25.03.2021 in Gemeinderat
Frühlingsfest und Straßenkirchweih fraglich
Coronapandemie hat uns fest im Griff
Laut Verwaltung sind Veranstaltungen und öffentliche Festivitäten derzeit nach der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung untersagt. Dies betrifft derzeit insbesondere das Frühlingsfest. Nach Aussage des Hauptschaustellers soll entsprechend der politischen Entscheidungen derzeit abgewartet werden.
Kirchweih
Wegen der Kirchweih wurden die Gastwirte von der Verwaltung angeschrieben. Eine Straßenkirchweih wie gewohnt ist derzeit fraglich und eher unwahrscheinlich. Vorstellbar ist eine „Wirtshauskerwa“. Eine endgültige Entscheidung soll voraussichtlich im Mai getroffen werden.
Die Verwaltung schlägt bereits jetzt eine Absage des Kirchweihumzuges vor um größere Menschenansammlungen zu vermeiden.
Kernfrankenfest
Das für den 18. Und 19. September geplante Kernfrankenfest am Bolzplatz in der Hubstraße steht auch in Frage. Eine Entscheidung über die Durchführung soll im Juli getroffen werden.
Einwände zum Solarpark Mausendorf
Artenschutzrechtliche Prüfung und Blendgutachten
Im Rahmen der öffentlichen Auslegung wurde ein Blendgutachten gefordert, um Blendungen durch die Solarzellen auszuschließen. Das Gutachten kam zu dem Schluss, dass von der geplanten Solaranlage weder für den Verkehr auf der Autobahn A 6 noch für den Flugverkehr eine Gefährdung durch Blendung ausgehen.
Bezüglich der artenschutzrechtlichen Prüfung bestehen keine Einwände.
Der Gemeinderat billigte den Entwurf einstimmig. Der Bebauungsplan wird erneut ausgelegt und kann in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.
Anpassung der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen
Keine Auswirkungen auf Grundstücksbesitzer
Auf Grund der aktuellen Rechtsprechung wurde die Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen angepasst. Dies hat allerdings auf Nachfrage von Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) keine Auswirkungen auf Grundstücksbesitzer in Neuendettelsau.
Gebühren für die Benutzung des Gemeindearchivs
Anpassung der Gebühren
Da es auf Landesebene eine klare Regelung für die Gebühren bei der Benutzung des Gemeindearchivs und der Registratur gibt, wurden die Kostensätze, beispielsweise für Kopien, entsprechend angeglichen.
Mahngebühren für die Bücherei
Kostendeckung angestrebt
Da die derzeitigen Mahngebühren der Bücherei nicht kostendeckend sind, wurde der Kostensatz je Mahnung von einem auf zwei Euro angehoben.
Förderung und Steigerung des Radverkehrs
Einstimmiges Bekenntnis des Gemeinderates
Nachdem der Gemeinderat bereits in der letzten Legislaturperiode eine Aufnahme in die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune“ beschlossen hat, wurde jetzt einstimmig der Beschluss gefasst, den Radverkehr besonders zu fördern und den Radverkehrsanteil mittelfristig zu erhöhen. Mit der geplanten Beauftragung eines Verkehrskonzeptes unter Einbeziehung aller am Verkehr beteiligten soll insbesondere auch für Radfahrer ein attraktives Angebot geschaffen werden. Das Fahrrad als Verkehrsmittel hat für die Verwaltung und für den Gemeinderat in der Ortsentwicklung und im Verkehrskonzept einen hohen Stellenwert.
Das Angebot für Radfahrer soll in den nächsten Jahren an die gestiegenen Anforderungen angepasst werden. Der Radverkehr wird seitens des Gremiums als Bestandteil einer umweltverträglichen Mobilität angesehen.
Der Beschluss ist außerdem ein wichtiger Schritt zur Vollmitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommune“.
Manfred Riedel von der SPD bedankte sich in diesem Zusammenhang für das Engagement von Frau Hahn, der Radverkehrsbeauftragten der Gemeinde, für ihr außerordentlich hohes Engagement.
