bei triftigen Gründen die Teilnahme an Sitzungen zu ermöglichen. Die Verwaltung verwies auf die nach wie vor fehlende technische Ausstattung im Sitzungssaal, um sowohl Datenschutzaspekten als auch gültigen Abstimmungen Rechnung zu tragen, sowie weiterhin bestehende Unklarheiten bezüglich der rechtssicheren Umsetzung. GRM Ernst erklärte ihre Unterstützung des Antrags, um die Stimme beruflich verhinderter Gemeinderatsmitglieder oder von Personen mit zu pflegenden Angehörigen nicht ungehört zu lassen. Der Gemeinderat lehnte den Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung ab.
Die Vertretung der Gemeinde im Zweckverband der Sparkasse Ansbach, im Schulverbund Ansbach-Ost und in der Verbandsversammlung beim Zweckverband zur Wasserversorgung Reckenberg-Gruppe wird wie gehabt der 1. Bürgermeister Schmoll bzw. seine Stellvertreter*innen übernehmen.
Der 1. Bürgermeister Schmoll sowie seine Stellvertreter*innen Theresa Korn und Andreas Götz wurden durch den Gemeinderat zu Eheschließungsstandesbeamten bestellt.
29.04.2026 in Gemeinderat
Nachdem die räumliche Situation des Dialysezentrums an der Heilsbronner Straße unbefriedigend ist, wurde seitens des Betreibers an die Gemeinde der Wunsch herangetragen im Gewerbegebiet einen Neubau zu errichten.
Mit der Genehmigung einer Änderung des Bebauungsplanes im Gewerbegebiet können zukünftig auch gewerbliche Anlagen entstehen, die der „sozialen und gesundheitlichen Nutzung dienen“. Damit wurde ein Ersatz für den bisherigen Standort des Dialysezentrums gefunden. Der Planer erläuterte die Anregungen der Träger öffentlicher Belange. Seitens der Bevölkerung gab es keine Einwände.
Für Christian Scheuerpflug (SPD) war es wichtig, dass durch die neue Nutzung im Gewerbegebiet keine Einschränkungen für die bestehenden oder zukünftigen Gewerbetreibenden hinsichtlich der Schallschutzvorgaben entstehen. Der Gemeinderat stimmte der Änderung des Bebauungsplanes einstimmig zu.
Wie im Januar berichtet, soll westlich des Adlerweges ein ca. 1,5 Hektar großes Baugebiet mit vier Wohneinheiten erschlossen werden. Das angrenzende Biotop mit Grünfläche und einem stehenden Gewässer sowie Waldflächen bleiben dabei unberührt.
Im Rahmen der öffentlichen Auslegung gab es insgesamt drei Stellungnahmen von Bürgern sowie diverse Rückmeldungen von Fachbehörden.
Einwände gerecht und abgewogen berücksichtigt
Der Gemeinderat stellte nach ausführlicher Erläuterung durch den Fachplaner in einer Gesamtabwägung fest, dass die Belange der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange bei der Planung gerecht und abgewogen berücksichtigt wurden.
Die Kosten für das Planverfahren und für die Erschließungsarbeiten werden von den betroffenen Grundstückseigentümern übernommen.
Planungsverfahren für Grund- und Mittelschule eingeleitet
Die Weichen für eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Gemeinde Neuendettelsau sind gestellt: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich den offiziellen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Grund- und Mittelschule“ gefasst. Damit macht die Gemeinde den Weg frei für den dringend benötigten Schulneubau nördlich des Sportparks.
Umfassende Voruntersuchungen laufen
Um eine verträgliche Planung sicherzustellen, hat die Verwaltung bereits zahlreiche Gutachten beauftragt. Untersucht werden unter anderem der Artenschutz, die Bodenbeschaffenheit, der Lärmschutz sowie die künftige Verkehrssituation. Auch eine mögliche Verschattung der benachbarten Wohnbebauung wurde bereits geprüft, um den Interessen der Anwohner gerecht zu werden.
