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17.04.2026 in Topartikel Gemeinderat

Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 25. März 2026

 

Feuerwehrführungen in Neuendettelsau und Wernsbach bestätigt

Die Weichen für den Brandschutz im Hauptort und im Ortsteil Wernsbach sind gestellt: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die neugewählten Kommandanten beider Feuerwehren offiziell im Amt bestätigt.

Kontinuität und Verstärkung in Neuendettelsau
Bei der Feuerwehr Neuendettelsau setzen die Aktiven auf bewährte Kräfte und eine erweiterte Führungsebene. Christian Loy wurde in seinem Amt als Kommandant bestätigt, ebenso wie Robert Maier als stellvertretender Kommandant. Neu im Führungsteam ist Michael Schaub, der zum weiteren Stellvertreter gewählt wurde. Der Kreisbrandrat erteilte hierzu sein Benehmen ohne weitere Auflagen.

Neuer Schwung für die Feuerwehr Wernsbach
In Wernsbach übernimmt ein neues Duo die Verantwortung: Markus Maurer wurde zum Kommandanten und Robert Schmidt zu seinem Stellvertreter gewählt. Da für die offizielle Anerkennung noch spezifische Qualifikationen erforderlich sind, erfolgte die Bestätigung unter der Auflage, die Lehrgänge zum „Gruppenführer“ sowie zum „Leiter einer Feuerwehr“ zeitnah innerhalb der nächsten zwei Jahre nachzuweisen.

Die Bestätigung durch die Gemeinde ist laut Bayerischem Feuerwehrgesetz (BayFwG) der abschließende formale Schritt nach den Wahlen in den Jahreshauptversammlungen.

Haushalt 2026 verabschiedet

Steigende Kosten fordern strikte Ausgabendisziplin

Im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2026 vorgestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 20.151.000 € im Verwaltungshaushalt steht die Gemeinde vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Trotz stabiler Einnahmen verringert sich die „Freie Finanzspanne“ spürbar. Dies ist ein wichtiger Indikator für die Handlungsfähigkeit einer Kommune.

Kostensteigerung im laufenden Betrieb
Die Ausgaben für den laufenden Betrieb steigen um rund 937.000 €. Haupttreiber sind die angehobene Kreisumlage (plus 575.000 €), gestiegene Energiekosten sowie Tarifanpassungen. Da diese Mehrbelastungen nicht vollständig durch die höhere Einkommensteuerbeteiligung und geringere Schlüsselzuweisungen aufgefangen werden können, sinkt die planmäßige Zuführung zum Vermögenshaushalt auf 578.000 €.

Investitionen trotz enger Spielräume
Der Vermögenshaushalt umfasst 10.369.000 €. Davon fließen 8.645.000 € direkt in Investitionen. Zu den Schwerpunkten 2026 gehören:

  • Planungskosten für die neue Grund- und Mittelschule am Sportpark

  • Sanierungen der Sporthallen und der Kita „Bunte Oase“

  • Pflichtaufgaben und Sanierungen im Straßenbau und bei der Abwasserbeseitigung

  • Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete

Bürgermeister Christoph Schmoll meint, dass der Haushalt ein Spagat zwischen sinkenden finanziellen Spielräumen und Gestaltungsspielraum für den nächsten Gemeinderat ist. Dieser sei aber trotzdem gut gelungen. Die notwendigen Mittel für eine angemessene Handlungsfreiheit sind demnach vorhanden.

Betrieb und laufende Projekte gesichert

Aus Sicht von Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) ist zukünftig eine strikte Haushaltsdisziplin erforderlich. Dabei müssen insbesondere auch Schwerpunkte gesetzt werden. Wichtig ist für die SPD-Fraktion, dass durch die Grund- und Mittelschule vor allem in Bildung und durch die regelmäßige Sanierung der Straßen, Gehwege, Kanäle und Sporthallen in die Infrastruktur investiert wird.

Riedel betonte, dass der Haushalt 2026 den Betrieb und die laufenden Projekte sichert, aber wenig Raum für zusätzliche Wünsche lässt. „Wir investieren, um einen Sanierungsstau zu verhindern, dürfen dabei aber die langfristige Tragfähigkeit nicht aus den Augen verlieren“, so der Fraktionssprecher.

Neue Bushaltestelle für die Reuther Straße

Planung für barrierefreien Ausbau steht

In der Reuther Straße, auf Höhe der Einmündung zum Holunderweg, wird eine neue, moderne Bushaltestelle errichtet. Die Planungen durch das beauftragte Ingenieurbüro sind nun abgeschlossen und ausführungsreif.

Fokus auf Barrierefreiheit und Komfort
Ein besonderes Augenmerk liegt beim Neubau auf der Barrierefreiheit. Um Fahrgästen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen einen nahezu stufenlosen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen, wird ein sogenannter „Kasseler Bord“ verbaut. Dieser spezielle Profilbetonstein erlaubt es Bussen, besonders nah und bündig an die Haltekante heranzufahren. Zudem ist ein moderner Fahrgastunterstand geplant, der Schutz vor Witterung bietet.

Sicherung von Fördermitteln
Die Gemeinde setzt bei der Finanzierung auf die Unterstützung durch den Freistaat Bayern. Bei der Regierung von Mittelfranken werden derzeit entsprechende Fördermittel beantragt.

Christian Scheuerpflug (SPD) erinnerte daran, dass in einer vorangegangenen Sitzung zu diesem Thema beschlossen wurde, eine Querungshilfe an der Einmündung Sonnenstraße / Gartenstraße zu prüfen. Diese wäre eine sinnvolle Ergänzung zur Bushaltestelle und ein wichtiger Beitrag für die sichere Querung von Schulkindern.

