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SPD Neuendettelsau

Bürgermeisterkandidat

Christoph Schmoll - Ihr Bürgermeisterkandidat

Hallo Zusammen,

hier findet ihr Informationen über mich, meine Jugend, Ausbildung sowie meinen kommunalpolitischen und beruflichen Werdegang. Danach findet Ihr meine Themen für die Zukunft Neuendettelsaus. Ich beschreibe hier ausführlich welche Ideen und Maßnahmen ich für Neuendettelsau als Bürgermeister zur Ortsentwicklung, Infrastruktur, Schulen, Umweltschutz, Verkehr, Bauen uund Wohnen, Kultur, Jugend und Inklusion habe.

Gerne könnt ihr mir auch auf Facebook folgen https://www.facebook.com/christoph.schmoll.58

Mein Steckbrief

Meine Themen für Neuendettelsaus Zukunft

Mein Steckbrief

Meine Wurzeln
Ich, Jahrgang 1976, bin gebürtiger Neuendettelsauer und bin meiner Heimat stets treu geblieben. Ich lebe heute mit meiner Frau und unseren beiden Töchtern im Ortsteil Wollersdorf. Meine gesamte Kindheit und Jugend habe ich in der alten Alfred Kolb Sporthalle verlebt, die aufgrund meiner Eltern zum Teil auch heute noch als „Schmoll Halle“ bezeichnet wird. Schon in der Grund- und später der Realschule mutmaßten meine Lehrer „Der Christoph wird mal Bürgermeister“

Zunächst standen für mich aber die sportlichen und sozialen Aktivitäten im Vordergrund: Fußballen in sämtlichen Jugendmannschaften des TSC und später auch Luftgewehr- und Bogenschießen beim Schützenverein.
Bei den Schützen wurde ich bereits mit 17 Jahren erstmals Jugendleiter. Dank der Unterstützung von Günter Franke, Bernd Huber und Stefan Schlund konnte ich nicht nur mein Amt ausfüllen, sondern gewann auch an persönlicher Reife. Diese Entwicklung setzte sich später als Mitglied der Vorstandschaft und Leiter der Bogenabteilung fort.

Mein weiterer Werdegang

Im Alter von 25 Jahren wurde ich von Gerhard Templer, einem alten Freund meiner Eltern, gefragt, ob ich bei der SPD für den Gemeinderat kandidieren will.
Zu dem Zeitpunkt stand ich als Chemielaborant beim Wasserwirtschaftsamt in Ansbach voll im Berufsleben. Für mich war auch klar, dass ich als Gemeinderat mein Engagement im Schützenverein so nicht weiter fortsetzen konnte, trotzdem habe ich mich für die Kandidatur entschieden. Ich kam zu der Überzeugung, dass es nicht richtig wäre, sich nur über „die Gemeinde“ zu beschweren, dann aber nicht bereit zu sein auch mitzuwirken, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Tatsächlich wurde ich direkt in den Gemeinderat gewählt und nahm 2002 das erste Mal an einer konstituierenden Sitzung teil. Das darauffolgende Jahrzehnt war für mich eine Zeit der Umbrüche. Ich beschloss, meine gesicherte Stellung beim Freistaat Bayern zu kündigen und stattdessen mein Fachabitur nachzuholen und zu studieren.

2009 konnte ich mein Studium an der heutigen Hochschule Weihenstephan Triesdorf (Schwerpunkte Bodenschutz und Bodensanierung mit Unterschwerpunkten Erneuerbare Energien, Umweltmanagement und Abfall) erfolgreich als Dipl. Ing. Umweltsicherung abschließen.

Bereits während meines Studiums absolvierte ich ein Praktikum bei meinem späteren Arbeitgeber, der PfK Ansbach GmbH. Einem Ingenieurbüro für die Planung und Bauüberwachung von kommunalen Ver- und Entsorgungsprojekten. Sie plant nachhaltige Anlagen für die Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Stromversorgung, Schwimmbäder, Nahwärme und Fernwärme. Dort schrieb ich auch meine Diplomarbeit zum Thema „Einsatz eines BHKW für die Neuendettelsauer Nahwärmeversorgung in Froschlach Birkig“.