Christian Scheuerpflug regte an, für die Parkplatzfläche Festsetzungen hinsichtlich zu pflanzender Bäume mit aufzunehmen. Es sei zeitgemäß, für sechs bis acht Stellplätze einen Baum vorzusehen und die Pflanzfläche groß genug zu gestalten. „Das ist ein wichtiger Betrag zur Klimaanpassung und dringend geboten“, so Gemeinderat Scheuerpflug.
Frühzeitige Beteiligung der Bürger
Mit dem aktuellen Beschluss wurde die Verwaltung zudem ermächtigt, die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchzuführen.
Sobald der Vorentwurf für den Bebauungsplan erstellt ist, haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich über die Pläne zu informieren und Anregungen einzubringen.
Ein geplantes Einfamilienhaus gegenüber dem Supermarkt in der Schlauersbacher Straße konnte das gemeindliche Einvernehmen nicht erhalten. Das Grundstück liegt in einer „Splittersiedlung“ im Außenbereich, was eine Wohnbebauung an dieser Stelle derzeit rechtlich ausschließt.
Dem Rückbau einer Siloanlage (4 Silos) und der Schaffung fünf neuer Lagersilos im Gewerbegebiet stimmte der Gemeinderat zu. Eventuelle Kosten für zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen übernimmt der Bauherr. Das Gremium stimmte dem Antrag zu.
Dem Neubau einer ca. 17 x 15 Meter großen Lagerhalle mit Flachdach erteilte der Gemeinderat das erforderliche Einvernehmen. Dafür wird eine bestehende, eingeschossige Ausstellungshalle abgerissen. Das Bauvorhaben liegt in einem Mischgebiet an der Friedhofstraße und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.
Grünes Licht für die Gemeindefinanzen
Das Landratsamt Ansbach hat die Haushaltssatzung sowie die Wirtschaftspläne der Gemeindewerke und des Gesundheitszentrums für das Jahr 2026 bestätigt.
Da der Haushalt keine genehmigungspflichtigen Bestandteile enthält und die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Gemeinde gesichert ist, kann die Satzung ausgefertigt werden. Das Landratsamt betonte in seiner Stellungnahme lediglich die Einhaltung der gesetzlichen Prioritäten bei Investitionen, um die finanzielle Stabilität auch künftig zu wahren. Die rechtsaufsichtliche Stellungnahme entspricht im Wesentlichen der eigenen Beurteilung durch die Verwaltung.
Die Veröffentlichung erfolgt im Amtsblatt am 6. Mai 2026, womit der Haushalt offiziell rückwirkend in Kraft tritt.
Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) bedankte sich am Ende der Sitzung vor allem bei den ausscheidenden Gemeinderatsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in der abgelaufenen Legislaturperiode. In den sechs Jahren habe es demnach auch schwierige Momente gegeben. Es seien schließlich schwierige Aufgaben in Angriff genommen worden und man habe nicht nur dicke Bretter, sondern geradezu Bohlen gebohrt. Durch die gute Zusammenarbeit sei vieles vorangekommen und habe sich entwickelt. Dafür dankte er den ausscheidenden Gemeinderatsmitgliedern aufrichtig und wünschte ihnen alles Gute für die weitere Zukunft.
22.04.2026 in Gemeinderat
Bericht des Gewässerschutzbeauftragten
Der Gewässerschutzbericht 2024/2025 der Gemeinde Neuendettelsau unterstreicht den Erfolg konsequenter Kanalsanierungen durch einen geringen Fremdwasseranteil. Der Umbau des Pumpwerks Haag wurde im Februar 2024 abgeschlossen, während bis Mai 2025 die Modernisierung der pneumatischen Pumpwerke Watzendorf, Bechhofen, Wernsbach und Wollersdorf erfolgreich erfolgte. Die Übernahme und geplante Sanierung der PV-Anlage auf dem Betriebsgebäude für ca. 18.250 EUR verspricht eine Leistungssteigerung auf 22.000 kWh/a, was zu einer jährlichen Stromkosteneinsparung von etwa 3.500 EUR führt, die Amortisation erfolgt nach ca. 5 Jahren. Diese Maßnahme dient als erster Schritt zur Erfüllung der EU-Abwasserrichtlinie, wobei zukünftig die Nutzung des „Alten Tropfkörpers“ für vertikale PV-Paneele zur Steigerung der Energieautarkie geprüft wird.
