30.10.2026 in Topartikel Gemeinderat
In der Sitzung war das Büro Ermisch & Partner zu Gast, von Frau Ermisch wurden die Planungen zum Wasserwanderweg Jakobsruh vorgestellt. Einerseits sollen Erholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung geschaffen, andererseits eine ökologische Aufwertung der Aurach – in Verbindung mit einem verbesserten Hochwasserschutz - vollzogen werden. Auch verkehrstechnische Maßnahmen sind Teil des Projekts, beispielsweise soll eine Furt für landwirtschaftliche Fahrzeuge entstehen.
Historisch befand sich in der Jakobsruh ein Erholungshaus der Diakonie Neuendettelsau sowie eine Gastwirtschaft. Heute ist die Jakobsruh vor allem als Einzugsgebiet für das gemeindliche Trinkwasser bedeutsam.
Beides, sowohl die Historie der Jakobsruh als auch die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Neuendettelsau sollen im Rahmen des Wasserwandersweges auch mittels Informationstafeln aufgearbeitet werden. Vorbereitende Maßnahmen und die Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt sind in den letzten Jahren bereits erfolgt.
GRM Ernst zeigte sich begeistert über die nun schon weit ausgereiften Pläne, sowohl was die ökologische Aufwertung als auch was den Naherholungsaspekt betrifft.
Die endgültige Förderzusage für das Vorhaben steht noch aus und wird im Jahr 2027 erwartet. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Beantragung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns für den Wasserwanderweg Jakobsruh, so dass schon vor Erhalt des Zuwendungsbescheids die Bauleistungen beauftragt werden können, ohne dass dies förderschädlich wäre.
Bezüglich des Neubaus der Grund- und Mittelschule stand nun die Entscheidung über das Heiz- und Kühlsystem an. In der Sitzung stellte Bürgermeister Schmoll den Variantenvergleich der verschiedenen Konzepte vor.
Als Heizsysteme wurden die Nahwärme Neuendettelsau, Luft-Luft-Wärmepumpen und eine Flächengeothermieanlage verglichen. Neben der Beheizung stand allerdings insbesondere das Kühlverfahren im Mittelpunkt der Diskussion.
Die Verwaltung schlug vor, eine Luft-Luft-Wärmepumpe, die sowohl heizen als auch kühlen kann, mit wassergeführten Registern, die in der Belüftungsanlage verbaut werden, zu kombinieren, um das Gebäude zu temperieren.
GRM Scheuerpflug sprach sich für die Variante „Flächen-Erdwärmepumpe“ aus, die mit einer Sportplatzsanierung einhergehen würde, da technisch hier die höchste Effizienz vorliege und ggf. sogar PV-Kapazitäten eingespart werden könnten. Außerdem führte er an, dass eine Sanierung des Sportplatzes absehbar notwendig würde.
Der Gemeinderat schloss sich dem Vorschlag der Verwaltung überwiegend an, so dass die Planungen für das Heiz- und Kühlsystem fortgeführt werden können.
Zusätzlich zu den drei bereits ernannten Jugendräten konnten kurzfristig noch weitere drei Interessenten gefunden werden, die in der Sitzung ebenfalls ernannt wurden. Der Jugendrat wird entsprechend 6 Mitglieder umfassen und bis 31.08.2028 im Amt sein.
Die Gemeinde Neuendettelsau ist jährlich aufgefordert, Maßnahmen im Rahmen des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms zu beantragen und den aktualisierten Bedarf mitzuteilen. Für das Jahr 2027 soll die Fortschreibung des Projekts „Erwerb und Sanierung Löhehaus“ mit Schaffung eines Dorfplatzes beantragt und die geplanten Investitionen in das Programm aufgenommen werden.
Das gemeindliche Einvernehmen für den Umbau einer Garage in der Birkenhofstraße mit Aufstockung zur Schaffung von Wohnraum wurde einschließlich der Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt.
Auch für den Neubau eines Einfamilienhauses in der Rampenstraße, angrenzend an die Gleisanlage, wurden das gemeindliche Einvernehmen und Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt, unter anderem um den Flächenverbrauch für den Bau des Gebäudes zu reduzieren.
Bereits in der vergangenen Amtsperiode hatte der Gemeinderat ein Verkehrs- und Radverkehrskonzept beauftragt, was im Juli 2023 vorgestellt worden war.