Im Laufe von über zehn Jahren entwickelte ich mich bei der PfK vom Werkstudenten zum Sachbearbeiter, zum Abteilungsleiter und schließlich Prokuristen. Während dieser Zeit habe ich mich darüber hinaus in den Bereichen Energieberatung, Elektrotechnik und Steuerungstechnik weiterqualifiziert, um unseren Kunden umfassende Planungen, die alle Aspekte berücksichtigen, bieten zu können.

Da unsere Kunden beinahe ausnahmslos Kommunen, Stadt- und Gemeindewerke sind, konnte ich beruflich Einblick in die Abläufe sehr vieler Kommunen in ganz Bayern nehmen. Durch meine gleichzeitige langjährige Tätigkeit als Gemeinderat in Neuendettelsau habe ich kommunale Belange aus sehr unterschiedlichen Warten und mit sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen kennengelernt und habe ein solides Verständnis von Zusammenhängen innerhalb von Kommunen.

Die Zukunft

Aufgrund meiner beruflichen und politischen Erfahrung kann ich aus Überzeugung sagen: Neuendettelsau steht als Kommune insgesamt sehr gut da. Dafür haben vergangene Bürgermeister und Gemeinderäte gesorgt. In einer schnelllebigen Zeit großer Umbrüche, wie Klima und Digitalisierung, dürfen wir uns aber nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen. Es bedarf besonnener Konzepte anstelle schneller Bauchentscheidungen.
Neben meinen Fachkenntnissen in vielen kommunalen Bereichen und meiner Erfahrung im Gemeinderat über drei Legislaturperioden hinweg bin ich davon überzeugt über die Ruhe und Ausgeglichenheit zu verfügen, die notwendig ist, um in einem politischen Umfeld für konstruktiven Konsens zu sorgen, der Entwicklung ermöglicht. Politische Grabenkämpfe verhindern positive Veränderungen, dies kann sich eine Kommune deshalb auch nicht leisten.
Aus diesen Gründen habe ich mich nun dazu entschlossen, an der kommenden Kommunalwahl im März 2020 als Bürgermeister für die SPD zu kandidieren und den erfolgreichen Weg der Kommune weiter zu entwickeln.

 

Meine Themen für Neuendettelsaus Zukunft

Ortsentwicklung
Die vordringlichste aller Aufgaben für die Gemeinde wird es in den nächsten Jahren sein, die Ortsentwicklung Neuendettelsaus strukturiert zu planen und in einen rechtlich verbindlichen Rahmen zu kleiden.
Dazu wurde bereits auf Bestreben der SPD Neuendettelsau eine Grobanalyse zum Stand der Gemeinde durchgeführt. Auf dieser Analyse aufbauend wurde auf Antrag der SPD hin eine Klausur des Gemeinderates durchgeführt. Danach wurde eine Zukunftswerkstatt zur Ortsentwicklung beschlossen, die am 12.10. in der Aula der Grund- und Mittelschule stattfindet. Ziel dieser Zukunftswerkstatt ist, die Öffentlichkeit bei der Definition von Zukunftszielen auf breiter Basis einzubeziehen. Die Politik der kommenden Jahre soll auf die Wünsche der Bürger eingehen.

Auf Basis dieser vorbereitenden Arbeiten werde ich mich intensiv für den Einstieg in ein Integriertes Städtisches Entwicklungs Konzept (ISEK) einsetzen. Dieses, gegebenenfalls von der öffentlichen Hand geförderte, sehr aufwändige Konzept, soll letztlich sicherstellen, dass für alle weitergehenden und nachfolgend noch genannten Maßnahmen ein tragfähiger Rahmen geschaffen wird. In diesem Rahmen können wir über Einzelanliegen entscheiden, ohne dabei die Gesamtzusammenhänge aus dem Blick zu verlieren.
Einzelfallentscheidungen des Gemeinderates ohne Kenntnis der Auswirkungen sollten damit der Vergangenheit angehören.