Radeln für ein gutes Klima
Als bester Newcomer beteiligt sich Neuendettelsau erneut am Stadtradeln
Die Gemeinde Neuendettelsau beteiligt sich in diesem Jahr erneut am Klimabündnis „STADTRADELN“.
Für die Zeit vom 30.05. bis 19.06.2021 sind wir als Gemeinde beim STADTRADELN dabei. Die Radbverkehrsbeauftragte der Gemeinde, Frau Hahn, hat uns bereits angemeldet. Mitmachen bei diesem Klimabündnis können wieder Gruppen,Vereine und (Hoch-) Schulen. Also – auf geht’s zum Kilometersammeln und dabei das Klima schonen.
Verbesserung der öffentlichen Verkehrsanbindung
Konkrete Vorschläge für den Nahverkehr in Kernfranken
Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen wurde jetzt ein Positionspapier, das unter Beteiligung der Verwaltung und des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“ entstanden ist, für die Diskussion zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in einem Work-Shop in Kernfranken aufgenommen.
Dabei geht es insbesondere um eine Verbesserung des Binnenverkehrs zwischen Neuendettelsau und Heilsbronn. Für den Löhe-Express wird außerdem ein Haltepunkt in Wernsbach vorgeschlagen. Der Busverkehr sollte auch Haltepunkte in der Langen Länge und Sonnenstraße vorsehen.
Außerdem sollte der öffentliche Nahverkehr innerhalb Kernfrankens optimiert werden.
Der Gemeinderat stimmte Verwendung des Positionspapiers zur Verbesserung der ÖPNV Anbindung als Arbeitsgrundlage im Kernfranken-Workshop einstimmig zu.
Rechnungsprüfung
Entlastung der Verantwortlichen
Nach eingehender Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss unter Vorsitz von Gottwald Dötzer, wurde die Verwaltung für das Haushaltsjahr 2019 entlastet. Dötzer bedankte sich bei der Kämmerin, Frau Seitzinger, für die kompetente und gewissenhafte Kassenführung.
Baugesuch im Ortsteil zugestimmt
Voranfrage bestätigt
Einstimmig hat der Gemeinderat nach einer entsprechenden Voranfrage dem Baugesuch von Bauwerbern im Ortsteil Wollersdorf zugestimmt. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Freiflächengestaltung.
Verkehrsbrennpunkte
Landratsamt nimmt Stellung
Der vom Aktionsbündnis „Verkehrswende“ beantragen Versetzung des Ortsschildes in der Schlauersbacher Straße bis zum Norma wurde seitens des Landratsamtes abgelehnt, da auch nach Aussagen der Polizei in den letzten Jahren keine entsprechenden Unfälle vorkamen.
Außerdem beginne die geschlossenen Bebauung erst am derzeitigem Standort des Ortsschildes.
Parken in der Schlauersbacher Straße
Da es immer wieder Anfragen und Beschwerden bezüglich des Parkens in der Schlauersbacher Straße gab, wurde das Landratsamt um Verbesserungsvorschläge gebeten. Das Landratsamt teilte mit, dass Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen müssen. Um die geschwindigkeitsreduzierende Wirkung der parkenden Fahrzeuge unter gleichzeitiger Beibehaltung des Verkehrsflusses sicherzustellen, empfiehlt das Landratsamt eine Ausweisung von Parkflächen mittels Fahrbahnmarkierung. Die Verwaltung schlägt vor, dies in einem Gesamtverkehrskonzept zu betrachten.
Hinweis auf abbiegenden Radverkehr
Der Antrag des Verkehrsbündnisses wegen der Anbringung von Hinweisschildern auf den abbiegenden Radverkehr in der Reuther Straße, Abbiegung Lange Länge, und Kreisstraße Abbiegung Höhe Einfahrt Froschmühle, wird seitens der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes abgelehnt. Der Hinweis wird als nicht für notwendig erachtet, da Radfahrende rechtzeitig ihre Fahrtrichtungsänderung anzeigen und sich schrittweise in die Fahrbahnmitte einordnen müssen. Eine Überbeschilderung wird abgelehnt.
