03.08.2026 in Topartikel Gemeinderat
In der Sitzung stand zunächst eine wichtige Entscheidung zum Neubau der Grund- und Mittelschule an. Durch das Architekturbüro wurde der Variantenvergleich der Tragwerkkonstruktionen und damit der Bauweisen vorgestellt.
Dabei konnten in Bezug auf Kosten, Gesamtbauzeit sowie Heiz- und Kühllast nur geringe Unterschiede zwischen den Varianten festgestellt werden.
GRM Scheuerpflug erläuterte die Vorzüge eines Massivtragwerks mit nicht-tragender Holzfassade – wie langer Lebenszyklus des Gebäudes mit Möglichkeit die Fassade ohne Eingriffe in die Statik zu erneuern, gute Temperaturregulation durch Betonbauteile, hohe CO2-Einsparung im Vergleich zu einem kompletten Massivbau. Die SPD-Fraktion schloss sich dieser Einschätzung an.
Schlussendlich beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, die Planungen für ein Massivtragwerk mit Ziegelausfachung weiter zu verfolgen.
Welche Folgen sich bezüglich der Kosten, der Bauzeit und der Einflüsse auf Schall- und Wärmedämmung durch die Entscheidung für eine im Variantenvergleich nicht berücksichtigte Bauweise ergeben, war nach der Sitzung noch unklar.
Die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes für den Neubau eines Einfamilienhauses im Mausendorfer Weg wurden erteilt.
Die Regierung von Mittelfranken informierte die Gemeinde Neuendettelsau darüber, dass die Raumverträglichkeitsprüfung „Westbayernring“ abgeschlossen sei. Auf dem Gemeindegebiet entsprachen die Planungen allesamt den Erfordernissen aus der Raumordnung.
Im Hinblick auf aktuelle bundesweite Netzüberplanungen ergibt sich derzeit hieraus keine Konsequenz.
17.07.2026 in Gemeinderat
Folgenden Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt:
Errichtung einer Maschinen- und Wartungshalle im Ortsteil Reuth
Errichtung eines Floristik-Betriebs mit Lagerhalle in Neuendettelsau
Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung in Neuendettelsau
Nach Beratung mit der TH Nürnberg schlug die Gemeindeverwaltung vor, auf den Schulcontainern in der Friedhofstraße ein Reallabor zu entwickeln, bei dem der Regenwasserabfluss zwischen flach geneigtem Gründach und mit Photovoltaik bedecktem Dach verglichen werden sollte. Der Gemeinderat lehnte den Vorschlag insbesondere auf die zu erwartenden Kosten im fünfstelligen Bereich mehrheitlich ab, wenn auch der Vorschlag inhaltlich positiv aufgenommen wurde.
Die BEG informierte die Gemeinde darüber, dass bei der Neuplanung des öffentlichen Nahverkehrs im Nürnberger Umland ab 2031 der Betrieb einer Verkaufsstelle am Bahnhof Neuendettelsau keine Voraussetzung mehr sein wird. Damit würde das Kundenzentrum von der BEG auch nicht mehr finanziert. Der Bürgermeister berichtete, dass Gespräch stattfänden, wie eine persönliche Beratung weiter möglich sein könnte.
01.07.2026 in Gemeinderat
Anders als in den anderen beschließenden Ausschüssen ist im Rechnungsprüfungsausschuss nicht der 1. Bürgermeister Ausschussvorsitzender. Zur Vorsitzenden des RPA wählte der Gemeinderat deshalb einstimmig die 2. Bürgermeisterin Theresa Korn.
Das Standesamt der Gemeinde Neuendettelsau wird ab 01. Juli von Andrea Riepel geleitet. Als neue Standesbeamtin wurde Alicia Frank bestellt, die ab dem 01. Juli auch die stellvertretende Leitung übernimmt.