Infrastrukturen
Flankierend zum ISEK sind ein Generalentwässerungsplan, ein Sturzflutkonzept, eine Rohrnetzberechnung Trinkwasser und eine Lastgangberechnung im Stromnetz erforderlich.  Ich werde dies schnellstmöglich vorantreiben.

Damit stellen wir sicher, dass die Entwicklungsplanungen der Gemeinde innerhalb der vorhandenen Infrastruktur machbar sind, bzw. zeigen auf, welche Ausbaumaßnahmen erforderlich werden, um die gewünschten Entwicklungen möglich zu machen.

Ein Masterplan für den Ausbau des Breitbandnetzes ist bereits in Arbeit. Die Verlegung der Leitungen auf Basis des Planes wird eine weitere Aufgabe der nächsten Jahre sein.

Ohne diese Grundlagenplanungen wären Fehlinvestitionen beim Erhalt und Ausbau der vorhandenen Infrastruktur nicht zu verhindern. Der Erhalt und der Ausbau der Infrastruktur sind aber innerhalb des Gemeindehaushaltes die größten Kostenpositionen und deshalb von enormer Bedeutung beim Erhalt der finanziellen Handlungsfähigkeit der Gemeinde.

Grund- und Mittelschule
Neben diesen zentralen Themen wird in den kommenden Jahren vor allem anderen die Grund- und Mittelschule auszubauen sein. Neuendettelsau ist seit jeher ein bedeutender Schulstandort, in dem alle erdenklichen Schulformen vertreten sind. Insofern sollte für die Abrundung des Gesamtangebotes auch eine attraktive Grund- und Mittelschule vorhanden sein.
Zusätzlicher Raumbedarf in der Mittelschule ist aufgrund steigender Geburtenzahlen bereits seit geraumer Zeit vorhanden und wird derzeit über behelfsmäßige Lösungen durch die Schulleitung und das Lehrerkollegium kompensiert. Darüber hinaus muss die Schule zur Erfüllung des Schulprofils „inklusive Schule“ barrierefrei werden.
Die Bauweise der bestehenden Mittelschule in Splitlevelbauweise und die vorhandenen Baustoffe machen den barrierefreien Um- und Ausbau extrem teuer.
Hinzu kommen gesetzliche Anforderungen an den Brandschutz und die Energieeffizienz, die zusammenfassend An- und Umbauten wirtschaftlich uninteressant werden lassen. Gleichzeitig muss in Betracht gezogen werden, dass Um- und Anbauten zwangsläufig zu Einschränkungen im pädagogischen Konzept der Schulleitung führen werden.

Aus diesen Gründen setzte ich mich weiterhin für einen zeitlich gestaffelten Neubau von Grund- und Mittelschule an einem gemeinsamen Standort ein. Auf Initiative der SPD Fraktion konnte zwischenzeitlich auch schon erreicht werden, dass ein fachlich qualifizierter Variantenvergleich zwischen dem bestehenden Standort und dem alternativ denkbaren Standort an der Bezzelwiese durchgeführt wird.
Der Variantenvergleich wird insbesondere Themen wie Verkehr, Baulärm, Bauprovisorien, Immissionsschutz usw. beinhalten und letztlich die Grundlage für eine tragfähige Standortentscheidung liefern.

Unabhängig vom Neubau der Schule muss die Gemeinde aber auch weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um die Schule attraktiv zu erhalten, indem die notwendigen Mittel für den Sach- und in bestimmten Bereichen auch für den Personalaufwand übernommen werden.