Querungshilfe an der Klinik Neuendettelsau
Laut Landratsamt könnte im Rahmen des behindertengerechten Ausbaus der Haltestelle in der Heilsbronner Straße an der Klinik Neuendettelsau als Synergieeffekt eine Querungshilfe errichtet werden. Die Fraktion der SPD hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Grundsätzlich wäre laut Landratsamt eine Querungshilfe möglich. Allerdings sieht die Straßenverkehrsbehörde nach wie vor kein verkehrsrechtliches Erfordernis. Auch das Argument der Geschwindigkeitsreduzierung greife nicht, da der gewünschte Effekt meist ausbleibe. Aus Sicht der Verwaltung muss deshalb im Rahmen eines Verkehrskonzeptes eine Zählung der täglichen Querungen der Heilsbronner Straße an der Klinik vorgenommen werden.
Bericht der Gemeindebücherei
Elementare Einrichtung für die Bürger*innen
Laut Bericht der neuen Leitung der Bücherei, Frau Martina Engst, war die Ausleihe trotz des Lockdowns nicht so stark rückgängig wie befürchtet. Dazu wurden Konzepte erdacht, wie die Bücherei trotz Einschränkungen den Leihbetrieb aufrecht erhalten kann. Ein starker Anstieg war insbesondere bei den eMedien zu verzeichnen. Außerdem wurde ein Lieferdienst angeboten.
Mit ihrem Lockdown-Service hat die Bücherei insbesondere für Familien ein Angebot geschaffen, den eintönigen Alltag abwechslungsreicher zu gestalten. Insgesamt ist die Gemeindebücherei eine elementare Einrichtung für die Bürgerinnen und Bürger. Ein große Rolle spielen die Gesellschaftsspiele und digitale Angebote. Die Mitarbeiterinnen der Bücherei möchten diese Angebote zukünftig noch ausbauen.
„Wir sind sehr stolz auf unsere Bücherei“, lobte Bürgermeister Schmoll das Engagement der Mitarbeiterinnen.
Der Fraktionssprecher der SPD, Manfred Riedel, würdigte die Bücherei als dritten Ort in der Gesellschaft und als festen sozialen Punkt in der Gemeinde.
Zuschuss für das Jugendzentrum
Dank von Diakoneo
Die Verwaltung informierte über das Dankesschreiben von Rektor Hartmann für den jährlichen Zuschuss der Gemeinde für das Jugendzentrum in Höhe von 40.000 Euro.
26.02.2021 in Gemeinderat
Gute Mobilfunkversorgung und Gesundheitsschutz
Steuerung der Mobilfunkstandorte
Nachdem die Deutsche Funkturm GmbH (FMG) das Mobilfunkkonzept der Gemeinde Neuendettelsau angreift und vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eine Unwirksamkeit der Planungen vom Gericht feststellen lassen möchte, hat der Gemeinderat eine Aufhebung der Planungen beschlossen. Nach Auskunft von Fachleuten wären die Normenkontrollanträge der DFMG erfolgreich, da formale Mängel nachzuweisen wären. Das Mobilfunkkonzept hatte zum Ziel, die Zulässigkeit von Mobilfunkanlagen zu steuern.
Nachdem die Gemeinde eine Ausgewogenheit zwischen Gesundheitsschutz und Mobilfunkversorgung erreichen möchte, soll das bisherige Standortkonzept jedoch als Grundlage für die Verhandlungen mit der DFMG dienen, da diese sich im Einzelfall bei der Aufstellung von Mobilfunkmasten mit der Gemeinde abstimmen muss. Laut Bürgermeister Schmoll habe man mit dem bisherigen Mobilfunkkonzept dafür eine gute Grundlage für Verhandlungen. Der Corona-Ausschuss stimmte einstimmig zu.
