
Brückenverbreiterung der Bundesautobahn A 6
Im Rahmen das Ausbaus der BAB 6 hatten Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) und der Petersauracher Bürgermeister Herbert Albrecht (CSU) vorgeschlagen, die Autobahnbrücke zwischen Altendettelsau und Petersaurach zu verbreitern.
Fahrradweg nach Petersaurach
Im Zuge des 6-spurigen Ausbaus muss die Brücke abgerissen und neu gebaut werden. Dabei gäbe es die Möglichkeit, die Brücke gleichzeitig für einen fahrbahnbegleitenden Radweg entlang der Kreisstraße (AN 19) zu erweitern. Nach Fertigstellung des Autobahnausbaus würde es für einen Zeitraum von ca. 70 bis 80 Jahren keine derartige Möglichkeit mehr geben.
Gemeinderat unterstützt Ausbau
Nachdem das Radverkehrskonzept der Gemeinde Neuendettelsau einen straßenbegleitenden Radweg entlang der AN 19 von Neuendettelsau bis Petersaurach vorsieht, hat der Gemeinderat über einen Zuschuss an die Gemeinde Petersaurach beraten.
Christian Scheuerpflug (SPD) kritisierte zunächst, dass die Kommunen für die Kosten aufkommen sollen. Der Verursacher sei bereits beim Bau der Autobahn der Bund gewesen.
Er sprach sich für eine Kostenbeteiligung aus, weil viele Neuendettelsauer davon profitieren würden, beispielsweise Radpendler, die den S-Bahnhof in Petersaurach nutzen.
Auch Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) begrüßte den Vorschlag. „Dadurch könnten wir unsere Idee von einer Führung des Jakobs-Radwegs von Nürnberg nach Rothenburg über Neuendettelsau umsetzen,“ so Riedel. Er schlug dabei eine Unterstützung in Höhe von 250.000 Euro vor.
Förderung des Radverkehrs
Bürgermeister Schmoll betonte: „Die Unterstützung der Gemeinde Petersaurach mit bis zu 250.000 € ist ein Kompromiss aus finanziellen Möglichkeiten und der Förderung des Radverkehrs.“
Der Gemeinderat stimmte mit einer Mehrheit von 11:7 Stimmen dem Vorschlag zu.
Voraussetzung ist, dass sowohl der Gemeinderat Petersaurach als auch die Autobahn GmbH des Bundes grundsätzlich einer Verbreiterung der Brücke für einen Fahrradweg zustimmen.
https://www.neuendettelsau.eu/fileadmin/Website_2020/Dateien/Downloads_Buerger/Neuendettelsau_Verkehrskonzept.pdf
Rechnungsprüfung ergab keine Beanstandungen
Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsauschusses des Gemeinderates, Gottwald Dötzer (SPD), berichtete über die örtliche Rechnungsprüfung. Dabei ging es um die Einhaltung des Haushaltsplanes sowie um den rechtzeitigen Eingang der Einnahmen.
Geprüft wurden außerdem die Ausgaben hinsichtlich des Gebotes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.
Laut Gottwald Dötzer gab es keine Einwände gegen die Rechnungslegung 2024. Er bedankte sich bei den Mitarbeitenden der Kämmerei und bescheinigte, dass bei der Rechnungsprüfung nichts festgestellt wurde, was der Gemeinde hätte schaden können.
Der Gemeinderat entlastete die Verwaltung einstimmig für das Haushaltsjahr 2024.
Aktualisierung von Einzelmaßnahmen der Städtebauförderung
Im Rahmen der Städtebauförderung ist es erforderlich jährlich die geplanten Investitionen zu aktualisieren und fortzuschreiben.