Natur, Umwelt- und Klimaschutz
Der Umwelt- und insbesondere der Klimaschutz nimmt eine immer größer werdende Bedeutung ein. Ich setze mich deshalb für einen Ausbau regenerativer Energien, Schaffung benötigter Energiespeicher und die Steigerung der Energieeffizienz ein.
Auf Initiative der SPD hat der Gemeinderat die Ausarbeitung eines Energienutzungsplans beschlossen. Diese bis zu 75.000 € teure Planung schafft letztlich die Grundlage für zielgerichtete Investitionen in Anlagen zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien. Hierbei darf es keine Denkverbote geben, da zwischenzeitlich auch auf breiterer Ebene klar wird, dass der Hype um die Elektromobilität vielleicht eine Sackgasse darstellt.

Konkret sollen nochmals eine Bürger-Windkraftanlage, Programme für mehr Photovoltaikanlagen auf Gebäudedächern, ein Hydrolyseur und Anreizprogramme für die Steigerung der Energieeffizienz im privaten Gebäudebestand geprüft und in einem vernetzten Konzept umgesetzt werden. Darüber hinaus soll für die gemeindlichen Liegenschaften geprüft werden, inwieweit energetische Verbesserungen machbar sind. Schließlich wäre die technologische Neuausrichtung des gemeindlichen Fuhrparkes mit Gasmotoren, anstatt Dieselmotoren im Detail zu prüfen und ggf. umzusetzen. Die schnelle und maßgebliche Verringerung von CO2-Emissionen ist letzten Endes nur durch die Kombination mehrerer verschiedener Maßnahmen machbar.

Ein weiterer Baustein in diesem Gesamtkonzept muss auch die Reduzierung des individuellen Nahverkehrs sein. Die möglichen Maßnahmen werden unter dem Unterpunkt Verkehr noch beschrieben.

Neben den Maßnahmen zum Klimaschutz sind auch Maßnahmen zum Artenschutz, insbesondere auch von Insekten, ein wichtiger Aspekt zum Erhalt der Lebensgrundlagen, auch für zukünftige Generationen. Hier werde ich mich insbesondere in folgenden Bereichen einsetzen:

Schaffung einer „Grünen Lunge“ für Neuendettelsau. Durch die Anlage eines zusammenhängenden, naturnah gestalteten und extensiv genutzten Waldbestandes kann neben dem Artenschutz gleichzeitig ein Naherholungsraum mit positiven Effekten für die Frischluftversorgung des Ortes geschaffen werden.
Zusätzlich ist ein derartiges Projekt hervorragend geeignet, um das Ökokonto der Gemeinde zum Ausgleich von Versiegelungsflächen zu füllen.
Innerhalb des Ortes müssen die umfangreich vorhandenen, öffentlichen Grünflächen erhalten und vor Bebauung geschützt werden. Darüber hinaus ist anzustreben, diese Flächen durch geschickten Umbau einerseits ökologisch für Insekten und Kleintiere aufzuwerten und andererseits den Aufenthaltswert in den Flächen für die Bürger zu steigern. Die Baumalleen in ihrer jetzigen Form können beides bisher in nur sehr begrenztem Umfang bieten.
Schließlich soll versucht werden die vorhandenen Flächen im möglichen Umfang miteinander zu vernetzen, um die Durchgängigkeit der Flächen für Insekten und Kleintiere zu gewährleisten. Die Flächen können ggf. auch bei der erforderlichen Sturzflutprävention zur Entlastung herangezogen werden.
Die Gemeinde muss zugleich Vorbild sein und umweltbewusstes Verhalten fördern.

Verkehr
Der Verkehr in Neuendettelsau muss grundlegend auf den Prüfstand gestellt und umstrukturiert werden. Dabei stehen drei wesentliche Aspekte im Vordergrund. Erstens sollen Gefährdungen für Ältere und Menschen mit Behinderung abgebaut werden, um Neuendettelsau mit seiner besonderen Prägung bei der Bevölkerungsstruktur gerecht zu werden. Zweitens soll durch Umschichtung von motorisiertem Individualverkehr auf nicht motorisierte Verkehrsmittel und Stärkung des ÖPNV die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen reduziert werden. Drittens soll durch die Verkehrsberuhigung im Ortskern die Aufenthaltsqualität für Passanten wesentlich gesteigert und so die Grundlage für Einzelhandel und Gastronomie geschaffen werden.