Mit der neuen Haltestelle schließen wir eine Lücke im Liniennetz und investieren direkt in die Mobilität und Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.

Treignac-Platz“ am Bahnhofsvorplatz

Ein Zeichen der Freundschaft

Die langjährige Partnerschaft zwischen Neuendettelsau und der französischen Gemeinde Treignac erhält ein sichtbares Zeichen. Der Gemeinderat hat beschlossen, den Bahnhofsvorplatz offiziell als „Treignac-Platz“ zu benennen und dort ein lebendiges Symbol der Verbundenheit zu pflanzen.

Ehrenplatz an zentraler Stelle
Ursprünglich war die Anlage des Platzes im Bereich der Baumallee (Heilsbronner Straße) angedacht. Nach einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Treignac-Verein sowie dem Bauamt fiel die Wahl nun auf den Bahnhofsvorplatz. Der Standort überzeugt durch seine zentrale Lage und beherbergt bereits einen Partnerschaftsstein.

Symbole der Verbundenheit
Das Herzstück des neuen Platzes bildet die Pflanzung eines Baumes an der Stelle einer ehemaligen Robinie. Damit soll ein Symbol für Widerstandskraft, Hoffnung und tiefe Freundschaft gesetzt werden– Werte, welche die Partnerschaft mit Treignac seit jeher prägen. Zusätzlich wird der Treignac-Verein einen neuen Entfernungsstein setzen, der die Kilometerdistanz zur französischen Partnergemeinde anzeigt.

Feierliche Einweihung im Mai
Die offizielle Namensgebung erfolgt durch die Aufstellung eines Schildes mit der Aufschrift „Treignac-Platz“. Der feierliche Rahmen steht bereits fest: Die Einweihung des „Treignac-Platzes“ und die gemeinsame Baumpflanzaktion sollen am 16. Mai 2026 im Zuge des geplanten Partnerschaftsfestes stattfinden.

Mit der Neugestaltung am Bahnhof schaffen wir einen würdigen Ort der Begegnung, der unsere europäische Freundschaft für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sichtbar macht“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.

Verbundenheit durch Gemeindewappen zeigen

Die Partnerschaft zwischen Neuendettelsau und der französischen Gemeinde Treignac wird künftig noch sichtbarer: Der „Freundeskreis Treignac e.V.“ hat die offizielle Genehmigung erhalten, das Gemeindewappen auf seinen neu gestalteten Poloshirts zu verwenden.
Da der Verein eine große Öffentlichkeitswirkung entfaltet – sowohl lokal als auch bei Besuchen in Frankreich – unterstreicht das Wappen auf der Vereinskleidung die enge Verbindung zwischen der Kommune und dem Partnerschaftsverein.

Unterstützung des örtlichen Gewerbes

Mit zwei zusätzlichen Ladenöffnungszeiten soll auch in diesem Jahr wieder das örtliche Gewerbe unterstützt werden. Anlässlich der Kirchweih und des Dorffestes gelten folgende Öffnungszeiten:

  1. Kirchweih am 05. Juli 2026 von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr und

  2. Dorffest am 20. September 2026 von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr

Wasserabgabesatzung an gesetzliche Formvorschriften angepasst

Mehr Transparenz

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Neuerlass der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung (BGS-WAS) beschlossen. Hintergrund der Neufassung ist eine notwendige formale Korrektur aufgrund gesetzlicher Vorgaben.

Nach Hinweisen des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes (BKPV) entsprach die bisherige Satzung in der Darstellung der Gebühren nicht mehr vollumfänglich der aktuellen Preisangabenverordnung. Diese schreibt vor, dass Gebühren künftig explizit sowohl in Netto als auch in Brutto ausgewiesen werden müssen.

 

18.03.2026 in Bildung

Bericht aus der Sondersitzung „Schule“

 

Meilenstein für die neue Schule

Vorplanungen für Neubau der GMS Neuendettelsau abgeschlossen

Ein entscheidender Schritt für das aktuell größte Bauprojekt der Gemeinde ist getan: In der Sondersitzung des Gemeinderats wurden die Ergebnisse der Leistungsphase 2 für den Neubau der Grund- und Mittelschule (GMS) am Sportpark offiziell präsentiert. Diese Vorplanung ist der erste Schritt, in dem aus einer bloßen Idee ein konkretes Planungskonzept entstand. 

Optimale Lernumgebung durch kooperative Planung

Basierend auf dem Beschluss des Gemeinderates vom 23. Juni 2025 hat das Architekturbüro aIsh (https://www.a-sh.de/) gemeinsam mit Fachplanern für Statik und Haustechnik das Konzept präzisiert. In enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem pädagogischen Fachbüro LERNLANDSCHAFT (https://lern-landschaft.de/ueber-uns/) und der Verwaltung wurde aus verschiedenen Varianten der Entwurf ausgewählt, der die besten Voraussetzungen für das moderne pädagogische Konzept bietet. Ziel war es, ein Lernumfeld zu schaffen, das funktional und zukunftsorientiert zugleich ist. Architekt Stefan Peters stellte dabei die Grundrisse und die technischen Komponenten der Planung vor. Außerdem zeigte er Skizzen für die Gestaltung der Pausenhöfe, getrennt nach Grund und Mittelschule.

Barrierefreiheit und Fahrradfreundlichkeit

In der anschließenden Aussprache wurde seitens des Gremiums zahlreiche Fragen gestellt und Anregungen eingebracht. Gemeinderätin Natalie Ernst (SPD) erkundigte sich nach der Beschattung der Fenster insbesondere im Sommer. Hier solle laut Planer mit Jalousien gearbeitet werden. Auch die Fenstergröße sei bereits so angepasst, dass Sonneneinfall reduziert werde.