Gremiensitzungen während der Corona-Pandemie
Größtmögliche Öffentlichkeit und hoher Infektionsschutz
Aufgrund mehrerer Anfragen und Vorschläge aus dem Gemeinderatsgremium sollen die zukünftigen Gemeinderatssitzungen in der Regel im großen Saal des Hotels Sonne stattfinden. Dies hat den Vorteil, dass alle Gremiumsmitglieder teilnehmen können. Außerdem können sich bis zu 34 Personen im Raum aufhalten und die Sitzung kann bis zu 120 Minuten dauern. Sinnvoll ist es dabei, dass die Teilnehmenden freiwillig FFP 2-Masken tragen. Durch die dort vorhandene Lüftungsanlage besteht ein erhöhter Infektionsschutz für alle Teilnehmenden. Grundsätzlich wartet man auf eine angekündigte gesetzliche Regelung auf Landesebene, die eine Sitzung per Videokonferenz ermöglicht. Die Öffentlichkeit könnte diese im Sitzungssaal des Rathauses auf einem Großbildschirm mitverfolgen. Mit der Vorgehensweise waren alle Ausschussmitglieder einverstanden.
Mittagsbetreuung in der Grund- und Mittelschule
Beschulungsangebot der Mittelschule wird angepasst und modernisiert
Infolge der Übernahme von Schülern aus Petersaurach soll künftig neben einer gebundenen Ganztagsklasse auch ein Regelzug angeboten werden. Damit insbesondere berufstätige Eltern dies auch in Anspruch nehmen können, ist eine flexible Mittagsbetreuung erforderlich. Diese soll zukünftig in Zusammenarbeit mit Diakoneo kostenpflichtig angeboten werden. Der monatliche Beitrag der Eltern soll jedoch auf Vorschlag der Verwaltung auf monatlich 50 Euro begrenzt, sowie nach Wochentagen gestaffelt werden und damit auch erschwinglich sein. „Das ist ein attraktives Angebot, insbesondere für berufstätige Mütter im Schichtdienst,“ begrüßte Birgit Bischoff den Vorschlag. Das Gremium stimmte einstimmig zu.
Bürger gestalten ihre Heimat
Teilnahme am LEADER-Projekt
Nachdem sich schon zahlreiche Kommunen der Kommunalen Allianz für eine gemeinsame Teilnahme an dem EU-Programm LEADER entschlossen haben, stimmte auch der Gemeinderat Neuendettelsau einstimmig für eine Beteiligung. Ziele dieses Programms sind beispielsweise die Steigerung der Lebensqualität in der Region, die Stärkung der regionalen Identität sowie die ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Aus Sicht von SPD-Fraktionssprecher Manfred Riedel ist insbesondere die Bürgerbeteiligung und das Bürgerengagement ein wichtiges Ziel des Programms. Regionale Entwicklung durch das LEADER Projekt sei eine gute Ergänzung zur Ortsentwicklung. In lokalen Aktionsgruppen können sich u.a. Bürger und Bürgerinnen, Verwaltung, Kirchen und Vereine einbringen. Außerdem gibt es durch Arbeitskreise ein entsprechende Beteiligungsstruktur.
LEADER Projekte im Landkreis findet man beispielsweise bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Region Hesselberg e.V.: https://www.lag-hesselberg.de/
Das vorgesehene LAG-Gebiet für Neuendettelsau würde aus der kommunalen Allianz Kernfranken sowie den kommunalen Allianzen NorA und Aurach-Zenn bestehen.
Bis Ende Mai soll jetzt eine Interessensbekundung eingereicht werden. Ab Anfang 2023 wären dann LEADER-Projektanträge möglich.