Zu dem aktuellen Stand hat er Netzbetreiber TENNET der Gemeinde mitgeteilt, dass die Planung in den Verantwortungsbereich der Bundesetzagentur (BNetzA) übergegangen ist. Der Ausbau des Westbayernrings befindet sich aktuell in einer wichtigen Prüfphase.
Entscheidung steht noch aus
Ob das Projekt „Westbayernring“ endgültig gebaut wird, entscheidet die Bundesnetzagentur voraussichtlich erst Ende 2026. Bis dahin wird geprüft, wie hoch der Bedarf für diese Stromleitung tatsächlich ist.
Planungen laufen weiter
Damit keine Zeit verloren geht, werden die bisherigen Untersuchungen zur Umwelt und zur Streckenführung (die sogenannte Raumverträglichkeitsprüfung) geordnet zu Ende geführt. Das sorgt dafür, dass die bisherige Arbeit nicht umsonst war und regionale Hinweise festgehalten werden.
Datenabfrage vor Ort
In den nächsten Wochen werden Fachfirmen auf die Kommunen und Behörden zukommen, um wichtige Daten für die mögliche Trassenführung abzufragen (z. B. Naturschutz- oder Baugebiete).
Insgesamt ist es noch nicht sicher, ob die Leitung kommt, aber die Vorbereitungen laufen weiter, um für eine spätere Entscheidung alle Fakten auf dem Tisch zu haben.
https://www.tennet.eu/de/projekte/westbayernring
Das aktuelle Kläranlagenfahrzeug (Baujahr 2010) ist aufgrund eines Turboladerschadens und Abgasproblemen nicht mehr wirtschaftlich zu reparieren. Da Neufahrzeuge derzeit extrem lange Lieferzeiten haben, wurde kurzfristig nach einer sofort verfügbaren Alternative gesucht.
Die Wahl fiel auf ein gebrauchtes Elektro-Vorführfahrzeug der Marke Peugeot vom Autohaus Oppel in Ansbach. Das Fahrzeug (EZ 2025, 800 km) erfüllt mit seinem Elektroantrieb und einer zusätzlichen Seitenscheibe für bessere Sicht alle Anforderungen der Mitarbeiter. Um die Einsatzfähigkeit der Kläranlage sicherzustellen, hat Bürgermeister Schmoll den Kaufvertrag zeitnah unterzeichnet.
Ein Verkehrsversuch
Ab dem 1. Juni 2026 testet die Gemeinde Neuendettelsau in Zusammenarbeit mit dem Landkreis auf der Hauptachse (Heilsbronner bis Schlauersbacher Straße) markierte Schutzstreifen, um den Radverkehr sicherer auf die Fahrbahn zu führen und Gehwege zu entlasten. Der Versuch soll zeigen, ob getrennte Wege für das Miteinander sicherer und das Radfahren attraktiver machen.
Laut Bürgermeister Schmoll werde man darauf achten, dass sich Breitbandausbau und Verkehrsversuch nicht ins Gehege kommen. Über den Verkehrsversuch werde regelmäßig über die Homepage der Gemeinde informiert.
Das Wichtigste im Überblick:
Ziel: Radfahrer sollen runter von den engen Gehwegen und sichtbar auf die Straße. Das verhindert Konflikte mit Fußgängern und macht Radler für ausparkende Autos besser sichtbar.
Was sind Schutzstreifen? Das sind die markierten Bereiche mit der gestrichelten Linie. Autos dürfen sie bei Bedarf befahren, müssen aber 1,50 m Sicherheitsabstand beim Überholen von Rädern einhalten.