Aus Sicht von Gemeinderat Christian Scheuerpflug (SPD) sei der barrierefreie Zugang zur Dreifachsporthalle bei der aktuellen Planung noch nicht vollständig geklärt. Außerdem schlug er vor, den Radweg von Richtung Friedhof kommend zukünftig östlich der Dreifachhalle zu verlegen, um die Situation am Zugang zur Sporthalle zu entschärfen. Die geplanten Fahrradstellplätze an der Schule und den Hallen sollten laut Christian Scheuerpflug grundsätzlich überdacht werden. Auch Gemeinderätin Birgit Bischoff (SPD) plädierte für die Fahrradfreundlichkeit durch mehr Fahrradstellplätze am Alfred-Kolb-Sportzentrum.

Verkehrsgutachten im Rahmen der Bauleitplanung

Durch das Gremium wurden auch zahlreiche Fragen zur verkehrlichen Situation in der Haager Straße, in der Feldstraße und am Sportpark gestellt. Bürgermeister Schmoll (SPD) erläuterte hierzu, dass diese Fragen innerhalb der noch zu erarbeitenden Bauleitplanung geklärt werden müssen. Derzeit würde bereits ein Verkehrsgutachten erarbeitet, das sowohl zu den Fragen des fließenden, als auch zu Fragen des ruhenden Verkehrs (Parkplätze) Aussagen liefern wird, so Christoph Schmoll.

Förderaussichten und Risiken durch Zeitverzug

Im Zuge der Vorplanung wurde erstmals eine Kostenschätzung vorgelegt. Die Gesamtkosten für den Neubau werden aktuell auf rund 47,9 Mio. Euro beziffert. Auf Basis des aktuellen Raumprogramms und geltender Kostenrichtwerte geht die Verwaltung von einer staatlichen Förderung zwischen ca. 22,6 Mio. Euro und 23,9 Mio. Euro aus. Diese Prognose bedarf allerdings noch der abschließenden Verifizierung durch die Regierung von Mittelfranken, die im Zuge der nächsten Planungsphase mit einer detaillierten Kostenberechnung erfolgt.

Die Kostenplanung löste auch Besorgnis aus. Gemeinderat Scheuerpflug wies darauf hin, dass sich die Kosten vermutlich erhöhen werden, weil eine Preissteigerung bis zum tatsächlichen Baubeginn seitens des Planers bisher nicht berücksichtigt sei.

Meilensteine bis zur Realisierung

Neben dem architektonischen Konzept stellte der Planer auch den vorläufigen Terminplan vor, der die wesentlichen Meilensteine bis zur Realisierung des neuen Schulzentrums definiert.

So soll nach derzeitigem Stand die Ausführungsplanung bis Herbst 2027 vorliegen. Die Bauphase für den Neubau ist von Juli 2027 bis September 2029 vorgesehen.

Einbindung der Schulbaukommission

Der Gemeinderat nahm das Planungskonzept zustimmend und einstimmig zur Kenntnis. Dabei wurde auch vereinbart, dass in der weiteren Planung sowohl hinsichtlich der Bauweise, Holzhybrid- oder Massivbauweise, als auch des energetischen Konzepts ein Variantenvergleich erstellt wird, um die sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung für Bau und Betrieb der Schule festzulegen.

Aus Sicht des Gremiums sollten bei der nun folgenden detaillierten Entwurfsplanung die Fachleute der Fraktionen im Rahmen der Schulbaukommission eng eingebunden werden.

Sicherheit durch Entwurfsplanung

Mit dem Beschluss des Gemeinderates wurde der Bürgermeister ermächtigt, die Leistungen der Vorplanung abzunehmen, sobald alle noch ausstehenden Leistungen zur Vervollständigung der Leistungsphase durch die Planer vorgelegt wurden.

Aus Sicht von Bürgermeister Schmoll muss nun der nächste Schritt, die Erarbeitung der Entwurfsplanung getan werden, um Sicherheit über die Finanzierbarkeit des Projekts zu erlangen.

 

03.03.2026 in Gemeinderat

Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 23. Februar 2026 –Teil 2

 

Neuordnung des Schulverbunds Ansbach-Ost

Weichen für die Zukunft gestellt

Der Schulverbund Ansbach-Ost bereitet sich auf eine strukturelle Neuausrichtung vor. Mit einem nun abgestimmten Änderungsvertrag schaffen die beteiligten Kommunen die rechtliche Sicherheit für den Fortbestand des Verbunds, während die Mittelschule Heilsbronn-Petersaurach planmäßig zum Ende des laufenden Schuljahres aufgelöst wird.
Rechtliche Absicherung durch „Änderungsvertrag“ Um einen nahtlosen Übergang in einen neuen Schulverbund Ansbach-Ost zu gewährleisten, einigte sich die Verbundversammlung zunächst auf einen sogenannten „Auflösungsvertrag“ als notwendigen Zwischenschritt.
Im Anschluss sollte von den Sachaufwandsträgern der Schule ein neuer Verbundvertrag ausgehandelt und abgeschlossen werden.
Damit wird sichergestellt, dass zu keinem Zeitpunkt ein vertragsloser Zustand eintritt, bevor die Regierung von Mittelfranken die endgültige Neugliederung des Sprengels per Rechtsverordnung abgeschlossen hat.
Weiterhin stabile wohnortnahe Mittelschullandschaft Durch einen Änderungsvertrag ist der Weg frei für die Neuverhandlung eines umfassenden Verbundvertrages zwischen den verbleibenden Partnern. Ziel ist es, die Mittelschullandschaft in der Region stabil aufzustellen und den Schülern aus Neuendettelsau, Windsbach und den umliegenden Gemeinden weiterhin eine gute wohnortnahe Mittelschulbildung zu garantieren.
Der Gemeinderat stimmte dem 2. Änderungsvertrages zu.