Anschaffung von Geschwindigkeitsanzeigetafeln
Verlangsamung des Verkehrs an den Ortseinfahrten
Auf Antrag der CSU-Fraktion beschloss der Gemeinderat einstimmig die Anschaffung von mehreren Geschwindigkeitsanzeigetafeln. Diese sollen im gesamten Gemeindegebiet insbesondere an den Ortseinfahrten fest installiert werden. Bei der Anschaffung sollte eine breite Leistungsfähigkeit dieser Tafeln berücksichtigt werden, forderte SPD-Fraktionssprecher Riedel. Neben einer Datenaufzeichnung solle auch das Anzeigen von Textbausteinen möglich sein, da beispielsweise ein DANKE bei Einhaltung der erforderlichen Geschwindigkeit laut einer Untersuchung diese noch verstärkt würde. Bei der Aufstellung der Geräte solle ein Mix aus fest und mobil eingesetzten Anzeigetafeln gefunden werden. Außerdem empfahl Riedel, das „Aktionsbündnis Verkehrswende Neuendettelsau“ einzubeziehen.
Gemeinderätin Birgit Bischoff sprach sich engagiert für die Anzeigetafeln aus. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung."
Neubau eines Wohnhauses in Bechhofen
Gremium begrüßt Ansiedlung von jungen Bürgern im Ortsteil
Die Bauvoranfrage eines einheimischen Bauherrn am Ortsrand von Bechhofen wurde positiv beschieden.
Dank an Corona-Hilfe Neuendettelsau
Unterstützung bei der Impfanmeldung
Bürgermeister Schmoll bedankte sich bei Gemeinderat Wernher Geistmann, Gründer der Corona-Hilfe Neuendettelsau, für die spontane Zusage und Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Registrierung und Überwachung ihres Impftermins. Das Angebot wurde bereits in den ersten Tagen von 10 Personen angenommen.
Das Gremium unterstützte den Dank des Bürgermeister mit einem kräftigen Applaus.
Markterkundung zum Netzausbau nach der Gigabitrichtlinie
Hauptort weitestgehend gut versorgt
Die Breitbandberatung Bayern hat jetzt der Verwaltung die Ergebnisse einer Markterkundung vorgestellt. Danach sei der Hauptort durch Kommunikationsunternehmen sehr gut versorgt.
Die meisten durch die Gigabitrichtlinie förderfähigen Adressen würden in den Außenorten liegen.
Als nächster Schritt soll nun eine Ausschreibung zur Förderung nach der bayerischen Gigabitrichtlinie erfolgen. Um alle förderfähigen Adressen zu versorgen, würde der Gemeinde, nach Abzug der Förderung, ein Eigenanteil in Höhe von 800 T Euro verbleiben. Vor dem Ausschreibungsverfahren führt die Verwaltung noch Sondierungsgespräche mit den Telekommunikationsanbietern.
11.02.2021 in Gemeinderat
Große Zustimmung zu Erneuerbaren Energien
Eine geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage beschäftigte am vergangenen Montag die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses. Ein Neuendettelsauer Bürger entwickelt gemeinsam mit einem Fachplaner auf seiner Ackerfläche in der Nähe von Wernsbach und auf einer weiteren Fläche bei Bechhofen eine Anlage zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie. Die beiden Flächen würden Strom für ca. 2.500 Haushalte erzeugen.
Der Fachplaner erläuterte die Eckdaten der Anlage und wie ein Ausgleich hinsichtlich des Natur- und Artenschutzes erfolgen könnte. Die Photovoltaikanlage ist kein reines Investitionsobjekt – die Neuendettelsauer Bürger*innen sollen die Möglichkeit bekommen, sich bis zu einem Anteil von 60% daran zu beteiligen.
Die Fraktion der Freien Wähler waren von der Präsentation überzeugt und plädierten dafür, dem Vorschlag zuzustimmen. Die Fraktion von Bündnis 90 – die Grünen plädierten hingegen für die Gründung einer Bürgergenossenschaft, um die Erträge voll in den Händen der Bürger zu wissen, was jedoch in diesem Fall das Ende des Vorhabens bedeutet hätte.
Ob der Teil der Anlage, der im Rezatgrund bei Bechhofen errichtet werden soll, zwingend für die Wirtschaftlichkeit erforderlich ist, stellte Christian Scheuerpflug von der SPD infrage. Er plädierte dafür, dieses Gebiet aufgrund des Landschaftsbildes grundsätzlich von Freiflächenphotovoltaikanlagen frei zu halten.