Der Weg zu einer Zäsur im innerörtlichen Verkehr kann nur über ein fundiertes Verkehrskonzept führen, von einem Fachplaner innerhalb des ISEK erarbeitet. Dieses Verkehrskonzept soll so bald als möglich in Angriff genommen werden.

Konkret ist eine Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Ortskern auf 30 km/h anzustreben. Möglicherweise auch eine flächendeckende Beschränkung, was aber im Verkehrskonzept zu prüfen wäre.
In allen Bereichen ist die Barrierefreiheit der Verkehrswege herzustellen oder zu verbessern, ohne dabei die Belange der Sturzflutprävention außer Acht zu lassen.
Die vorhandene Bahnanbindung ist zwingend zu erhalten und die Anbindung an den überregionalen Verkehr und in den Abendstunden nach Möglichkeit zu verbessern. Neben der wünschenswerten Taktung der Nebenstrecke mit der S-Bahn sollten auch weitere Bedarfs-Haltepunkte und die Co-Finanzierung von Tickets für bestimmte Gruppen forciert werden.
Gleichzeitig sollten am Bahnhof Möglichkeiten geschaffen werden, E-Bikes und E-Scooter sicher zu verwahren und aufzuladen, damit geschlossene Verkehrsketten entstehen können.

Zur Vermeidung unnötiger Einzelfahrten und zur Verbesserung der Lebensumstände in den Ortsteilen sollte ein Bürgerbus ins Leben gerufen werden. Ein durch Gewerbetreibende finanzierter Kleinbus, gefahren von Ehrenamtlichen sollte an Haltestellen in allen Ortsteilen und an einigen wesentlichen Punkten im Kernort Bürger aufnehmen und wieder absetzen. Durch die Gemeinde wäre der Unterhalt des Fahrzeuges zu tragen. Die beförderten Fahrgäste sollten allenfalls nur einen symbolischen Preis für den Fahrdienst entrichten.
Ergänzend zum Angebot des Bürgerbusses sollte die flächendeckende Einführung der App einer Mitfahrzentrale geprüft werden. Durch die Verwendung einer gemeinsamen App könnten ggf. einfacher Mitfahrgelegenheiten gefunden und genutzt werden. Dies dient wiederum der Verkehrsentlastung des Ortes und der Verringerung von Treibhausgasen.

Bauen / Wohnen
Durch die Gemeinde müssen alle Bauwilligen gleichbehandelt und gleichzeitig die Gebote des sparsamen Flächengebrauches beachtet werden. Aus diesem Grund ist eine mäßige Verdichtung im Kernort anzustreben, die sich aber ins Ortsbild einfügen muss. Es sollten im möglichen Umfang innerörtliche Brachflächen und Leerstände einer Nutzung zugeführt werden. Schließlich müssen die Grundlagen für einen attraktiven Ortskern mit Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Die Attraktivität des Ortskerns wird durch die bereits beschriebenen Grünflächen, aber auch durch das Vorhandensein von Kultur, Gastronomie und Einzelhandel mitbestimmt. Gastronomie und Einzelhandel setzen eine ausreichend hohe Personenfrequenz voraus. Durch die verdichtete Wohnbebauung im Kern können hierfür die notwendigen Voraussetzungen verbessert werden.

Weiterhin sollten kulturelle Angebote, wie zum Beispiel das Löhe-Zeit Museum, auf das später noch eingegangen werden soll, vorhanden sein.

Für die Niederlassung von Gewerbe und Gastronomie sind dann aber gleichzeitig auch die notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen. Hier sollen neben der Entwicklung des Gewerbegebietes Handel, Dienstleistung und Handwerk gestärkt und gefördert werden. Von besonderem Interesse wäre die Einrichtung eines Direktvermarkterzentrums im Ortskern.