Sicherheit im Verbund

Vier Nachbarkommunen teilen sich künftig modernes Absperrmaterial

Der Gemeinderat Neuendettelsau hat in der jüngsten Sitzung der Beschaffung eines gemeinsamen Pools an mobilen Straßensperren für Veranstaltungen, darunter zwei „Armis One“ und vier „CitySafes“, in Kooperation mit Windsbach, Petersaurach und Sachsen bei Ansbach zugestimmt. Mit diesem Absperrmaterial kann die jeweilige Kommune ihr bisheriges Absperrkonzept ergänzen und Veranstaltungen absichern.
https://conselgroup.com/wp-content/uploads/2024/08/ARMIS-ONE-new-version-2024.pdf
https://www.silbitz-group.com/de/silbitz-secure.html

Kooperation spart Kosten

Durch die interkommunale Zusammenarbeit, die auch die Einbringung von Bestandsgeräten der Stadt Windsbach beinhaltet, wird die Veranstaltungssicherheit optimiert. Der Anteil für Neuendettelsau beträgt rund 20.000 Euro.
Generationswechsel bei der Feuerwehr Aich-Mausendorf
Gemeinderat bestätigt neue Kommandantur
Nachdem das langjährige Führungsduo der Freiwilligen Feuerwehr Aich-Mausendorf, Jürgen Schwarz und Harald Mayer, im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 6. Dezember 2025 ihre Ämter zur Verfügung gestellt hatten, bestätigte der Gemeinderat Neuendettelsau in seiner jüngsten Sitzung nun offiziell die Wahl der Nachfolger. Beide traten vorzeitig zurück, um den Weg für die jüngere Generation freizumachen. Die aktive Mannschaft wählte Tony Hohenleitner zum neuen Kommandanten und Benjamin Braun zu seinem Stellvertreter.

Entsprechende Qualifikation erfolgt

Die offizielle Bestätigung durch die Gemeinde erfolgte nach vorliegendem Einvernehmen des Kreisbrandrates. Da beide Führungskräfte neu in diese Rollen hineinwachsen, ist die Bestätigung mit der Auflage verbunden, die erforderlichen Qualifikationen – den Lehrgang „Gruppenführer“ innerhalb eines Jahres sowie den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ innerhalb von zwei Jahren – nachzuweisen.

Neues Wohnbauland in Aich Nord

Gemeinde plant Erschließung durch Projektierer

Die Gemeinde Neuendettelsau beabsichtigt, das im Gemeindeeigentum befindliche Areal nördlich der Weißenbronner Straße im Ortsteil Aich als neues Wohngebiet zu entwickeln.
Auf ca. 0,8 Hektar Nettobauland sollen mindestens 13 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Der Ausgleich für den Naturschutz soll direkt vor Ort durch die Aufwertung bestehender Grünflächen und Streuobstwiesen erfolgen. Die Entwässerung wird nachhaltig über Retentionszisternen und Versickerung geregelt.
Entlastung für Bauamt und Haushalt Da das kommunale Bauamt durch Großprojekte wie den Schulneubau derzeit personell voll ausgelastet ist, soll die die Planung und Umsetzung des Gebiets „Aich Nord“ an einen externen Projektierer werden.
„Ein Aufschub ist angesichts der hohen Nachfrage unserer Bürger nach Bauland nicht zielführend“, so Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD). Zudem sichert der zeitnahe Verkauf der Flächen den Rückfluss bereits investierter Finanzmittel in den Haushalt.

Chancen für Einheimische sichern

Eine erfahrene Baufirma als Projektierer soll das gesamte Bauleitplanverfahren, die Erschließung sowie den Verkauf übernehmen.
Aus Sicht von Gemeinderat Manfred Riedel (SPD) ist es wichtig, dass in einem städtebaulichen Vertrag ein entsprechendes Punktesystem geregelt wird, dass auch Einheimische eine Chance haben ein Baugrundstück zu erwerben.
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einen Entwurf für einen städtebaulichen Vertrag zu erstellen. Damit kann anschließend dann eine Ausschreibung an entsprechende Projektierer erfolgen.

Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage

Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zum Bauantrag für ein Vorhaben im Baugebiet „Nördlich der Bahnhofstraße“ obwohl dieser vom Bebauungsplan abweicht. Ein versetztes Pultdach soll die optimale Nutzung von Photovoltaik und Wärmepumpe ermöglichen. Zudem sind geringfügige Überschreitungen der Baugrenzen vorgesehen, um eine spätere Nachverdichtung auf dem Grundstück zu erleichtern. Da die Verkehrssicherheit gewährt bleibt und eine 9,6 m³ große Zisterne geplant ist, bewertete das Bauamt das Vorhaben als städtebaulich sinnvoll.