Da im Haushalt 2026 keine Mittel für die Bezuschussung der Integrationskraft bereitgestellt wurden, wird der Zuschuss außerplanmäßig ausgezahlt.
Jahresabschluss Nahwärme Neuendettelsau GmbH 2025
Der Gemeinderat genehmigte den Jahresabschluss der Nahwärme Neuendettelsau GmbH und entlastete den Aufsichtsrat für das entsprechende Geschäftsjahr.
Der Gemeinderat bestätigte Maximilian Schneider als Kommandant und Mario Herrmann als stellvertretenden Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wollersdorf-Watzendorf.
Nachdem die Gemeinde ein Schreiben der Breitband Bayern erhielt, wurden die Auswahlkriterien für das am 18.05.2026 bereits beschlossene Auswahlverfahren der IKZ (Interkommunale Zusammenarbeit) unter Federführung des Markt Lichtenau angepasst, insbesondere wurde die Qualität der technischen Umsetzung mit aufgenommen.
Nach ca. 60 Jahren sollten zur besseren Wärmedämmung und Sicherheit bei Schneelast das Dachtragwerk der Einfachturnhalle erneuert werden. Auch die Außenwände entsprächen nicht mehr heutigen Ansprüchen an eine Wärmedämmung, berichtete Bauamtsleiter Ruthardt. Bereits in den Vorjahren seien einige Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Lüftungsanlage und Haustechnik erfolgt, so dass nun ergänzende Maßnahmen geplant seien.
Bereits am 26.01.2026 beschloss der Gemeinderat, eine Förderung im Rahmen des Programms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu beantragen. Dabei wurde das Projekt der Gemeinde Neuendettelsau nicht berücksichtigt, nun besteht jedoch die Möglichkeit über die KfW und eine FAG-Förderung eine energetische Sanierung fördern zu lassen. Nach Diskussion im Rat wurde der Förderantrag bestätigt, die Leistungsphase 6 soll jedoch erst nach Klärung der Finanzierung des Neubaus der Grund- und Mittelschule beauftragt werden.
Auch die Kindertagesstätte „Bunte Oase“ soll nach Beschluss des Gemeinderates mittels KfW- und FAG-Förderung energetisch saniert werden.
Folgenden Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt:
Neubau einer Lagerhalle im Gewerbegebiet
Umbau und Ausbau eines bestehenden Wohnhauses im Mischgebiet mit Nutzungsänderung der Spitzbodens zum Architekturbüro
Neubau eines Zweifamilienhauses in Wollersdorf
Anbau eines Treppenhauses an ein bestehendes Wohnhaus in Reuth
Die Ortsteile Wollersdorf/Watzendorf und Bechhofen veranstalten Ortssprecherwahlen.
Nach dem Ausscheiden des bisherigen Seniorenbeiratsvorsitzenden Herrn Jekuhl wurde Herr Hans-Peter Seegert zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie zum „Ausbau der Weißenbronner Straße, OT Aich“ wurde mitgeteilt, dass unter anderem aufgrund notwendiger Stützkonstruktionen aus planerischer und wirtschaftlicher Sicht der Ausbau aktuell nicht weiter verfolgt wird.
Von Bürger*innen der Gemeinde wurden Anregungen zu der Schulwegsituation in der Nordstraße, zu einer Querungshilfe in der Reuther Straße und zu den kürzlich markierten Radschutzstreifen an die Gemeinde gerichtet.
22.05.2026 in Gemeinderat
Hr. Langer von der Breitbandberatung Bayern GmbH berichtete über den aktuellen Stand zum Glasfaserausbau. Aktuell gibt es im Gemeindegebiet 61 Adressen, an denen der Glasfaserausbau förderfähig ist – ausgenommen sind die noch nicht ausgebauten Gebiete in Wernsbach, hier ist eine Förderung aktuell nicht möglich, da ein Kabelnetz besteht.