Wichtige Änderung beim Parken: Auf den Schutzstreifen herrscht Parkverbot (besonders relevant für die Schlauersbacher Straße). In der Heilsbronner Straße werden Parkplätze schräg markiert und teils zeitlich begrenzt (3 Std.), um Dauerparken zu vermeiden.
Wissenschaftliche Begleitung: Die TH Nürnberg untersucht während der Testphase genau, wie sich das Verhalten und die Sicherheit im Ort verändern.
Im Rahmen der der wissenschaftlichen Begleitung werde vor und nach dem Verkehrsversuch untersucht, wie viele gefährliche Situationen es zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern gibt. Insgesamt dauere der Verkehrsversuch ein Jahr, um valide Ergebnisse zu bekommen, so Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD). Anschließend solle dann im Rahmen der Auswertung entschieden werden, ob die Schutzstreifen dauerhaft bestehen bleiben.
Grundwassermonitoring - Altdeponie Neuendettelsau– Weinstraße –
Malerarbeiten - Sanierung Gemeindewohnung – Weidenweg 1
Schallschutztüren - Grund- u. Mittelschule
Rundholz-Palisaden - Bauhof – Parkplätze
Frühjahrs- u. Sommerbepflanzung
17.04.2026 in Gemeinderat
Die Weichen für den Brandschutz im Hauptort und im Ortsteil Wernsbach sind gestellt: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die neugewählten Kommandanten beider Feuerwehren offiziell im Amt bestätigt.
Kontinuität und Verstärkung in Neuendettelsau
Bei der Feuerwehr Neuendettelsau setzen die Aktiven auf bewährte Kräfte und eine erweiterte Führungsebene. Christian Loy wurde in seinem Amt als Kommandant bestätigt, ebenso wie Robert Maier als stellvertretender Kommandant. Neu im Führungsteam ist Michael Schaub, der zum weiteren Stellvertreter gewählt wurde. Der Kreisbrandrat erteilte hierzu sein Benehmen ohne weitere Auflagen.
Neuer Schwung für die Feuerwehr Wernsbach
In Wernsbach übernimmt ein neues Duo die Verantwortung: Markus Maurer wurde zum Kommandanten und Robert Schmidt zu seinem Stellvertreter gewählt. Da für die offizielle Anerkennung noch spezifische Qualifikationen erforderlich sind, erfolgte die Bestätigung unter der Auflage, die Lehrgänge zum „Gruppenführer“ sowie zum „Leiter einer Feuerwehr“ zeitnah innerhalb der nächsten zwei Jahre nachzuweisen.
Die Bestätigung durch die Gemeinde ist laut Bayerischem Feuerwehrgesetz (BayFwG) der abschließende formale Schritt nach den Wahlen in den Jahreshauptversammlungen.
Steigende Kosten fordern strikte Ausgabendisziplin
Im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2026 vorgestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 20.151.000 € im Verwaltungshaushalt steht die Gemeinde vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Trotz stabiler Einnahmen verringert sich die „Freie Finanzspanne“ spürbar. Dies ist ein wichtiger Indikator für die Handlungsfähigkeit einer Kommune.
Kostensteigerung im laufenden Betrieb
Die Ausgaben für den laufenden Betrieb steigen um rund 937.000 €. Haupttreiber sind die angehobene Kreisumlage (plus 575.000 €), gestiegene Energiekosten sowie Tarifanpassungen. Da diese Mehrbelastungen nicht vollständig durch die höhere Einkommensteuerbeteiligung und geringere Schlüsselzuweisungen aufgefangen werden können, sinkt die planmäßige Zuführung zum Vermögenshaushalt auf 578.000 €.
