Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 27. Oktober 2025

Veröffentlicht am 30.10.2025 in Gemeinderat

Neukalkulation der Abwassergebühren

Nachdem die Einleitungsgebühr für den bisherigen Kalkulationszeitraum nicht mehr kostendeckend war, musste der Gemeinderat einer Erhöhung der Abwassergebühren zustimmen. Grundsätzlich darf die Gemeinde mit den Gebühren weder einen Verlust noch einen Gewinn erwirtschaften. Bei der Neukalkulation durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband ergab sich für den Zeitraum von 2022 - 2025 ein Verlust von 128.314 Euro. Dieser muss zukünftig ausgeglichen werden. Die Abwassergebühren werden deshalb für den Kalkulationszeitraum 2026 – 2029 ab 1. Januar 2026 von 2,65 €/m³ auf 3,25 €/m³ angehoben. Grund für den Anstieg um 0,60 €/m³ sind insbesondere auch die notwendige Erhöhung der Mitarbeiterzahl von zwei auf drei Stellen sowie wichtige Sanierungsmaßnahmen.

Abwassergebühren im kommunalen Vergleich wesentlich niedriger

Um die Gebührenerhöhung etwas abzumildern, werden für den Kalkulationszeitraum 2026 - 2029 jeweils 87.000 € / Jahr aus einer Sonderrücklage entnommen. Ohne diese Entnahme von insgesamt 348.000 Euro müsste die Einleitungsgebühr auf über 3,50 €/m³ steigen.

Im Vergleich zu anderen Kommunen in der kommunalen Allianz Kernfranken liegt Neuendettelsau an vorletzter Stelle. So kostet der Kubikmeter in Dietenhofen beispielsweise 4,41 Euro und in Petersaurach 4,35 Euro.

Erhöhung durch privates Wassersparen abdämpfen

Christian Scheuerpflug (SPD) sah die erforderliche Erhöhung der Entwässerungsbeiträge als nicht problematisch an. Es gäbe genügend Möglichkeiten Wasser zu sparen und so die Erhöhung abzudämpfen. Ein stärkeres Bewusstsein, was den eigenen Verbrauch angeht, könne auch Vorteile für die Trinkwasserversorgung in der Gemeinde haben.

Auch mit dem Bau einer Regenwasserzisterne für Garten- oder Brauchwasser können die laufenden Kosten gesenkt werden. Die Gemeinde gibt sogar einen kleinen Beitrag für die Investition dazu.

https://www.neuendettelsau.eu/fileadmin/Website_2020/Dateien/Satzungen_Verordnungen/Bauen_und_Wohnen/Zisternen/Zisternenrichtlinie_1995_07_01.pdf

Bauanträge

Beim Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Geichsenhofstraße stimmte der Gemeinderat einstimmig einer Überschreitung der Kniestockhöhe sowie einer Unterschreitung der Dachneigung von 30° bis 38° auf 25° zu. Außerdem wurde das Überschreiten der Garagenfronthöhe genehmigt. Eine Eindeckung mit Dachsteinen in anthrazit wurde mehrheitlich abgelehnt.

Im Sinne des Microklimas hellere Farbtöne

Der Abweichung von den vorgeschriebenen roten Dachziegeln sollte nicht nur aus ästhetischen Gründen hinsichtlich des Ortsbildes, sondern auch im Hinblick auf die Gleichbehandlung vergangener Anträge nicht zugestimmt werden, begründete Gemeinderat Christian Scheuerpflug eine Ablehnung. „Auch bezüglich der Erwärmung sollte im Sinne des Microklimas und der Aufheizung in unseren Städten auf hellere Töne gesetzt werden,“ so der SPD-Gemeinderat. Dunkle Ziegel würden mehr Wärme absorbieren und diese auch wieder abstrahlen. Anstelle von Dachziegeln könnte man seiner Meinung nach zukünftig grundsätzlich auch einer Dachbegrünung zustimmen.

 

Dem Neubau einer eingeschossigen Maschinenhalle (6,90 m x 20,32 m) am Gewerbering stimmte das Gremium zu.

Gegen die Abweichung vom Grenzabstand wurden dabei keine Einwände geltend gemacht.

Der Errichtung eines Doppelcarports „Am Weingarten" stimmte das Gremium mehrheitlich zu. Laut Bauamt würden durch diesen Carport für die Sicherheit, Flüssigkeit und Leichtigkeit des Verkehrs keinerlei Einschränkungen entstehen.

Bürokratie vermeiden durch Widmung zur öffentlichen Verkehrsfläche

Bei der Bearbeitung eines Bauantrages für den Neubau eines Reihenhauses an der Heilsbronner Straße ist aufgefallen, dass das Baugrundstück nicht verkehrlich erschlossen ist, da die Zufahrt über einen öffentlichen Parkplatz führt. Dies würde laut Bauverwaltung alle östlichen Abzweige der Heilsbronner Straße von der Birkenhofstraße bis zur Aicher Straße auf einer Länge von ca. 350 Meter betreffen. Um eine übermäßige Bürokratie zu vermeiden, widmete der Gemeinderat diese Fläche als öffentliche Verkehrsfläche für den Gemeingebrauch und Anliegergebrauch sowie für Fußgängerverkehr und als Parkfläche.

Breitbandausbau geht voran

Laut Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) sind die Bauarbeiten für die Verlegung der Glasfaseranschlüsse in den Ortsteilen größtenteils abgeschlossen.

Auch in Neuendettelsau geht es zügig voran. Dadurch kann es allerdings zu kurzfristigen Umleitungen und halbseitigen Straßensperrungen kommen. Christoph Schmoll bat um Geduld und Verständnis. „Wir halten das durch. Dafür haben wir dann den kompletten Ort mit Glasfaser versorgt,“ so der Bürgermeister.

Die aktuellen Hinweise werden von der Gemeinde auf der Homepage und über Crossiety veröffentlicht. https://www.neuendettelsau.eu/startseite

Auftragsvergaben

  • Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Brandschutzes für den Neubau der Grund- und Mittelschule

  • Wertgutachten für die Kindertagesstätte „Arche Noah“

  • Wertgutachten für das Grundstück Nähe Friedhof/Sportplatz

  • Straßenmarkierung zwischen Watzendorf und Wollersdorf

  • Elektroinstallationsarbeiten in der Gemeindewohnung im Weidenweg