Um nun den Gigabit-Ausbau fortzuführen, konnte die Gemeinde Neuendettelsau im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Markt Lichtenau sowie mit Bruckberg, Flachslanden und Windelsbach einen Förderbescheid erwirken, so dass der Freistaat Bayern und der Bund verpflichten, die Kosten mitzutragen.
Für die Gemeinde Neuendettelsau verbleibt ein Eigenanteil von knapp 80.000 €.
Der Gemeinderat beschloss die Einleitung des Auswahlverfahrens federführend durch den Markt Lichtenau einstimmig. Anschließend soll das wirtschaftlichste Angebot herausgearbeitet werden.
Bezugnehmend auf die konstituierende Sitzung standen in der ersten Arbeitssitzung die Beschlüsse über diverse Vertretungen an.
Der Gemeinderat beschloss die von den Fraktionen vorgeschlagenen Besetzungen von Haupt- und Finanzausschuss (HFA), Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss (BUVA), Ferienausschuss, Werkausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss.
Die SPD-Fraktion stellt folgende Mitglieder:
HFA: 1. Manfred Riedel (vertreten durch Rudolf Buchinger und Christian Scheuerpflug), 2. Natalie Ernst (vertreten durch Birgit Bischoff und Christian Scheuerpflug)
BUVA: 1. Christian Scheuerpflug (vertreten durch Manfred Riedel und Natalie Ernst), 2. Birgit Bischoff (vertreten durch Rudolf Buchinger und Natalie Ernst)
Ferienausschuss: 1. Manfred Riedel (vertreten durch Christian Scheuerpflug und Rudolf Buchinger), 2. Natalie Ernst (vertreten durch Birgit Bischoff und Rudolf Buchinger)
Werkausschuss: 1. Rudolf Buchinger (vertreten durch Manfred Riedel und Christian Scheuerpflug), 2. Birgit Bischoff (vertreten durch Natalie Ernst und Christian Scheuerpflug)
Rechnungsprüfungsausschuss: 1. Manfred Riedel (vertreten durch Christian Scheuerpflug und Natalie Ernst), 2. Rudolf Buchinger (vertreten durch Birgit Bischoff und Natalie Ernst)
Außerdem bestellte der Gemeinderat die Vertreter*innen für die Mitgliederversammlung im Verein Musikschule Rezat-Mönchswald, für den Zweckverband Allianz Kernfranken, für den Verwaltungsrat des Gesundheitszentrums und für den Aufsichtsrat für die Nahwärme GmbH.
Zum Fairtrade-Beauftragten wurde Thilo von Livonius, der diese Rolle bereits in der letzten Wahlperiode innehatte, bestimmt.
Manfred Riedel wird weiterhin als Seniorenbeauftragter Ansprechpartner im Gemeinderat sein.
Die neu eingeführte Rolle der Inklusionsbeauftragten soll von Rebecca Schmidt ausgefüllt werden.
Der Auflösung des Vereins Kernfranken, dessen Inhalt die Bearbeitung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes war, wurde durch den Gemeinderat zugestimmt. Das Vereinsvermögen soll dem Zweckverband Kernfranken zukommen, dabei soll eine Zweckbindung an das ILEK festgelegt werden.
Die SPD-Fraktion brachte einen Antrag zu einer Klausurtagung ein, bei dem die Maßnahmenkataloge ISEK und Energienutzungspläne, der Neubau der Grund- und Mittelschule, sowie weitere Bau- und Gewerbegebiete auch zusammen mit den neuen Gemeinderatsmitgliedern an einem Wochenende diskutiert werden sollten.
Dieser Antrag wurde abgelehnt. Bürgermeister Schmoll schlug vor, dass die Verwaltung einen Schwerpunkt für eine eintägige Klausur festlegt und darüber erneut berichtet, so dass der Gemeinderat diesem abgeänderten Antrag schließlich zustimmte.