Investitionen trotz enger Spielräume
Der Vermögenshaushalt umfasst 10.369.000 €. Davon fließen 8.645.000 € direkt in Investitionen. Zu den Schwerpunkten 2026 gehören:
Planungskosten für die neue Grund- und Mittelschule am Sportpark
Sanierungen der Sporthallen und der Kita „Bunte Oase“
Pflichtaufgaben und Sanierungen im Straßenbau und bei der Abwasserbeseitigung
Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete
Bürgermeister Christoph Schmoll meint, dass der Haushalt ein Spagat zwischen sinkenden finanziellen Spielräumen und Gestaltungsspielraum für den nächsten Gemeinderat ist. Dieser sei aber trotzdem gut gelungen. Die notwendigen Mittel für eine angemessene Handlungsfreiheit sind demnach vorhanden.
Betrieb und laufende Projekte gesichert
Aus Sicht von Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) ist zukünftig eine strikte Haushaltsdisziplin erforderlich. Dabei müssen insbesondere auch Schwerpunkte gesetzt werden. Wichtig ist für die SPD-Fraktion, dass durch die Grund- und Mittelschule vor allem in Bildung und durch die regelmäßige Sanierung der Straßen, Gehwege, Kanäle und Sporthallen in die Infrastruktur investiert wird.
Riedel betonte, dass der Haushalt 2026 den Betrieb und die laufenden Projekte sichert, aber wenig Raum für zusätzliche Wünsche lässt. „Wir investieren, um einen Sanierungsstau zu verhindern, dürfen dabei aber die langfristige Tragfähigkeit nicht aus den Augen verlieren“, so der Fraktionssprecher.
Planung für barrierefreien Ausbau steht
In der Reuther Straße, auf Höhe der Einmündung zum Holunderweg, wird eine neue, moderne Bushaltestelle errichtet. Die Planungen durch das beauftragte Ingenieurbüro sind nun abgeschlossen und ausführungsreif.
Fokus auf Barrierefreiheit und Komfort
Ein besonderes Augenmerk liegt beim Neubau auf der Barrierefreiheit. Um Fahrgästen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen einen nahezu stufenlosen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen, wird ein sogenannter „Kasseler Bord“ verbaut. Dieser spezielle Profilbetonstein erlaubt es Bussen, besonders nah und bündig an die Haltekante heranzufahren. Zudem ist ein moderner Fahrgastunterstand geplant, der Schutz vor Witterung bietet.
Sicherung von Fördermitteln
Die Gemeinde setzt bei der Finanzierung auf die Unterstützung durch den Freistaat Bayern. Bei der Regierung von Mittelfranken werden derzeit entsprechende Fördermittel beantragt.
Christian Scheuerpflug (SPD) erinnerte daran, dass in einer vorangegangenen Sitzung zu diesem Thema beschlossen wurde, eine Querungshilfe an der Einmündung Sonnenstraße / Gartenstraße zu prüfen. Diese wäre eine sinnvolle Ergänzung zur Bushaltestelle und ein wichtiger Beitrag für die sichere Querung von Schulkindern.
„Mit der neuen Haltestelle schließen wir eine Lücke im Liniennetz und investieren direkt in die Mobilität und Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.
Ein Zeichen der Freundschaft
Die langjährige Partnerschaft zwischen Neuendettelsau und der französischen Gemeinde Treignac erhält ein sichtbares Zeichen. Der Gemeinderat hat beschlossen, den Bahnhofsvorplatz offiziell als „Treignac-Platz“ zu benennen und dort ein lebendiges Symbol der Verbundenheit zu pflanzen.
Ehrenplatz an zentraler Stelle
Ursprünglich war die Anlage des Platzes im Bereich der Baumallee (Heilsbronner Straße) angedacht. Nach einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Treignac-Verein sowie dem Bauamt fiel die Wahl nun auf den Bahnhofsvorplatz. Der Standort überzeugt durch seine zentrale Lage und beherbergt bereits einen Partnerschaftsstein.
