
Gremium stimmt für Schulneubau am Sportpark
Nachdem in den letzten Monaten zahlreiche alternative Grundstücke geprüft wurden, entschied sich der Gemeinderat mit 14:7 Stimmen für einen modernen Schulneubau am Sportpark.
Laut Bürgermeister Schmoll (SPD) fehlen momentan 16 Unterrichtsräume. Ein Rückgang der Schülerzahlen sei derzeit nicht spürbar. Außerdem müssen weitere Hortplätze integriert werden um zukünftig die geforderte Abdeckung von 80% sicherstellen zu können. In der Verlegung der Mittelschule in eine andere Kommune sieht Schmoll keine Alternative, da diese über eine hohe Auslastung verfügen.
Sportpark ist der wirtschaftlichste Standort
Nachdem, wie im Bürgerentscheid gefordert, ein Schulbau am Altstandort nicht finanzierbar und realisierbar ist, entschied sich das Gremium mit einer deutlichen Mehrheit für die Umsetzung des Neubaus der Grund- und Mittelschule am Sportpark. Dies sei die wirtschaftlichste und einzig machbare Lösung, bekräftigte Bürgermeister Schmoll.
Verkehrssicherheit gewährleistet
Bedenken hinsichtlich der Verkehrssituation konnte er entkräften. „Die Straße kann den Mehrverkehr problemlos fassen,“ so Christoph Schmoll. Er sicherte Maßnahmen zu, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs in der Haager Straße nachhaltig zu gewährleisten.
Chancen durch Alternativstandort
Christian Scheuerpflug (SPD) bedauerte, dass keine Lösung für eine pragmatische und kostengünstige Umsetzung am Altstandort gefunden wurde.
Er wies darauf hin, dass die bisher veranschlagten Kosten für einen Neubau vermutlich nicht ausreichen würden, weil sich bereits jetzt höhere Kostensteigerungen abzeichnen als bisher angenommen. Er mache sich Sorgen, dass sowohl die bisherigen Wünsche aus dem Gremium – wie der Gymnastikraum oder die Frischküche nicht umgesetzt werden können als auch, dass die Qualität des Gebäudes unter dem Kostendruck leiden könnte.
Er sah jedoch durchaus Chancen in einem Standort außerhalb des Ortes, weil dort die bisherigen Probleme, die am Sportpark aufgetreten sind, kompensiert werden könnten. Hier gäbe es Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten für die zukünftigen Herausforderungen des Schulzentrums. Perspektivisch könnten dann auch die Dreifachsporthalle und der Sportplatz nach außen ziehen und Platz schaffen für ein zentrumsnahes Wohngebiet mit ausreichend Durchgrünung und Freizeitangeboten.
Schulen sind Lebensräume
Fraktionssprecher Manfred Riedel (SPD) bezeichnete die Entscheidung als einen Meilenstein der Bildung am Bildungsstandort Neuendettelsau. Für ihn ist eine gut gestaltete Schule auch Ausdruck der Wertschätzung für alle an der Bildung beteiligten und für die gesamte Bevölkerung. „Schulen sind heute mehr den je auch Lebensräume. Alle Schüler und Mitarbeitenden sollen sich dort wohlfühlen,“ warb Riedel für einen zügigen Neubau am Sportpark.
Verständnis für Anwohner
Gemeinderätin Birgit Bischoff (SPD) zeigte für die Anwohner des Sportparkes größtes Verständnis. „Bleiben sie bitte auf sachlicher und respektvoller Ebene im Gespräch mit uns.“
Im Hinblick auf die Planungen betonte Bischoff, dass diese jetzt fortschreiten müssen„ damit wir weiter kommen eine zukunftsfähige Schule zu bauen, damit aus dieser Schule Handwerker und Fachkräfte für unsere heimischen Firmen hervorgehen.“
Schule muss im Ort bleiben
Für Gemeinderatsmitglied Natalie Ernst (SPD) war es wichtig, die Grund- und Mittelschule im Innenort zu erhalten und die Schülerinnen und Schüler nicht an den Ortsrand zu verdrängen. Auch im Bezug auf einen Schulneubau sollte die Nachverdichtung des Innenorts einer Bebauung außerhalb liegender Flächen vorgezogen werden.
Dank und Applaus
Fraktionssprecher Manfred Riedel bedankte sich bei Bürgermeister Schmoll und allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für den hohen Zeitaufwand und das Engagement bei der Suche nach Alternativstandorten.
Nach Abschschluss der Sitzung applaudierten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer dem Gremium für den zukunftsweisenden Beschluss.