Natalie Ernst, ebenfalls SPD, stimmte dem Fraktionskollegen zu und wies darauf hin, dass die Gelegenheit zugunsten der Erneuerbaren Energien genutzt werden sollte. Der Landwirtschaft würden diese Flächen nicht auf Dauer entnommen, da nach einem Rückbau der Anlage nach wenigen Jahrzehnten die Flächen wieder anderweitig genutzt werden könnten.
Letztendlich gab es eine große Mehrheit für den Beschlussvorschlag, nur die Fläche in Wernsbach mit der Anlage zu beplanen. Wenn möglich soll die Fläche in Bechhofen sogar als Ausgleichsfläche für diese Anlage zur Verfügung gestellt werden. Somit wird diese Fläche ökologisch aufgewertet und naturschutzrechtlich geschützt - ein gutes Ergebnis für die Erneuerbaren Energien und für das Landschaftsbild.
Keine Diskussionen hingegen gab es bei der Zustimmung zu einem Pferdeunterstand in Wollersdorf. Hier wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt.
Ebenfalls zugestimmt wurde einem Vorhaben in Aich. Das bestehende Wohnhaus soll vergrößert werden. In der Vergangenheit wurde dieses Vorhaben bereits mehrfach aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Die nun vorgelegte Planung fügt sich aber gut in die umgebende Bebauung ein, so dass guten Gewissens die erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt werden konnten.
Um die Mitglieder des Gemeinderates hinsichtlich der Grundlagen des öffentlichen Baurechts zu schulen, wurde seitens der Verwaltung ein Seminar organisiert. Aufgrund der derzeitigen Situation kann dieses jedoch nur als Online-Schulung stattfinden.
Bereits des Öfteren wurden Beschwerden zur Parksituation in der Haager Straße laut. Bürgermeister Schmoll informierte nun darüber, dass die Polizei um verstärkte Kontrollen gebeten wurde. Weiterhin ist geplant, die kommunale Verkehrsüberwachung im Rahmen der Kommunalen Allianz Kernfranken gemeinsam zu organisieren.
Berichtet wurde den Ausschussmitgliedern, dass die im Landkreis neu geplante Integrierte Leitstelle nicht im Gemeindegebiet von Neuendettelsau realisiert wird. Neuendettelsau hatte sich mit einem aussichtsreichen Grundstück nahe der Feuerwehr beworben. Die Räte bedauerten diese Entscheidung.
Auch diese Sitzung konnte Bürgermeister Christoph Schmoll zügig und konstruktiv leiten und somit dem Hygienekonzept Rechnung tragen.
22.01.2021 in Gemeinderat
In Pandemiezeiten steht die Gemeindeverwaltung ebenso wie der Gemeinderat vor besonderen Herausforderungen. Wie können Sitzungen, auch mit Öffentlichkeitsbeteiligung stattfinden und trotzdem die Hygienevorschriften und die Vorgaben eingehalten werden? Aus diesem Grund wurde der sogenannte „Corona-Ausschuss“ einberufen. Dieser Ausschuss kümmert sich - nicht wie der Name vielleicht vermuten lässt - um das Thema der Pandemie, sondern stellt eine Verkleinerung des Gemeinderates dar. Somit ist gewährleistet, dass im Falle einer Infektion nicht der gesamte Gemeinderat arbeitsunfähig ist. Alle Beteiligten sind sich einig, dass dieser Zustand nur so lange aufrecht erhalten bleiben soll, wie es unbedingt notwendig ist, da doch einige wichtige Meinungen nicht wie üblich Gehör finden können.
Zugestimmt wurde der Auflösung der Mittelschule Heilsbronn / Petersaurach. Wie bereits berichtet, werden die Petersauracher Schüler zukünftig in Neuendettelsau beschult. In diesem Zusammenhang hat sich der Gemeinderat einstimmig dafür ausgesprochen, den zwischenzeitlich veralteten Mittelschulverbandsvertrag anzupassen.