Symbole der Verbundenheit
Das Herzstück des neuen Platzes bildet die Pflanzung eines Baumes an der Stelle einer ehemaligen Robinie. Damit soll ein Symbol für Widerstandskraft, Hoffnung und tiefe Freundschaft gesetzt werden– Werte, welche die Partnerschaft mit Treignac seit jeher prägen. Zusätzlich wird der Treignac-Verein einen neuen Entfernungsstein setzen, der die Kilometerdistanz zur französischen Partnergemeinde anzeigt.
Feierliche Einweihung im Mai
Die offizielle Namensgebung erfolgt durch die Aufstellung eines Schildes mit der Aufschrift „Treignac-Platz“. Der feierliche Rahmen steht bereits fest: Die Einweihung des „Treignac-Platzes“ und die gemeinsame Baumpflanzaktion sollen am 16. Mai 2026 im Zuge des geplanten Partnerschaftsfestes stattfinden.
„Mit der Neugestaltung am Bahnhof schaffen wir einen würdigen Ort der Begegnung, der unsere europäische Freundschaft für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sichtbar macht“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.
Die Partnerschaft zwischen Neuendettelsau und der französischen Gemeinde Treignac wird künftig noch sichtbarer: Der „Freundeskreis Treignac e.V.“ hat die offizielle Genehmigung erhalten, das Gemeindewappen auf seinen neu gestalteten Poloshirts zu verwenden.
Da der Verein eine große Öffentlichkeitswirkung entfaltet – sowohl lokal als auch bei Besuchen in Frankreich – unterstreicht das Wappen auf der Vereinskleidung die enge Verbindung zwischen der Kommune und dem Partnerschaftsverein.
Mit zwei zusätzlichen Ladenöffnungszeiten soll auch in diesem Jahr wieder das örtliche Gewerbe unterstützt werden. Anlässlich der Kirchweih und des Dorffestes gelten folgende Öffnungszeiten:
Kirchweih am 05. Juli 2026 von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr und
Dorffest am 20. September 2026 von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr
Mehr Transparenz
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Neuerlass der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung (BGS-WAS) beschlossen. Hintergrund der Neufassung ist eine notwendige formale Korrektur aufgrund gesetzlicher Vorgaben.
Nach Hinweisen des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes (BKPV) entsprach die bisherige Satzung in der Darstellung der Gebühren nicht mehr vollumfänglich der aktuellen Preisangabenverordnung. Diese schreibt vor, dass Gebühren künftig explizit sowohl in Netto als auch in Brutto ausgewiesen werden müssen.
18.03.2026 in Bildung
Ein entscheidender Schritt für das aktuell größte Bauprojekt der Gemeinde ist getan: In der Sondersitzung des Gemeinderats wurden die Ergebnisse der Leistungsphase 2 für den Neubau der Grund- und Mittelschule (GMS) am Sportpark offiziell präsentiert. Diese Vorplanung ist der erste Schritt, in dem aus einer bloßen Idee ein konkretes Planungskonzept entstand.
Basierend auf dem Beschluss des Gemeinderates vom 23. Juni 2025 hat das Architekturbüro aIsh (https://www.a-sh.de/) gemeinsam mit Fachplanern für Statik und Haustechnik das Konzept präzisiert. In enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem pädagogischen Fachbüro LERNLANDSCHAFT (https://lern-landschaft.de/ueber-uns/) und der Verwaltung wurde aus verschiedenen Varianten der Entwurf ausgewählt, der die besten Voraussetzungen für das moderne pädagogische Konzept bietet. Ziel war es, ein Lernumfeld zu schaffen, das funktional und zukunftsorientiert zugleich ist. Architekt Stefan Peters stellte dabei die Grundrisse und die technischen Komponenten der Planung vor. Außerdem zeigte er Skizzen für die Gestaltung der Pausenhöfe, getrennt nach Grund und Mittelschule.
In der anschließenden Aussprache wurde seitens des Gremiums zahlreiche Fragen gestellt und Anregungen eingebracht. Gemeinderätin Natalie Ernst (SPD) erkundigte sich nach der Beschattung der Fenster insbesondere im Sommer. Hier solle laut Planer mit Jalousien gearbeitet werden. Auch die Fenstergröße sei bereits so angepasst, dass Sonneneinfall reduziert werde.