Das Radverkehrskonzept enthält unter anderem den Umbau der Feldstraße zur Fahrradstraße, wo Radfahrende und Fußgänger*innen Vorrang vor dem motorisierten Verkehr haben. Die Baumaßnahme wurde bereits ausgeschrieben.
Es ergibt sich nun die Möglichkeit, die Maßnahme zu einem überwiegenden Teil über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ fördern zu lassen. Im Rahmen der Diskussion erläuterte der Bauamtsleiter, dass bei der Kanalbefahrung in der Feldstraße keine wesentlichen Defizite im Kanalnetz beschrieben wurden. Maßnahmen am Kanalnetz sind also auf diesem Abschnitt nicht nötig. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Beantragung der Förderung.
Nach dem Ausscheiden von Dr. Jehkul aus dem Seniorenbeirat wurde als Vertreter der Vereine Karl-Heinz Franke gewählt und durch den Gemeinderat berufen.
Als neuer Feldgeschworener wurde Hans Zuckermandel nach Wahl durch die örtlichen Feldgeschworenen verpflichtet.
23.09.2026 in Allgemein
Den Kommunalwahlen folgend fanden im Juli die Ortssprecher*innen-Wahlen für Wollersdorf-Watzendorf und Bechhofen statt.
Herr Johannes Eberhardt wurde als Ortssprecher für Bechhofen wiedergewählt, er war bereits seit 2020 der Ortssprecher für Bechhofen.
Herr Simon Tischner wurde als Ortssprecher für Watzendorf-Wollerdorf neu gewählt.
Von der Verwaltung wurden die über- und außerplanmäßigen Ausgaben des Haushaltsjahres 2025 vorgestellt. Sowohl im Verwaltungs- als auch im Vermögenshaushalt konnten die zusätzlich angefallenen Ausgaben über Reserven und durch Einsparungen in anderen Bereichen des Haushaltes gedeckt werden.
Entsprechend wurden die Überschreitungen durch den Gemeinderat genehmigt und vom Rechenschaftsbericht 2025 Kenntnis genommen.
Die Jahresrechnung 2025 wird nun durch den Rechnungsprüfungsausschuss geprüft, der im Herbst Bericht erstatten wird.
Behandelt wurde ein Bauantrag für ein Wohn- und Geschäftsgebäude in der Friedrich-Bauer-Straße, das unter anderem Platz für eine Arztpraxis und eine Apotheke bieten soll. Dem Bauvorhaben im unbeplanten Innenbereich wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Außerdem stimmte der Gemeinderat dem Bau eines Treppenhauses und eines Hackschnitzelbunkers, angrenzend an ein bereits bestehendes Wohnhaus, im Ortsteil Reuth zu.
Ursprünglich als Integrationsprojekt für Menschen mit Fluchtgeschichte gestartet, bietet das Bündnis für Familie seit Mai dieses Jahres eine offene Fahrradwerkstatt an, bei der alle zwei Wochen Bürgerinnen und Bürger bei der Reparatur ihrer Räder mit Wissen und Werkzeug unterstützt werden. Für die Herbst- und Wintermonate fragte der Verein nun an, ob im Alten Feuerwehrhaus Flächen zur Einrichtung der Reparaturwerkstatt für Fahrräder zur Verfügung gestellt werden könnten.
GR Riedel betonte, dass das Projekt ein essentieller Teil des Integrationskonzeptes im Ort sei. GR Ernst wies daraufhin, dass eine offene Fahrradwerkstatt sich insbesondere an Personen richte, die keine finanziellen Ressourcen für eine professionelle Fahrradreparatur hätten und die durch Hilfe bei der Reparatur Ihrer Räder trotzdem mobil sein könnten,.
Schlussendlich entschied sich der Gemeinderat mit Verweis auf die vollständig belegte Halle gegen die Bereitstellung der Flächen für die Fahrradwerkstatt.
26.08.2026 in Gemeinderat
Den Kommunalwahlen folgend, fanden im Juli nun auch die Ortssprecher*innen-Wahlen für Wollersdorf-Watzendorf und Bechhofen statt.
Herr Johannes Eberhardt wurde als Ortssprecher für Bechhofen wiedergewählt.
Herr Simon Tischner wurde als Ortssprecher für Watzendorf-Wollerdorf neu gewählt.