Hinsichtlich der barrierefreien Umgestaltung der Bushaltestelle wurde mitgeteilt, dass zunächst der Landkreis Ansbach Stellung beziehen muss, ob eine Querungshilfe möglich ist. In einer der nächsten Sitzungen soll dieses Thema dann noch einmal behandelt werden.
Der wiedergewählte Kommandant Maximilian Schneider, sowie sein Stellvertreter Mario Hermann von der Freiwilligen Feuerwehr Wollersdorf – Watzendorf wurden vom Gemeinderat offiziell bestätigt.
Auch in diesem Jahr bezuschusst die Gemeinde das Jugendzentrum von Diakoneo in Höhe von 40.000 €. Die Freien Wähler plädierten hier noch einmal dafür, den langjährigen Wunsch nach zwei vollen pädagogischen Kräften nicht aus den Augen zu verlieren.
Schon seit längerem muss sich der Gemeinderat immer wieder mit zwei Bauvorhaben beschäftigen, bei denen im Nachhinein festgestellt wurde, dass die Vorgaben des Bebauungsplans hinsichtlich der Gebäudelänge missachtet wurden. Bisher wurden Anträge auf Befreiungen immer konsequent abgelehnt, was durchaus als positiv zu sehen ist. Da es hier aber keine sinnvolle Lösung des Problems gibt – die Einfamilienhäuser können aus Gründen der Verhältnismäßigkeit natürlich nicht abgerissen werden – hat sich die SPD-Fraktion schweren Herzens dafür ausgesprochen die Befreiungen im Nachhinein zu erteilen. Christian Scheuerpflug wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht dazu führe, die Festsetzungen des Bebauungsplans für kommende Bauvorhaben aufzuweichen. Birgit Bischoff schloss sich dieser Meinung an und stellte die Frage nach einem Bußgeld in den Raum. Allerdings wollten die anderen Fraktionen es nicht bei einem Ordnungswidrigkeitsverfahren und der Auflage, einen Grünflächengestaltungsplan erstellen zu müssen, belassen. So wurden die Befreiungen mehrheitlich abgelehnt. Es ist nun davon auszugehen, dass es eine langwierige, juristische Auseinandersetzung geben wird.
Keine Einwände und einen einstimmigen positiven Beschluss gab es hingegen bei einem Neubau eines Milchviehstalls im Ortsteil Reuth.
Nach einer knappen halben Stunde konnte Christoph Schmoll entsprechend dem Hygienekonzept die konstruktive Sitzung beenden.
17.12.2020 in Gemeinderat
Bericht aus dem Gemeinderat
Aktueller Stand der Kinderbetreuung
Bei Gesprächen der Verwaltung mit den Trägern und Betreibern der Kindertagesstätten (KiTa) und Kinderkrippen wurde festgestellt, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze gerade noch ausreichen.
Unzufriedenheit herrsche allerdings bei den Eltern darüber, dass die Angebote ungleich verteilt seien. So herrsche in der Kindertagesstätte in der Froschlach ein Überhang an Krippenplätzen. Es bestehe jedoch der Wunsch nach einer weiteren KiTa-Gruppe.
In der „Arche Noah“ sei hingegen Bedarf an einer weiteren Krippengruppe. Diese Kinder werden derzeit in der Froschlach betreut und müssen dann in die KiTa in der Reuther Straße wechseln.
Gemeinderat Christian Scheuerpflug wies im Vorfeld der Sitzung darauf hin, dass die KiTa in der Froschlach so konzipiert wurde, dass bis zu drei zusätzliche Gruppenräume und ein Mehrzweckraum angebaut werden können. Aus diesem Grund wurden die Zubehörflächen größer geplant und ein zweigeschossiges Konzept mit Aufzug vom damaligen Gemeinderat beschlossen. Wenn nun, wie geplant, nur eine Gruppe und ein Mehrzweckraum angebaut werden sollen, stelle sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und nach dem Flächenverbrauch, wenn dadurch in naher Zukunft eine neue KiTa an anderer Stelle gebaut werden müsse.