Baumfällungen aus Sicherheitsgründen erforderlich

Die Gemeinde muss am Bahnhofsvorplatz zwei Robinien aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernen. Während bei einer Kugelrobinie die Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist, weist eine 17 Meter hohe Robinie starken Pilzbefall und Kronenschäden auf. Eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht vertretbar und böte keine dauerhafte Erhaltungsgarantie.
Im Sinne der kommunalen Selbstverpflichtung leistet die Gemeinde vollumfänglichen Ersatz. Insgesamt sollen vier neue Bäume gepflanzt werden. Zwei davon direkt am Bahnhofsvorplatz und zwei weitere am Spielplatz an der Eichenstraße.
Der Gemeinderat stimmt der Fällung der Bäume und der Ersatzpflanzungen zu

Neuendettelsau fördert Integration

Hallengebühren für gemeinnützige Teilhabe-Angebote gesenkt

Die Gemeinde Neuendettelsau setzt ein klares Zeichen für Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb hat der Gemeinderat eine ergänzende Regelung zur Sporthallennutzung beschlossen. Inklusionssportangebote werden künftig mit einem Nachlass von 80 % gefördert.
Gezielte Unterstützung für integrative Sportveranstaltungen Sportangebote, die überwiegend der Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit Migrationshintergrund dienen, zahlen künftig nur noch 20 % der regulären Benutzungsgebühr. „Integrationssport leistet einen wesentlichen Beitrag zur Chancengleichheit. Mit der reduzierten Gebühr unterstützen wir gezielt Gruppen, die besonderen Rückhalt für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben benötigen“, so Bürgermeister Christoph Schmoll.
Laut Gemeinderat Manfred Riedel betreffe das insbesondere den Internationalen Neuendettelsau Cup, der im Januar 2026 bereits zum vierten Mal stattfand. Diese Fußballveranstaltung ist beispielhaft und vorbildlich für eine gelungene Integration, so Riedel.

Auftragsvergaben

- Einfachturnhalle Friedhofstraße
Ingenieurleistungen für die energetische Sanierung
- Kindergarten – Rampenstraße
Ingenieurleistungen für die energetische Sanierung
- Rathaus
Büroausstattung
- Grund- u. Mittelschule
Elektroarbeiten

 

27.02.2026 in Gemeinderat

Bericht aus dem Gemeinderat, 23. Februar 2026 Teil 1

 

Seniorenbefragung und Berichte der Beauftragten

Präsentation der Ergebnisse zur Seniorenbefragung

Gute Voraussetzungen, um demografischen Wandel zu gestalten

 

 

Nachdem im Sommer letzten Jahres eine Befragung der über 60-jährigen Bürgerinnen und Bürger durchgeführt wurde, stellte jetzt ein Vertreter der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (afa) die Ergebnisse vor.

Zentrale Fragestellungen für die Seniorenpolitik in Neuendettelsau waren die Fragen nach einem selbstbestimmten und bedarfsgerechten Wohnen im Alter, die soziale Teilhabe sowie die Weiterentwicklung und Stärkung nachbarschaftlicher Unterstützungsstrukturen und des bürgerschaftlichen Engagements.

Einsamkeit durch ehrenamtliche Tätigkeit vorbeugen

Die Beteiligung sei bei der Befragung vergleichsweise hoch gewesen, insbesondere bei den „jüngeren Senioren“. Ein Anstieg dieser Altersgruppe sei ein besonders prägender demografischer Trend für Neuendettelsau. Daraus ergebe sich eine Chance für eine ehrenamtliche Tätigkeit, so die Forschenden. Es würden sich 116 der Befragten gerne ehrenamtlich engagieren. Diese Altersgruppe ist häufig noch aktiv, mobil und engagiert, steht jedoch zugleich vor neuen Lebensübergängen. Um Einsamkeit frühzeitig vorzubeugen und soziale Teilhabe zu sichern, ist es laut der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung von zentraler Bedeutung, diese Gruppe frühzeitig in tragfähige soziale Strukturen einzubinden und ihnen passende Beteiligungs-, Engagement- und Begegnungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Information, Beratung und Orientierung stärken

Gefragt sind laut den Studienergebnissen auch Beratungsangebote, insbesondere für ältere Senioren und Seniorinnen. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist auch, dass die zukünftigen Herausforderungen in der Weiterentwicklung, der besseren Vernetzung und in der zielgerichteten Nutzung der vorhandenen Angebote liegen. Daraus ergäbe sich der klare Auftrag, Information, Beratung und Orientierung weiter zu stärken und vorhandene Angebote transparenter und zugänglicher zu gestalten, so die Fachleute.

Stabile Grundlage für die kommunale Seniorenpolitik

Die Auswertung der Befragung zeigt, dass die Gemeinde Neuendettelsau für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des demografischen Wandels insgesamt gut aufgestellt ist. Im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden verfügt Neuendettelsau über tragfähige und gut ausgebaute Strukturen in der Seniorenarbeit sowie über eine überdurchschnittlich gute Versorgungslandschaft. Diese gewachsenen Strukturen würden eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung der kommunalen Seniorenpolitik bilden, so das Fazit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung.

Die Ergebnisse der Studie werden demnächst auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) zeigte sich einerseits erfreut über den Umstand, dass die hohe Teilnahme an der Studie zu repräsentativen Ergebnissen geführt habe. Andererseits auch darüber, dass die Bewertung der Gemeinde Neuendettelsau bereits jetzt einen vergleichsweise guten Stand attestiert. Nun müsse überlegt werden, welche konkreten Verbesserungen noch möglich wären.

Die kompletten Ergebnisse der Studie werden jetzt den Fraktionen zur internen Besprechung und Weiterarbeit zur Verfügung gestellt.

Bericht der Beauftragten des Gemeinderates

Zu Beginn der aktuellen Wahlperiode wurden durch Bürgermeister Schmoll Beauftragte für bestimmte Bereiche des sozialen Miteinanders geschaffen, die aus dem Gremium gewählt wurden. In der letzten Sitzung berichteten sie über die Aktivitäten von 2020 bis 2026.

Bericht der Beauftragten für Soziales Birgit Bischoff

Vernetzung und Lebensqualität im Fokus

Die soziale Arbeit in Neuendettelsau steht aktuell im Zeichen wachsender Herausforderungen in den Bereichen Integration, Jugend und Seniorenarbeit, so die Beauftragte für Soziales Birgit Bischoff (SPD).