Nach dem Anlauf des Verkehrsversuches vor einigen Monaten ist bei der Gemeindeverwaltung mittlerweile eine Reihe von Rückmeldungen eingegangen. Zur Klärung von Missverständnissen und offenen Fragen wurde bereits eine Veröffentlichung auf Crossiety getätigt, auch auf der Gemeinde-Webseite und im Amts- und Mitteilungsblatt werden sich weiterhin Informationen finden.
Das Projekt soll auch im kommenden Semester von der TH Nürnberg mitbegleitet werden.
Mittlerweile sind auf der App Crossiety in Neuendettelsau 1.900 Personen registriert. Die App stellt einen Kommunikationsweg nicht nur für die Gemeindeverwaltung, sondern auch für Vereine und Bürger*innen dar. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass Vereine geschlossene Gruppen zur Organisation bilden, durch die Gemeine wird an Müllabführtermine erinnert, ein Veranstaltungskalender bietet eine Übersicht über Feste und Vorträge und auch Verkaufsgesuche wie auf einem Schwarzen Brett sind möglich.
03.08.2026 in Gemeinderat
In der Sitzung stand zunächst eine wichtige Entscheidung zum Neubau der Grund- und Mittelschule an. Durch das Architekturbüro wurde der Variantenvergleich der Tragwerkkonstruktionen und damit der Bauweisen vorgestellt.
Dabei konnten in Bezug auf Kosten, Gesamtbauzeit sowie Heiz- und Kühllast nur geringe Unterschiede zwischen den Varianten festgestellt werden.
GRM Scheuerpflug erläuterte die Vorzüge eines Massivtragwerks mit nicht-tragender Holzfassade – wie langer Lebenszyklus des Gebäudes mit Möglichkeit die Fassade ohne Eingriffe in die Statik zu erneuern, gute Temperaturregulation durch Betonbauteile, hohe CO2-Einsparung im Vergleich zu einem kompletten Massivbau. Die SPD-Fraktion schloss sich dieser Einschätzung an.
Schlussendlich beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, die Planungen für ein Massivtragwerk mit Ziegelausfachung weiter zu verfolgen.
Welche Folgen sich bezüglich der Kosten, der Bauzeit und der Einflüsse auf Schall- und Wärmedämmung durch die Entscheidung für eine im Variantenvergleich nicht berücksichtigte Bauweise ergeben, war nach der Sitzung noch unklar.
Die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes für den Neubau eines Einfamilienhauses im Mausendorfer Weg wurden erteilt.
Die Regierung von Mittelfranken informierte die Gemeinde Neuendettelsau darüber, dass die Raumverträglichkeitsprüfung „Westbayernring“ abgeschlossen sei. Auf dem Gemeindegebiet entsprachen die Planungen allesamt den Erfordernissen aus der Raumordnung.
Im Hinblick auf aktuelle bundesweite Netzüberplanungen ergibt sich derzeit hieraus keine Konsequenz.
17.07.2026 in Gemeinderat
Folgenden Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt:
Errichtung einer Maschinen- und Wartungshalle im Ortsteil Reuth
Errichtung eines Floristik-Betriebs mit Lagerhalle in Neuendettelsau
Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung in Neuendettelsau
Nach Beratung mit der TH Nürnberg schlug die Gemeindeverwaltung vor, auf den Schulcontainern in der Friedhofstraße ein Reallabor zu entwickeln, bei dem der Regenwasserabfluss zwischen flach geneigtem Gründach und mit Photovoltaik bedecktem Dach verglichen werden sollte. Der Gemeinderat lehnte den Vorschlag insbesondere auf die zu erwartenden Kosten im fünfstelligen Bereich mehrheitlich ab, wenn auch der Vorschlag inhaltlich positiv aufgenommen wurde.
Die BEG informierte die Gemeinde darüber, dass bei der Neuplanung des öffentlichen Nahverkehrs im Nürnberger Umland ab 2031 der Betrieb einer Verkaufsstelle am Bahnhof Neuendettelsau keine Voraussetzung mehr sein wird. Damit würde das Kundenzentrum von der BEG auch nicht mehr finanziert. Der Bürgermeister berichtete, dass Gespräch stattfänden, wie eine persönliche Beratung weiter möglich sein könnte.