Die SPD-Fraktion schlug deshalb in der Sitzung vor, dass die Standorte in der Froschlach und in der Reuther Straße hinsichtlich des pädagogischen Konzeptes, der Verteilung der Gruppen, des Entwicklungspotentials und der baulich sinnvollen Umsetzungsmöglichkeiten untersucht werden und das Konzept dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt wird.
Isolierte Befreiung für ein privates Gewächshaus
Da ein privates Gewächshaus in der Sonnenstraße außerhalb der Baugrenze entstehen soll, wurde eine isolierte Befreiung erteilt. Begründet wurde die Abweichung vom Bebauungsplan mit der besseren Besonnung und der möglichst ganzjährigen Nutzung zur Ernte von Gemüse.
Barrierefreier Ausbau der Bushaltestelle an der Clinic
Der Nahverkehrsplan des Landkreises Ansbach sieht einen barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen vor. Für den Ausbau der Bushaltestelle an der Klinik Neuendettelsau legte die Verwaltung zwei unterschiedliche Entwürfe zur Entscheidung vor.
Gemeinderätin Natalie Ernst plädierte für die Variante mit einem Fahrbahnteiler. Dadurch würde der Verkehr an der Clinic verlangsamt. Außerdem könnte die vielbefahrene Straße von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollator leichter überquert werden. Dem Argument, dass diese Bushaltestelle derzeit wenig frequentiert sei, entgegnete Fraktionssprecher Manfred Riedel, dass man an die Zukunft denken müsse und von einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ausgehen müssen. Das Gremium entschied sich bedauerlicherweise mit knapper Mehrheit für einen Ausbau der Bushaltestelle ohne Straßenteiler.
Information zu einem Impfzentrum im Landkreis
Aufgrund einer Anfrage teilte Bürgermeister Schmoll mit, dass der Landkreis Ansbach zusammen mit der Stadt Ansbach im Messezentrum ein Impfzentrum errichtet. Betreiben werden soll dieses von einem externen Anbieter. Zusätzlich müssen auch mobile Impfstationen eingerichtet werden. Diese kommen insbesondere in Pflegeeinrichtungen zum Einsatz. Fraktionssprecher Manfred Riedel bat die Verwaltung, sich dafür einzusetzen, dass Bürgerinnen und Bürger, die in der ambulanten Pflege betreut werden, auch durch mobile Impfteams versorgt werden. Ebenso müsse man an die Menschen denken, die nicht entsprechend mobil sind und zu einem Impfzentrum kommen können.
Bevölkerungsentwicklung in Neuendettelsau
Im Blick auf zukünftige Entscheidungen hinsichtlich des Schulneubaus, dem KiTa-Bedarf und der Neuausweisung von Baugebieten hat die Verwaltung einen ausführlichen Bericht zur Bevölkerungsentwicklung vorgelegt. Dabei wurde folgendes festgestellt:
Zu- und Wegzug beeinflussen die Bevölkerungsentwicklung wesentlich stärker als die Geburten und Sterbefälle
Zuzüge sind größer als Wegzüge
Der Bevölkerungszuwachs entsteht zu ca. zwei Dritteln aus Zuzug und nur zu ca. einem Drittel aus Geburten
Es ist davon auszugehen, dass der Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre deutlich höher ausgefallen wäre, wenn entsprechend Wohnungen und Bauplätze zur Verfügung gestanden hätten
Der Einzelhandel und die Gastronomie sind in Zeiten des Onlinehandels und einer sehr hohen Individualmobilität auf größer werdende Einzugsbereiche für Kunden angewiesen um ein wirtschaftliches Auskommen zu sichern
Für den Bedarf an KiTa- und Krippenplätzen sind die Geburtenzahlen und die Zuzüge relevant. Ein wichtiger Indikator ist dabei auch das Buchungsverhalten der Eltern. Nach Erfahrung der Verwaltung werden zunehmend längere Zeiträume gebucht. Dadurch entsteht eine stärkere Belegung durch bereits betreute Kinder.