Der Gemeinderat hat für die nächsten Jahre deshalb zur Aufnahme in die Förderung folgende Einzelmaßnahmen fortgeschrieben und beschlossen:
- Erwerb und Sanierung „Löhehaus“ mit Umfeld und Tiefgarage
- Sternplatz-Umgestaltung
- Neugestaltung altes Feuerwehrhaus samt Umgriff
Laut Verwaltung ist die Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) inzwischen abgeschlossen. Hierfür hat die Gemeinde über die Städtebauförderung im September 2025 einen Zuschuss in Höhe von 68.800 Euro erhalten.
https://www.neuendettelsau.eu/leben-gewerbe/bauen-wohnen/ortsentwicklung
Anpassung der Benutzungsgebühren für die gemeindlichen Sportanlagen
Nachdem die derzeit gültigen Benutzungsgebühren für die gemeindlichen Sportanlagen zuletzt im Jahr 2010 festgelegt wurden, beschloss der Gemeinderat einstimmig eine Erhöhung um 45%. Diese ergibt sich laut Verwaltung aus einer Steigerung der Betriebskosten von 2010 bis 2025 um 69,02 %. Gleichzeitig seien die Einnahmen um 1,31 % gesunken.
Keine vollständige Kostendeckung
Auch im Hinblick auf künftige überörtliche Prüfungen wurde seitens der Finanzverwaltung eine Anpassung der Benutzungsgebühren für private und gewerbliche Nutzung um mindestens 45 % dringend empfohlen. Eine vollständige Kostendeckung der reinen Betriebskostensteigerungen sei damit jedoch weiterhin nicht erreicht.
Zukünftig werden die Benutzungsgebühren jeweils zum 1. Januar eines Jahres um die amtlich festgestellte Inflationsrate angepasst.
Projekt Dorfmitte
Nach aktuellen Gesprächen mit der Kirchengemeinde und der Regierung von Mittelfranken sowie der Kirchengemeinde mit der Landeskirche wurde seitens der Verwaltung ein Förderszenario und Verfahrensvorschlag zur neuen "Dorfmitte" vorgestellt.
Die Regierung von Mittelfranken hat dabei der Gemeinde erhebliche Mittel aus der Städtebauförderung für die Kooperation mit der Kirchengemeinde, für den Dorfplatz, für das Löhe-Haus und für öffentliche Stellplätze in Aussicht stellt.
Förderungen sehr attraktiv
Voraussetzung für die Förderung ist, dass im Rahmen eines Architektenwettbewerbs die Durchführung einer Mehrfachbeauftragung (3 -4 Architekten) erfolgt. Für die Kosten dafür wurde ebenfalls eine Förderung von 80% in Aussicht gestellt.
Laut Bürgermeister Christoph Schmoll seien die in Aussicht gestellten Förderungen sehr attraktiv. Sicher seien die Mittel aber erst nach einem Förderbescheid.
Der vorgestellten Innenentwicklung, gemäß dem Vorschlag der Regierung von Mittelfranken, stimmte der Gemeinderat zu. Die Verwaltung wurde beauftragt einen entsprechenden Antrag bei der Städtebauförderung zu stellen.
https://www.neuendettelsau.eu/verwaltung-service/rathaus-aktuell/554/gemeindehaus-st-nikolai
Nutzungsänderung der Diakoneo-Bücherei
Nach Auflösung der Bibliothek im erdgeschossigen Ostflügel in der Wilhelm-Löhe-Straße 23 werden diese Räumlichkeiten zukünftig als heilpädagogisches Zentrum genutzt. Dieses befand sich bisher im Hochhaus an der Heilsbronner Straße 44.
Der Gemeinderat stimmte der Nutzungsänderung zu.
Erneuter Bauantrag für Kleinbrauerei
Nachdem sich im Laufe der Erstellung der Kleinbrauerei in der Heilsbronner Straße einige Abweichungen ergeben haben, stimmte der Gemeinderat dem erneuten Bauantrag einer Kleinbrauerei mit vier Gegenstimmen mehrheitlich zu. Laut Landratsamt gäbe es keine rechtlichen Gründe diesen abzulehnen, so Bürgermeister Schmoll.
Gemeinderat Christian Scheuerpflug regte an, als Ausgleich für den hohen Versiegelungsgrad einen schattenspendenden größeren Baum zu pflanzen und einen Teil des Vorplatzes zu entsiegeln. Das würde auch die Attraktivität der Brauerei steigern.