Um diesen zu begegnen, setzt die langjährige Gemeinderätin auf eine verstärkte Vernetzung und die Bündelung bestehender Angebote, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Unterstützung für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Als zentrale Ansprechpartnerin berät sie zu Themen wie Pflege, barrierefreiem Wohnen und Kinderbetreuung, während sie gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Vereinen, kirchlichen Trägern und dem Unterstützungskreis „Sicherer Hafen“ im Blick hat.

Von der MVZ-Gründung bis zur Stärkung des Ehrenamts

Besondere Meilensteine bilden die Sicherung der lokalen Infrastruktur: Mit der Eröffnung des bayernweit ersten kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Februar 2025 wurde ein wegweisender Schritt zur hausärztlichen Versorgung getan. Ergänzt wird dieses Angebot durch die neue Zweigstelle der Pflegeberatung des Landratsamtes direkt vor Ort.

Für die Zukunft müsse laut Birgit Bischoff das Augenmerk auf dem Ausbau niedrigschwelliger Beratungsangebote sowie der Etablierung eines Behindertenbeauftragten und von Gemeindenotfallsanitätern liegen. Ein zentrales Anliegen bleibt dabei die Pflege der Vereinskultur, die mit 54 Organisationen das Rückgrat des sozialen Lebens bildet.

Der Beauftragten für Soziales ist es wichtig, dass trotz voranschreitender Digitalisierung der persönliche Kontakt im Rathaus – besonders für Menschen mit Behinderung und Senioren – gewahrt bleibt, um das zwischenmenschliche Gespräch als festen Bestandteil der Gemeindekultur zu sichern. Den Bericht schließt Gemeinderätin Birgit Bischoff mit einem herzlichen Dank an Bürgermeister Schmoll, die Verwaltung und dem Seniorenbeauftragten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bericht des Seniorenbeauftragten Manfred Riedel

Neuendettelsau setzt Maßstäbe in der Seniorenpolitik

In einem umfassenden Rückblick präsentierte der Seniorenbeauftragte des Gemeinderates, Manfred Riedel (SPD), die Entwicklung der Seniorenarbeit in Neuendettelsau. Sein Bericht im Gemeinderat verdeutlichte den Wandel von einer pandemiebedingt eingeschränkten Phase hin zu einer dynamischen, eng vernetzten Struktur, die unter dem Leitmotiv steht: „Gemeinsam gelingt’s besser.“

Strategisches Fundament und starke Netzwerke

Ein entscheidender Erfolgsfaktor der letzten Jahre war die enge Verzahnung zwischen dem Seniorenbeirat und dem „Lokalen Bündnis für Familie“. Durch personelle Brücken – wie Wolfgang Kinkelin, der in beiden Gremien aktiv ist – wurden Synergien geschaffen und Projekte auf kurzem Weg realisiert. Den Grundstein für diese erfolgreiche Arbeit legten eine Strategieklausur im Jahr 2022 sowie eine Zukunftswerkstatt im November 2024, in denen gezielt Arbeitsgruppen für die Schwerpunkte gebildet wurden.

Das neue Seniorenkonzept: Die Stimme der Bürger zählt

Ein Meilenstein der Amtsperiode ist die Erstellung eines passgenauen Seniorenkonzeptes in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA). Herzstück war eine breit angelegte Befragung der Generation 60+, die im Juli 2025 abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse liegen nun vor und definieren die Prioritäten für die kommenden Jahre: Mobilität, Information, Ehrenamt sowie moderne Wohnformen. Eine Sondersitzung des Seniorenbeirates zur konkreten Umsetzung dieser Maßnahmen ist bereits für den 11. März 2026 terminiert.

Sichtbare Erfolge: Von Bürgerbus bis Demenzsensibilität

Der Bericht des Seniorenbeauftragten Manfred Riedel zeigte, wie Theorie in gelebte Praxis umgesetzt werden kann.

Das Projekt „Bürgerbus“ hat enorme Fahrt aufgenommen. Über 30 Bürger zeigten bei einem Treffen Interesse an einer Mitarbeit, wobei sich spontan 17 Personen als Fahrer und Fahrerin zur Verfügung stellten. Ein umfassendes Konzept wurde bereits erarbeitet.

Mit den ersten Neuendettelsauer Demenzwochen im November 2025 wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt. Unterstützt durch den Bayerischen Demenzfonds sollen künftig weitere Veranstaltungen und Projekte durchgeführt werden.

Der 2023 eröffnete Bürgertreff hat sich mit Angeboten wie dem Senioren-Mittagstisch und den „Offenen Treffen“ als feste Instanz gegen Einsamkeit etabliert.

Dialog und Lebensfreude

Dass Seniorenpolitik auch Freude macht, zeigte die erfolgreiche Teilnahme am Kernfrankenfest 2025. Der „Wünsche-Baum“ des Seniorenbeirats wurde zum Ort für generationenübergreifende Gespräche und unterstrich die Sichtbarkeit des Seniorenbeirates im öffentlichen Leben. Auch im digitalen Bereich wurde mit Schulungen und der Nutzung der Plattform „Crossiety“ der Anschluss an die Zukunft sichergestellt.

Dank und Ausblick

Manfred Riedel schloss seinen Bericht mit einem herzlichen Dank an den Gemeinderat, die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, das Bündnis für Familie sowie insbesondere an die Mitglieder des Seniorenbeirates. „Die Begleitung durch einen Seniorenbeauftragten hat sich als essenzielles Bindeglied erwiesen, um Projekte nicht nur zu planen, sondern erfolgreich umzusetzen“, resümierte Riedel. In Neuendettelsau ist die Seniorenarbeit längst keine bloße Pflichtaufgabe mehr, sondern ein lebendiger Teil der Dorfgemeinschaft.