Aus Sicht von Gemeinderat Christian Scheuerpflug (SPD) sei der barrierefreie Zugang zur Dreifachsporthalle bei der aktuellen Planung noch nicht vollständig geklärt. Außerdem schlug er vor, den Radweg von Richtung Friedhof kommend zukünftig östlich der Dreifachhalle zu verlegen, um die Situation am Zugang zur Sporthalle zu entschärfen. Die geplanten Fahrradstellplätze an der Schule und den Hallen sollten laut Christian Scheuerpflug grundsätzlich überdacht werden. Auch Gemeinderätin Birgit Bischoff (SPD) plädierte für die Fahrradfreundlichkeit durch mehr Fahrradstellplätze am Alfred-Kolb-Sportzentrum.
Durch das Gremium wurden auch zahlreiche Fragen zur verkehrlichen Situation in der Haager Straße, in der Feldstraße und am Sportpark gestellt. Bürgermeister Schmoll (SPD) erläuterte hierzu, dass diese Fragen innerhalb der noch zu erarbeitenden Bauleitplanung geklärt werden müssen. Derzeit würde bereits ein Verkehrsgutachten erarbeitet, das sowohl zu den Fragen des fließenden, als auch zu Fragen des ruhenden Verkehrs (Parkplätze) Aussagen liefern wird, so Christoph Schmoll.
Im Zuge der Vorplanung wurde erstmals eine Kostenschätzung vorgelegt. Die Gesamtkosten für den Neubau werden aktuell auf rund 47,9 Mio. Euro beziffert. Auf Basis des aktuellen Raumprogramms und geltender Kostenrichtwerte geht die Verwaltung von einer staatlichen Förderung zwischen ca. 22,6 Mio. Euro und 23,9 Mio. Euro aus. Diese Prognose bedarf allerdings noch der abschließenden Verifizierung durch die Regierung von Mittelfranken, die im Zuge der nächsten Planungsphase mit einer detaillierten Kostenberechnung erfolgt.
Die Kostenplanung löste auch Besorgnis aus. Gemeinderat Scheuerpflug wies darauf hin, dass sich die Kosten vermutlich erhöhen werden, weil eine Preissteigerung bis zum tatsächlichen Baubeginn seitens des Planers bisher nicht berücksichtigt sei.
Neben dem architektonischen Konzept stellte der Planer auch den vorläufigen Terminplan vor, der die wesentlichen Meilensteine bis zur Realisierung des neuen Schulzentrums definiert.
So soll nach derzeitigem Stand die Ausführungsplanung bis Herbst 2027 vorliegen. Die Bauphase für den Neubau ist von Juli 2027 bis September 2029 vorgesehen.
Der Gemeinderat nahm das Planungskonzept zustimmend und einstimmig zur Kenntnis. Dabei wurde auch vereinbart, dass in der weiteren Planung sowohl hinsichtlich der Bauweise, Holzhybrid- oder Massivbauweise, als auch des energetischen Konzepts ein Variantenvergleich erstellt wird, um die sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung für Bau und Betrieb der Schule festzulegen.
Aus Sicht des Gremiums sollten bei der nun folgenden detaillierten Entwurfsplanung die Fachleute der Fraktionen im Rahmen der Schulbaukommission eng eingebunden werden.
Mit dem Beschluss des Gemeinderates wurde der Bürgermeister ermächtigt, die Leistungen der Vorplanung abzunehmen, sobald alle noch ausstehenden Leistungen zur Vervollständigung der Leistungsphase durch die Planer vorgelegt wurden.
Aus Sicht von Bürgermeister Schmoll muss nun der nächste Schritt, die Erarbeitung der Entwurfsplanung getan werden, um Sicherheit über die Finanzierbarkeit des Projekts zu erlangen.