Zaunerhöhung wegen Verkehrsgefährdung abgelehnt
Die Errichtung eines neuen Gartenzauns in Verbindung mit einem Hoftor in der Rampenstraße mit einer Höhe von 1,60m lehnte das Gremium ab. Im Bebauungsplan „Nördlich der Bahnhofstraße“ ist lediglich eine Höhe von 1,10m festgelegt.
Begründet wurde der Wunsch nach einer höheren Einfriedung mit dem starken Fußgängerverkehr zwischen Bahnhof und Löhe-Campus.
Das Grundstück liegt im Kreuzungsbereich und hat außerdem keinen vorgelagerten Fußgängerweg. Durch den erhöhten Zaun würde laut Bauverwaltung eine zusätzliche Gefährdung für den Verkehr entstehen. Für Autofahrer, die sich der Kreuzung aus nördlicher Richtung nähern, wäre der Kreuzungsbereich nicht mehr einsehbar.
https://www.neuendettelsau.eu/leben-gewerbe/bauen-wohnen/bauleitplanung
Bau einer zusätzlichen Garage
Dem Bau einer zusätzlichen Garage auf dem Grundstück in der Fichtenstraße stimmte der Gemeinderat zu. Die Erschließung erfolgt über die bestehende gemeinsame Grundstückszufahrt.
Neue Tragkraftspritze
Nachdem die vorhandene Pumpe, Baujahr 1979, inzwischen erhebliche Mängel aufweist, wurde für die Feuerwehr Haag – Reuth eine neue Tragkraftspritze für 16.332,75 € angeschafft. Dafür liegt eine Förderzusage in Höhe von 6.630,00 € vor.
Schutzstreifen für den Radverkehr
Umsetzung von Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept
Laut Mitteilung der Verwaltung strebt die Gemeinde auf Grundlage des Radverkehrskonzeptes die Optimierung der Radverkehrsführung in der Hauptdurchgangsstraße (Heilsbronner bis Schlauersbacher Straße) an. Künftig ist die Trennung von Rad- und Fußverkehr angestrebt. Der Gehweg soll primär dem Fußverkehr zur Verfügung stehen. Ausgenommen wäre der zulässige Radverkehr von Kindern bis 10 Jahre. Der Radverkehr sollte möglichst sicher auf der Straße stattfinden.
Im Zusammenhang mit dem Radverkehrskonzept wurde als Maßnahme in diesem Abschnitt, ein einseitiger Schutzstreifen in Kombination mit einer Fahrrad Piktogrammkette als mögliche Lösung dargestellt.
Der Landkreis Ansbach und die Gemeinde Neuendettelsau planen die Durchführung eines Verkehrsversuches, der zunächst zeitlich begrenzt die Einrichtung von Radschutzstreifen vorsieht.
Voraussichtlich wird in Zusammenarbeit mit Technische Hochschule Nürnberg im Frühjahr 2026 mit einer Bestandserhebung begonnen. Im Anschluss erfolgt die Anbringung der Markierungen und eine einjährige Erprobungsphase.
Auftragsvergaben in der Zuständigkeit des Bürgermeisters
- Neubau der Grund- u. Mittelschule: Planleistungen für Brandschutz
- Gehwegpflasterarbeiten im Zuge der Breitbandverlegung
- Bauhof – Winterdienst: Streuautomat, Vario-Drehklappenschneepflug
- Kläranalage: Ersatzbeschaffung Drehstrom-Motor mit Stirnradgetriebe
- Einfachturnhalle: Energieberatung für „Sanierung kommunaler Sportstätten“
- Dreifachturnhalle: Gründachpflege
- Gemeindehaus – Weidenweg 1: Sanitärinstallation, Fensteraustausch
- Gemeindehaus – Am Zapfengarten 3: Badsanierung, Heizkörpertausch, Austausch Innen- u. Wohnungstür
- Baugebiet – „Haag – Nord“: Umrüstung Straßenbeleuchtung
- Sportplatz Alfred-Kolb-Sportzentrum: Lieferung von 2 Fußballtoren, Fundamentarbeiten zur Erneuerung der beiden Fußballtore