Bericht des Beauftragen für die Fairtrade Steuerungsgruppe

Bereits 2019 wurde Neuendettelsau als Fairtrade Town zertifiziert. Der Beauftragte, Thilo von Livonius Freiherr von Eyb (CSU), vertritt dabei den Gemeinderat innerhalb der Fairtrade-Steuerungsgruppe und fungiert als Bindeglied zur Kommune. Vertreten wird er durch Gemeinderat Manfred Riedel. Die Steuerungsgruppe koordiniert die Erfüllung der Kriterien für den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ und sorgt für die regelmäßige Rezertifizierung (zuletzt im September 2023 bestätigt). Sie vernetzt lokale Akteure wie Geschäfte, Gastronomie, Schulen und Kirchengemeinden. Die Steuerungsgruppe organisiert Informationsveranstaltungen und Aktionen, um das Bewusstsein für fairen Handel und nachhaltigen Konsum in der Bevölkerung zu stärken.

Der Beauftragte Thilo von Livonius erläuterte zunächst den Grundgedanken und die Bedeutung von Fairtrade und zeigte neben dem Bereich der Nahrungsmittel auch fair gehandelte Kleidung auf. Anschließend berichtete er über Aktionen und Projekte seit 2020.

Viele Aktivitäten im Rathaus

Unter dem Motto „Fair und Nachhaltig“ wurde ein Leitfaden für eine nachhaltige, öko-soziale und regionale Beschaffung in der Gemeinde Neuendettelsau erstellt. Dazu zählt beispielsweise auch die Beschaffung einer fairen Arbeitskleidung für die Mitarbeitenden des Bauhofs und der faire Einkauf bei Geschenkkörben. Außerdem hat sich die Gemeinde dem Pakt für nachhaltige Beschaffung in der Metropolregion Nürnberg angeschlossen.

Im Rathaus fand auch mehrmals eine faire Kaffeepause für Mitarbeitende und in der Bücherei ein Infotisch zum fairen Konsum statt. Auf Dauer ist in der Gemeindebücherei ein Fair-o-mat aufgestellt, bei dem es Fairtrade Kaffee und faire Snacks gibt.

Besonders hingewiesen hat der Beauftragte Thilo von Livonius auch auf den „Neuendettelsauer Weltkaffee“.

Engagement von Amtsblatt bis Zusammenarbeit

Auch regelmäßige Vorträge zu Themen wie Kleidung, FAIRreisen, faire Fußbälle, und Kakaoproduktion haben den Fair-Trade-Gedanken unterstützt.

Weitere Aktionen waren regelmäßige Artikel im Amtsblatt, faires Frühstück im Weltladen und Infostände, beispielsweise beim Dorffest und beim Kernfrankenfest.

Ein weiterer Baustein der Steuerungsgruppe ist die Zusammenarbeit innerhalb Westmittelfrankens, mit der Metropolregion sowie lokal mit der Fairtrade University Augustana und der Fairtrade School Laurentiusgymnasium.

Der Beauftragte Thilo von Livonius bedankte sich herzlich für die konstruktive Unterstützung durch die Gemeinde. Ein besonderer Dank galt Beatrix Mettler-Frercks und Jürgen Frecks. Sie sind die zentralen Ansprechpartner und Organisatoren der Steuerungsgruppe.

Beauftragte auch in Zukunft

Bürgermeister Schmoll dankte am Ende allen drei Beauftragten für ihre engagierte Arbeit und betonte, dass die Berichte deutlich zeigen, wie wichtig die Arbeit der Beauftragten tatsächlich ist. Aus diesem Grund wünsche er sich auch für die kommende Wahlperiode wieder die Berufung der Beauftragten.

 

30.01.2026 in Gemeinderat

Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 26. Januar 2026

 

Zusätzliche Führungskraft für die Feuerwehr

Aufgrund der personellen Stärke und der zunehmenden Aufgaben genehmigte der Gemeinderat die Bestellung eines weiteren stellvertretenden Kommandanten. Dies dient auch der Sicherstellung einer jederzeit leistungsfähigen Führungsstruktur. Außerdem kämen laut Bürgermeister Schmoll (SPD) auf die Feuerwehr künftig zusätzliche Aufgaben der Notfallplanung dazu. Aus Sicht von Gemeinderat Rudolf Buchinger (SPD) koste die Bürokratie viel Zeit. Auch durch den Katastrophenschutz entstehe ein Mehraufwand, so der ehemalige Feuerwehrkommandant.

Nutzungserhalt der Einfachturnhalle

Damit die Einfachturnhalle auch weiterhin längerfristig genutzt werden kann, ist sowohl eine energetische Sanierung als auch eine Sanierung des Dachtragewerkes erforderlich.
Dafür genehmigte der Gemeinderat eine Interessensbekundung für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Bei einem Zuschlag beteiligt sich der Bund mit bis zu 45% an den in der Projektskizze angegebenen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Bürgermeister Schmoll hob die gute Bausubstanz des Gebäudes hervor. „Wenn die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt sind, ist die Halle langfristig erhaltbar und weiter zu nutzen“, so Schmoll.

Bekenntnis der Gemeinde zur vorrangigen Innenentwicklung

Der Gemeinderat fasste einen Grundsatzbeschluss zur vorrangigen Innenentwicklung. Damit kann die Gemeinde in die Initiative „Innen statt Außen“ aufgenommen werden.
Durch diesen Beschluss erhöht sich die staatliche Förderung für den Dorfplatz und das Löhe-Haus auf 80%.
Auch für weitere Maßnahmen im Rahmen der Innerortsentwicklung (ISEK) kann dieser erhöhte Fördersatz in Anspruch genommen werden. Christian Scheuerpflug (SPD) freute sich darüber, dass das ISEK bereits nach so kurzer Zeit Früchte trägt und kein leeres Konzept für die Schublade bleibt. In private Eigentumsrechte wird laut Bürgermeister Christoph Schmoll nicht eingegriffen. Hier könne die Gemeinde nur beraten und informieren. Grundsätzlich plane die Gemeinde jedoch im Rahmen des ISEK kommunale Fördermittel zur Verfügung zu stellen.