Nach Beschluss des Gemeinderates soll die offizielle Webseite der Gemeinde technisch überarbeitet werden, um Barrieren abzubauen und die Bedienung für Verwaltung, Bürger*innen und Vereine zu vereinfachen.
Um dem demographischen Wandel Rechnung zu tragen, beschloss der Gemeinderat die Anpassung der Besuchstätigkeiten durch den Bürgermeister und seine Stellvertreter*innen. Zukünftig sollen persönliche Besuche zum 90., 95. und 100. Geburtstag sowie zum 50., 60., 65. und 70. Hochzeitstag erfolgen.
08.05.2026 in Gemeinderat
Am 04. Mai 2026 trat der neu gewählte Gemeinderat das erste Mal zusammen und Bürgermeister Christoph Schmoll eröffnete die konstituierende Sitzung.
Die neu in den Gemeinderat gewählten Mitglieder Thomas Aulitzky, Christoph Frank, Andreas Götz, Anja Strauß, Fabian Hahn, Markus Högner und Tobias Lang wurden von Bürgermeister Christoph Schmoll vereidigt.
Zur 2. Bürgermeisterin wurde in geheimer Wahl einstimmig Theresa Korn gewählt. Die beiden Kandidaten für den Posten des 3. Bürgermeisters vereinten jeweils die Hälfte der Stimmen auf sich, so dass per Los Andreas Götz zum 3. Bürgermeister bestimmt wurde. Anschließend wurden beide Stellvertretende in ihrem Amt vereidigt.
Der Gemeinderat beschloss zusätzlich zu den Pflichtausschüssen Rechnungsprüfungsausschuss und Werkausschuss die Einrichtung eines Haupt- und Finanzausschusses, eines Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses (jeweils vorberatend) und eines Ferienausschusses, der in Ferienzeiten die Aufgaben des Gemeinderates wahrnimmt. Die personelle Besetzung wird in der ersten Arbeitssitzung beschlossen.
In der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts wurde die Höhe des Sitzungsgeldes angepasst. Für jede Sitzungsteilnahme sollen die Gemeinderatsmitglieder in der neuen Wahlperiode 35 € erhalten, seit 2014 waren dies 30 €. Selbstständige und Personen, denen z. B. durch die Notwendigkeit einer Kinderbetreuung finanzielle Aufwendungen entstehen, erhalten zusätzlich eine Entschädigung von 25 €/Stunde (bisher: 20 €). Die Pauschalentschädigung für Fraktionssprecher*innen, die auf Anforderung des 1. Bürgermeisters zusätzlich zu Sitzungen zusammentreten, beträgt wie gehabt 25 €/Stunde.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte einen Antrag zur Sitzungsteilnahme durch Ton-Bild-Übertragung, um Gemeinerät*innen trotz Verhinderung bei triftigen Gründen die Teilnahme an Sitzungen zu ermöglichen. Die Verwaltung verwies auf die nach wie vor fehlende technische Ausstattung im Sitzungssaal, um sowohl Datenschutzaspekten als auch gültigen Abstimmungen Rechnung zu tragen, sowie weiterhin bestehende Unklarheiten bezüglich der rechtssicheren Umsetzung. GRM Ernst erklärte ihre Unterstützung des Antrags, um die Stimme beruflich verhinderter Gemeinderatsmitglieder oder von Personen mit zu pflegenden Angehörigen nicht ungehört zu lassen. Der Gemeinderat lehnte den Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung ab.
Die Vertretung der Gemeinde im Zweckverband der Sparkasse Ansbach, im Schulverbund Ansbach-Ost und in der Verbandsversammlung beim Zweckverband zur Wasserversorgung Reckenberg-Gruppe wird wie gehabt der 1. Bürgermeister Schmoll bzw. seine Stellvertreter*innen übernehmen.
Der 1. Bürgermeister Schmoll sowie seine Stellvertreter*innen Theresa Korn und Andreas Götz wurden durch den Gemeinderat zu Eheschließungsstandesbeamten bestellt.