Zusätzlich steht die Gemeinde in der Verantwortung, um bezahlbaren Wohnraum für Familien und Geringverdiener zu schaffen, was letztlich im Puffergürtel zwischen Kernort und Siedlungsgebieten ggf. machbar wäre.

Um die genannten Ziele zu erreichen, sind im Rahmen des ISEK der Flächennutzungsplan, bestehende Bebauungspläne und insbesondere nicht beplante Innenbereiche zu überplanen. Bebauungspläne mit niedrigen Festlegungen zu Grundflächenzahl und hohen Festlegungen zur Geschossflächenzahl führen zu mehrgeschossigen Bauten, die die vorhandenen Flächen in hohem Maße nutzen, ohne dabei den Eindruck von Häuserschluchten zu vermitteln. Darüber hinaus sollen Festlegungen in den Bebauungsplänen nur im notwendigen Umfang getroffen werden, um den Bauwerbern alle benötigten Freiheiten so weit als möglich in den eigenen Händen zu lassen.

Kultur
Die Gemeinde hat eine Verpflichtung kulturelle Angebote für die Bevölkerung bereitzustellen. Mit dem Löhe-Zeit-Museum ist bereits ein hervorragendes Museumsangebot auf ehrenamtlicher Basis geschaffen worden.

Die derzeitige Unterbringung des Löhe-Zeit-Museum ist mittel- bis langfristig nicht mehr haltbar. Gleichzeitig sucht die Kirchengemeinde nach einer Lösung hinsichtlich eines neuen Gemeindezentrums. Es ist aus diesen Gründen anzustreben, das Löhe-Zeit-Museum im Löhe-Haus unterzubringen und in diesem Umfeld nach Möglichkeit in einem gemeinsamen Projekt mit Mission EineWelt, Diakoneo, Augustana-Hochschule sowie Gesellschaft für Innere- und Äußere Mission ein kirchlich kulturelles Zentrum im Ortskern zu etablieren. Dieses Zentrum würde gleichzeitig die Attraktivität des Ortskerns verbessern und so wiederum auch andere, bereits beschriebene Ziele unterstützen.

Darüber hinaus könnte ein derartiges Zentrum die Historie Neuendettelsaus erlebbar machen und die Identifikation der Gemeinde mit einer ihrer wichtigsten Persönlichkeiten verbessern.

Jugend
Weiterhin finde ich es sehr wichtig, dass unsere Kinder und Jugendlichen auch im Erwachsenenalter noch am Ort bleiben. Dazu muss aber auch sichergestellt werden, dass sich Kinder und Jugendliche im Ort wohlfühlen können. Wir müssen auch in Zukunft die Vereine bei ihrer Arbeit unterstützen und unseren Jugendrat ernst nehmen. Auch das Schulangebot muss dafür erhalten bleiben.

Durch die Schaffung eines attraktiven Ortskerns mit Aufenthaltsqualität als Treffpunkt und mit gastronomischen und kulturellen Angeboten wird schließlich den Bedürfnissen der Jugendlichen Rechnung getragen.

Die vorbildliche Vereinsarbeit kann insbesondere geeignete Treffpunkte und kulturelle Angebote für Jugendliche nicht ersetzen. Wenn auch die Gemeinde selbst nicht für die Gestaltung von Angeboten zuständig ist, können und müssen aber doch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Teilhabe
Teilhabe hat für Neuendettelsau aufgrund seiner besonderen Struktur einen besonderen Stellenwert. Inklusion bedeutet allen Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung und unabhängig von individuellen ggf. auch altersbedingten Einschränkungen, die vollwertige Teilhabe am öffentlichen Leben zu erlauben.
Damit kann Teilhabe kein Projekt, sondern muss ein Prozess sein. Teilhabe ist in allen künftigen Planungen der Gemeinde mit gebührendem Stellenwert zu prüfen und zu berücksichtigen. Neben der Planung von öffentlichen Räumen und Verkehrswegen auf Barrierefreiheit wären darüber hinaus aber auch Projekte wie zum Beispiel die Unterstützung eines inklusiv betriebenen Cafés wünschenswert.