Städtebaulicher Abschluss westlich des Adlerwegs

Der Siedlungsbereich auf dem ehemaligen Sellner-Gelände soll im Westen durch ein ca. 1,5 Hektar großes Baugebiet mit vier Wohneinheiten abgeschlossen werden. Das angrenzende Biotop mit Grünfläche und einem stehenden Gewässer sowie Waldflächen bleiben dabei unberührt.
Die Kosten für das Planverfahren und für die Erschließungsarbeiten werden von den betroffenen Grundstückseigentümern übernommen.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu.

Erhalt der Dialysepraxis

Neuer Standort im Gewerbegebiet
Nachdem die räumliche Situation des Dialysezentrums an der Heilsbronner Straße unbefriedigend ist, wurde seitens des Betreibers an die Gemeinde der Wunsch herangetragen im Gewerbegebiet einen Neubau zu errichten. Bedauerlicherweise konnte trotz intensiver Suche im Kernort kein entsprechendes Grundstück gefunden werden.
Gemeinderätin Natalie Ernst (SPD) betonte, dass auch ihr am Erhalt der Dialysepraxis in Neuendettelsau sehr gelegen wäre. Das Gewerbegebiet käme als Standort für eine Arztpraxis für sie aber nicht in Frage, da dies eine typische Einrichtung für ein Mischgebiet wäre und in derselben Sitzung ein Grundsatzbeschluss "innen vor außen" gefasst worden wäre. „Ausnahme von der vorgesehenen Nutzung im betreffenden Gewerbegebiet wären auch im Hinblick auf die zukünftige Ausweisung neuer Gewerbeflächen nicht zu vertreten", so Gemeinderätin Natalie Ernst.
Bürgermeister Christoph Schmoll sähe das Dialysezentrum grundsätzlich auch lieber in Zentrumsnähe. Um aber nicht die Abwanderung des Betriebs zu riskieren, empfahl er, der Änderung zuzustimmen. Auch vor dem Hintergrund, dass damit eine Nachverdichtung im bestehenden Gewerbegebiet stattfindet, die an der Stelle sehr zu begrüßen ist.
Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) begrüßte die neue Standortwahl, weil dadurch auch die Verkehrsbelastung im Kernort entlastet würde.
Für das Bauvorhaben musste allerdings der Bebauungsplan entsprechend geändert werden, da diese Art der baulichen Nutzung bisher nicht vorgesehen war.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu, damit Neuendettelsau weiterhin ein regionaler Gesundheitsstandort bleibt.

Umbau eines Fabrikgebäudes in eine Wohnanlage

Die Voranfrage für den Teilumbau des ehemaligen Tauscher-Geländes in der Muna lehnte der Gemeinderat ab.
Insgesamt wurde die Nutzung für Wohnzwecke begrüßt. Christian Scheuerpflug nannte das Vorhaben grundsätzlich beispielhaft. Es würde eine Industriebrache aufgewertet und für Wohnzwecke nutzbar gemacht. Die sogenannte „graue Energie“ des Gebäudes könnte genutzt werden und es würden keine zusätzlichen Flächen versiegelt. Der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung ermögliche solch unbürokratische Verfahren.
Allerdings sind neben der verkehrsrechtlichen Erschließung und der Kanalsituation noch weitere Fragen offen.
Aus Sicht von Bürgermeister Christoph Schmoll müsse zuallererst für des gesamte Gebiet der Chemnitzer Straße ein Bebauungsplan erstellt werden.

Einbau einer Wohnung im Dachgeschoss

Dem Einbau einer eigenständigen 5-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss einer Lagerhalle im Ortsteil Mausendorf stimmte das Gremium zu.

Partnerschaftsbesuch aus Treignac

Über das Himmelfahrtswochenende kommen wieder Gäste aus Treignac zu Besuch.
Am Samstag, dem 16. Mai, findet ein Bürgerfest mit dem Thema „30 Jahre Partnerschaft Neuendettelsau – Treignac“ statt. Dabei wird auch der bis dahin neu gestaltete Treignac-Platz am Bahnhof eingeweiht.
Außerdem kommen bereits am Montag, dem 11. Mai, einige Schülerinnen und Schüler vom Collége Lakanal nach Neuendettelsau um die Jugendbegegnungen der Vorjahre
fortzusetzen.

Planungen für den Westbayernring gestoppt

Laut Verwaltung hat der Netzbetreiber TENNET die Raumverträglichkeitsprüfung (RVP) für den Westbayernring gestoppt. Allerdings soll die bereits begonnene Erhebungen noch zu Ende geführt werden.
Bürgermeister Christoph Schmoll bedauerte den Stopp, da Neuendettelsau dringend einen weiteren Netzausbau braucht.

Erfolgte Auftragsvergaben in der Zuständigkeit des Bürgermeisters

- Gemeindehaus „Am Zapfengarten 3“
Sanierung EG rechts
- Gemeindehaus „Weidenweg 1“
Sanierung Estrich- und Fliesenbelagsarbeiten
- Neubau Grund- u. Mittelschule – „Am Sportpark“
Grundleistungen für Wärme- u. Schallschutz sowie Raumakustik
- Planung „Neue Dorfmitte“
Honorar für die Betreuung der Mehrfachbeauftragung
- Benzin Stampfer für den Bauhof